Bahnhofshügel: UWG nimmt Stellung
Hoffen auf zukunftsfähiges Konzept

Altenberge -

Die UWG hofft auf „kritische und konstruktive Anregungen“, wenn es um die Bebauung des Bahnhofshügels geht. Und zwar insbesondere von Altenbergern, die an der Bürgerversammlung teilnehmen, die voraussichtlich im Dezember stattfinden soll. Dann werden drei Pläne für die Bebauung des Areals präsentiert. Die UWG hatte sich gegen das Eckpunktepapier der CDU ausgesprochen.

Dienstag, 22.10.2019, 19:00 Uhr
Voraussichtlich im Dezember findet eine Bürgerversammlung statt, in der drei Entwürfe zur Bebauung des Bahnhofshügels vorgestellt werden sollen.
Voraussichtlich im Dezember findet eine Bürgerversammlung statt, in der drei Entwürfe zur Bebauung des Bahnhofshügels vorgestellt werden sollen. Foto: mas

Mit den Eckpunkten, die die Planer für die Entwicklung des Baugebietes am Bahnhofshügel mit auf den Weg bekommen haben, ist die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) nicht zufrieden. Bekanntlich hatte sich die CDU mit ihrem Vorschlag gegen alle anderen Fraktionen im Rat durchgesetzt. Das heißt: 60 bis 80 Prozent der Fläche sollen für die Bebauung mit Einfamilien/Doppel- oder Reihenhäusern vorgehalten werden. Für den Geschoss- und Mietwohnungsbau sind maximal 30 Prozent eingeplant.

Grünanteil

„Dem CDU-Konzept konnten wir nicht zustimmen, weil der Grünanteil mit fünf bis zehn Prozent viel zu niedrig ist und weil unklar bleibt, ob auch frei finanzierter Wohnraum geschaffen werden soll“, so die beiden UWG-Ratsmitglieder Helma Reer und Peter Nemitz . „Wir sind für den weitestgehenden Erhalt der vorhandenen Gehölzstruktur und für eine begrünte Sichtachse. Außerdem sollen die Mehrfamilienhäuser mit zehn Meter Firsthöhe ansprechend in eine grüne Umgebung eingepasst werden, um ein attraktives Wohnen zu ermöglichen und den Klimaschutzgedanken umzusetzen.“

Bezahlbarer Wohnraum

Die UWG hatte folgende Eckpunkte vorgeschlagen, die allerdings keine Mehrheit fanden: zehn Prozent der Fläche für die sozialen Einrichtungen der Kirche; zehn Prozent für Wege- und Verkehrsflächen; 20 Prozent für Mehrfamilienhäuser (bezahlbarer und frei finanzierter Wohnraum); 20 Prozent für Grünflächen, Spielplätze; 40 Prozent für Einfamilien-/Doppelhäuser bei entsprechender Grundstücksgröße von 400 bis 600 Quadratmetern.

Anregungen

Die UWG setze auf ein zukunftsweisendes Wohnbaukonzept mit einer guten Mischung aus Einfamilien- und Doppelhäusern sowie neuen Wohnformen wie Mehrgenerationshäuser beziehungsweise Wohnungen, so Reer und Nemitz. Zudem werde die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und auch von frei finanzierten Wohnungen (Eigentumswohnungen) in Mehrfamilienhäusern von der UWG unterstützt.

Wohnraum für Beschäftigte in den neuen Gewerbegebieten sei genauso erforderlich wie auch die Wohnung für Altenberger Bürger, die ihr Haus aufgeben wollen, um in ein komfortables Zuhause mit Fahrstuhl und wenig Gartenarbeit umzuziehen, sagen die beiden UWG-Politiker. Dabei kann es oft auch eine Wohnung ohne Berechtigungsschein sein.

Bereits jetzt blickt die UWG auf den noch zu erstellenden Bebauungsplan. Es dürften keine Gartenflächen mit Platten, Beton oder Schotter verdichtet werden, meinen Reer und Nemitz.

Im Dezember sollen voraussichtlich in einer Bürgerversammlung drei Pläne für den Bahnhofshügel vorgestellt werden. Die beiden UWG-Ratsmitglieder abschließend: „Wir hoffen auf eine rege Beteiligung und auf kritische und konstruktive Anregungen für ein zukunftsfähiges Konzept zur Schaffung eines attraktiven Wohngebietes unter Berücksichtigung der ökologischen und der Klimaschutz-Herausforderungen.“

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