Bebauung des Bahnhofshügels
Grüne lassen nicht locker

Altenberge -

Die Grünen können sich vorstellen, dass auf dem Bahnhofshügel auch Einfamilienhäuser gebaut werden können. Dies lehnten sie bislang an. Dann müssten allerdings der soziale Wohnungsbau und der Grünanteil stärker berücksichtigt werden.

Freitag, 27.09.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 28.09.2019, 13:50 Uhr
Unterhalb des Friedhofs soll die Bebauung des Bahnhofshügels beginnen. Die Caritas möchte hier ein Wohnprojekt unterbringen. Am Montag (30. September) soll in der Ratssitzung ein Eckpunktpapier verabschiedet werden.
Unterhalb des Friedhofs soll die Bebauung des Bahnhofshügels beginnen. Die Caritas möchte hier ein Wohnprojekt unterbringen. Am Montag (30. September) soll in der Ratssitzung ein Eckpunktpapier verabschiedet werden. Foto: mas

Die Grünen zeigen sich mit Blick auf die Bebauung des Bahnhofshügels kompromissbereit: Sie können sich Einfamilienhäuser vorstellen, wenn die „Anzahl moderat und die Grundstücksgröße vertretbar ist“, sagt Werner Schneider , Fraktionsvorsitzender der Grünen. Bekanntlich hatte sich seine Fraktion in der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses sowie des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses gegen die Ausweisung von Flächen für Einfamilienhäuser ausgesprochen. Schneider: „Aus ökologischer und sozialer Sicht haben wir den Verzicht begründet. Dennoch sind wir an dieser Stelle kompromissbereit.“

13 Hektar

Allerdings unter folgender Bedingung: „Ein höherer Grünflächenanteil und mehr geförderte Wohnungen“, sagt Werner Schneider. Dem Grünen-Fraktionsvorsitzenden ist klar, dass die CDU über die absolute Mehrheit verfügt und praktisch ihre Vorstellungen zur Bebauung des 13 Hektar großen Bahnhofshügels durchsetzen kann, ohne Rücksicht auf die anderen Parteien nehmen zu müssen. Doch es gebe noch andere Kriterien, wie „Weitblick und Verantwortung für die Zukunft“, sagt Werner Schneider. Deshalb hoffe er, dass sich die CDU bei den Punkten Grünflächenanteil und bei der Anzahl der sozial geförder ten Wohnungen noch bewege.

Eckpunktepapier

Des Weiteren, so Schneider, müssten „ökologische Aspekte und die Einbeziehung des Klimawandels“ bei der Festlegung der Eckpunkte für die Bebauung des Bahnhofshügels wesentlich mehr berücksichtigt werden. Diese würden nach Ansicht des Grünen-Fraktionsvorsitzenden „von der CDU vernachlässigt“.

Zunächst einmal müssen allerdings die Planer ans Werk, wenn der Gemeinderat am kommenden Montag (30. September, Beginn 18 Uhr im Mehrzwecksaal des Bürgerhauses) das Eckpunktepapier zur Bebauung des Areals unterhalb des Friedhofes beschließt. Die Vorgaben der CDU in der Sitzung des Bau- und Planungs- sowie des Umwelt-, Energie- und Verkehrs-Ausschusses sahen unter anderem vor, dass der Anteil von Einfamilienhäusern 60 bis 80 Prozent betragen soll. Für den Geschosswohnungsbau/Sozialer Wohnungsbau können sich die Christdemokraten 10 bis 30 Prozent vorstellen. Der Grünflächenanteil soll bei etwa zehn Prozent liegen.

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