Rat verabschiedet Eckpunkte für Bebauung des Bahnhofshügels
CDU gibt die Richtung vor

Altenberge -

Mit der CDU-Mehrheit im Gemeinderat wurde das Eckpunkte-Papier zur Bebauung des Bahnhofshügels verabschiedet. Demnach sollen auf dem 13 Hektar großen Areal der Anteil von Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern 60 bis 80 Prozent betragen. Für Geschoss-Wohnungsbau sind maximal 30 Prozent eingeplant

Mittwoch, 02.10.2019, 06:00 Uhr
Nun sind die Planungsbüros an der Reihe, die Entwürfe für die Bebauung des Bahnhofshügels entwerfen sollen. Einige Vorgaben, die sie berücksichtigen müssen, hat der Rat am Montagabend mit den Stimmen der CDU verabschiedet.
Nun sind die Planungsbüros an der Reihe, die Entwürfe für die Bebauung des Bahnhofshügels entwerfen sollen. Einige Vorgaben, die sie berücksichtigen müssen, hat der Rat am Montagabend mit den Stimmen der CDU verabschiedet. Foto: mas

Seit Montagabend stehen die Rahmenbedingungen für die künftige Bebauung des 13 Hektar großen Bahnhofshügels fest: 60 bis 80 Prozent der Fläche sollen für die Bebauung mit Einfamilien/Doppel- oder Reihenhäusern vorgehalten werden. Für den Geschoss- und Mietwohnungsbau sind maximal 30 Prozent eingeplant. Der Grünflächenanteil soll bei etwa zehn Prozent liegen. Dieser Ratsbeschluss wurde mit der CDU-Mehrheit verabschiedet. SPD und Grüne stimmten geschlossen dagegen. Für die UWG enthielt sich Helmar Reer der Stimme, Peter Nemitz votierte gegen den CDU-Plan.

In einer kontrovers geführten Diskussion trafen die zum Teil weit auseinander liegenden Standpunkte erneut aufeinander. Bekanntlich möchte die SPD nur eine Randbebauung der Fläche, um dort ausschließlich Geschoss-Wohnungsbau zuzulassen. „Wir können nicht so weitermachen wie bisher und müssen eine Kehrtwende einlegen“, meinte die SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrike Reifig.

Wohnungsnot

Peter Nemitz (UWG) sprach sich unter anderem für einen Grünflächenanteil von 15 bis 20 Prozent aus, Werner Schneider (Grüne) für einen Grünanteil von etwa 30 Prozent. Zum einen sei die „Wohnungsnot zu berücksichtigen“, zum anderen „muss ein möglichst großer Grünflächenanteil angestrebt werden“, so der Grünen-Fraktionsvorsitzende.

Die CDU rückte derweil am Montagabend nicht von ihrem Eckpunkte-Papier ab. „Wir wollen Wohnraum für alle Gruppierungen schaffen“, kündigte Matthias Große Wiedemann an. „Hier wird nicht einfach etwas zugepflastert.“ Zudem solle die grüne Sichtachse erhalten bleiben, so der Christdemokrat. Des Weiteren handele es sich um ein offenes Konzept, das alle Wohntypen vom Einfamilienhaus bis zum Geschoss-Wohnungsbau vorsehe. Der mit fünf bis zehn Prozent anvisierte Grünflächenanteil sei vergleichbar mit dem im Lütke Berg III, so Große Wiedemann. Zudem wehrte er sich gegen den Vorwurf, es sei in den vergangenen Jahren zu wenig im Bereich des sozialen Wohnungsbaus unternommen worden. Große Wiedemann verwies beispielsweise auf die Neubauten am Friedensweg und an der Eisenbahnstraße.

8000 Leute

Stefan Grawe (CDU) kritisierte den Vorschlag der SPD, an dieser Stelle grundsätzlich auf den Bau von Einfamilienhäusern zu verzichten: „Das stört mich massiv.“ Es gebe zahlreiche Familien in Altenberge, die am Bahnhofshügel ein Eigenheim errichten möchten.

Mit Blick auf die SPD-Unterschriftensammlung, mit der sich etwa 1000 Bürger gegen die Bahnhofshügel-Bebauung ausgesprochen haben, entgegnete Volker Thiemann (CDU): „Es gibt auch 8000 Leute, die nicht unterschrieben haben.“ Die CDU habe abwägen müssen und sei zu dem nun verabschiedeten Eckpunktepapier gelangt. Fazit: „Es gibt auch einen erheblichen Bedarf an Einfamilien-häusern“, sagte Thiemann. Zudem sei das Konzept „extrem offen und flexibel“.

Gesamtkonzept

Den Vorwurf von Werner Schneider, es werde viel zu schnell entschieden, ließ Sigrid Schulze Lefert (CDU-Fraktionsvorsitzende) nicht zu. „Wir müssen den Plan jetzt auf den Weg bringen.“ Nun müssten die Planungsbüros „stimmige Gesamtkonzepte“ vorlegen. Schulze Lefert weiter: „Dann geht es an die Feinheiten.“

Anfang 2020 ist eine weitere Bürgerbeteiligung geplant. Eine erste hat bereits vor den Sommerferien stattgefunden.

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