Bauvorhaben an der Hanseller Straße
Vier-Zimmer-Wohnungen fehlen

Altenberge -

Im Zuge der Haushaltsberatungen für 2020 soll darüber entschieden werden, wie groß die Wohnungen für die Gebäude sein sollen, die im Rahmen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus an der Hanseller Straße entstehen. Bislang sollen dort zwei Gebäude mit Ein- und Drei-Zimmerwohnungen errichtet werden. Aktuell ist in Altenberge allerdings der Bedarf an Vier-Zimmer-Wohnungen besonders groß.

Dienstag, 24.09.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 25.09.2019, 15:34 Uhr
Auf diesem Grundstück an der Hanseller Straße sollen Mehrfamilienhäuser entstehen. Noch ist nicht entschieden, ob der Schwerpunkt auf Drei- oder Vier-Zimmer-Wohnungen gelegt werden soll.
Auf diesem Grundstück an der Hanseller Straße sollen Mehrfamilienhäuser entstehen. Noch ist nicht entschieden, ob der Schwerpunkt auf Drei- oder Vier-Zimmer-Wohnungen gelegt werden soll. Foto: mas

Seit dem verstärkten Zuzug von Flüchtlingen im Herbst 2015 hat die Gemeinde viel Geld in die Hand genommen, um öffentlich geförderten Wohnraum zu schaffen: Am Paschhügel und an der Eisenbahnstraße wurden 2016 jeweils zwei Mehrfamilienhäuser mit je fünf Wohneinheiten und 2018 am Friedensweg ein Gebäude mit zwölf Wohnungen errichtet. Dafür wurden insgesamt rund 4,38 Millionen Euro seitens der Gemeinde investiert. Doch dabei soll es nicht bleiben: Auch an der Hanseller Straße ist eine Fläche vorgesehen, um dort Mehrfamilienhäuser zu bauen. Die Frage ist allerdings, ob der Ratsbeschluss zu diesem Vorhaben von Februar 2016 auch so in die Tat umgesetzt werden soll.

4,3 Millionen Euro

Ursprünglich war vorgesehen, dort zwei Mehrfamilienhäuser (acht Drei-Zimmer- und zwei ein-Zimmer-Wohnungen) zu errichten. Doch mittlerweile hat sich herausgestellt, dass in Altenberge besonders Vier-Zimmer-Wohnungen fehlen. Die Kommunalpolitiker müssen nun entscheiden, wie es weitergehen soll. Dazu schlägt die Gemeinde drei Varianten vor:

Variante 1 : Umsetzung des Ratsbeschlusses von 2016. Das heißt: Verzicht auf Vier-Zimmer-Wohnungen. Größe: 576 Quadratmeter. Kosten: etwa 1,4 Millionen Euro.

Variante 2: Bau von zwei Gebäuden mit jeweils vier Vier-Zimmer- und zwei Zwei-Zimmer-Wohnungen. Die Gesamtwohnfläche beträgt 879 Quadratmeter. Kosten: 2,1 Millionen Euro.

Variante 3: Die Gemeinde führt ein Vergabeverfahren vergleichbar mit dem Grundstück an der Eisenbahnstraße durch. Dort errichtet derzeit die Wohnbau-Unternehmensgruppe aus Borken zwei Mehrfamilienhäuser (öffentlich geförderter Wohnungsbau).

Im Zuge der Haushaltsberatungen für 2020 soll nun entschieden werden, welche Variante zum Zuge kommen soll.

Druck ist da

In der Sitzung des Hauptausschusses, die am Montagabend stattfand, positionierten sich bereits Grüne, SPD und UWG: „Der Druck, größere Wohnungen zu bauen, ist da“, so Wilhelm Conrads (Grüne), der die Variante zwei favorisiert. Das würde bedeuten, dass die Gemeinde die Gebäude errichtet und auch Vermieter ist. Auch Ronald Baumann (SPD) kann sich mit dem zweiten Vorschlag anfreunden. „Im Zweifel müssen wir Personal in der Gemeinde aufstocken“, so Baumann.

17 Immobilien

Zuvor hatte Bürgermeister Jochen Paus mitgeteilt, dass das Bauamt derzeit 17 gemeindeeigene Immobilien bewirtschafte. Sollten weitere hinzukommen, sei das mit dem vorhandenen Personal nicht zu stemmen, sagte Paus. Peter Nemitz (UWG) sprach sich derweil für Variante drei aus: Das bedeute, die Gemeinde verkauft das Grundstück an einen Investor, der dann für die Vermietung verantwortlich ist.

„Wir haben uns noch nicht festgelegt“, so Matthias Große Wiedemann (CDU) am Montagabend. Bei der Entscheidung müsse auch berücksichtigt werden, dass im Zuge der Bebauung des Bahnhofshügels „bis zu 300 Wohnungen“ entstehen könnten, für die ein Wohnberechtigungsschein erforderlich sei.

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