Landwirte-Demo
Stau von Altenberge bis Nienberge

Altenberge -

Kilometerlanger Stau: Zahlreiche Landwirte – auch aus Altenberge – beteiligten sich an der Demo in Münster. Zwischen Altenberge und Nienberge staute sich der Verkehr erheblich.

Dienstag, 22.10.2019, 17:00 Uhr
Nahmen am Dienstag auch an der Demonstration teil (v.l.): Kathrin Reeken (Nienberge-Häger), Kathrin Feldkamp (Steinfurt) und Hendrik Meier (Nienberge).
Nahmen am Dienstag auch an der Demonstration teil (v.l.): Kathrin Reeken (Nienberge-Häger), Kathrin Feldkamp (Steinfurt) und Hendrik Meier (Nienberge). Foto: mas

Gerade erst endete die Leidenszeit für viele Pkw-Fahrer, die die B 54 aufgrund von Bauarbeiten mehrere Wochen nicht befahren konnten und über die L 510 ausweichen mussten. Kilometerlange Staus waren die Folge. Seit Freitagabend rollt bekanntlich wieder der Verkehr. Aber: Am Dienstagmorgen stockte es wieder gewaltig. Die Demonstration der Landwirte führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der L 510 von Altenberge in Richtung Nienberge. Über 200 Trecker hatten sich aus dem Kreis Steinfurt bei Hendrik Meier offiziell angemeldet, um im Korso in Münsters Innenstadt zu fahren. Darunter waren viele Bauern aus der Region und aus Altenberge.

Startpunkt war der Hof Stertmann an der L 510, kurz vor Nienberge. Der Pkw-Verkehr wurde gestern Morgen zum Teil bereits am Kreisverkehr an der „Eisscholle“, spätestens jedoch in Waltrup, umgeleitet.

Mitveranstalter Hendrik Meier, der derzeit eine Ausbildung zum staatlich geprüften Agrarbetriebswirt in Wolbeck absolviert, hatte sich spontan mit anderen Landwirten entschieden, eine Demo in Münster auf die Beine zu stellen.

„Die Bauern werden für alles verantwortlich gemacht“, kritisiert Meier. Ob Nitratbelastung oder Insektensterben, stets würden die Landwirte dafür herhalten. Mit dem von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten „Agrar-Paket“ kann sich Hendrik Meier nicht anfreunden. Die Nitratbelastungen ist „auch ein Problem der Kläranlagen“, sagt Hendrik Meier im WN-Gespräch. Der Einsatz von weniger Pflanzenschutzmittel bedeute auch einen geringeren Ertrag, da weniger geerntet werden könne. Die Folge: Auch der Tierbestand müsse reduziert werden. Die Konsequenz: „Dann sind viele Landwirte in ihrer Existenz bedroht“, so Hendrik Meier abschließend.

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7015981?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Nachrichten-Ticker