„Der Kleine Prinz“
„Man sieht nur mit dem Herzen gut“

Altenberge -

Der kleine Prinz öffnet die Augen und das Herz: Einen besonderen Abend erlebten die Gäste in der Kulturwerkstatt, als dort Christoph Tiemann, Markus von Hagen und Margarita Lebedkina den „Kleinen Prinzen“ interpretierten.

Sonntag, 10.11.2019, 12:10 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 15:17 Uhr
Markus von Hagen, Christoph Tiemannn und Margarita Lebedkina widmeten sich der Erzählung „Der kleine Prinz“.
Markus von Hagen, Christoph Tiemannn und Margarita Lebedkina widmeten sich der Erzählung „Der kleine Prinz“. Foto: ter

Die Welt der Erwachsenen und die der Kinder unterscheidet sich doch schon recht gewaltig. Das macht besonders die Erzählung „Der kleine Prinz“ des Autors Antoine de Saint-Exupéry deutlich. Am Freitagabend hatten Kulturring und Kulturwerkstatt Altenberge zu einer Lesung mit Musik in die Kulturwerkstatt eingeladen. Christoph Tiemann und das „Theater ex libris“ präsentierten das neue Arrangement des Live-Hörspiels „Der Kleine Prinz“. Die Musik kam von Margarita Lebedkina am E-Piano. Eine Dia-Show mit Zeichnungen aus dem Buch komplettierte das Erlebnis. Die Veranstaltung war komplett ausverkauft.

Auch, wer die Geschichte noch nicht gelesen haben sollte, kennt mit Sicherheit den Spruch „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar“. Das sagt der Fuchs, den der kleine Prinz auf der Erde trifft, zu diesem. Es ist wohl das berühmteste Zitat Saint-Exupérys. Was macht die Verständigung zwischen Kind und Erwachsenem so schwierig? Wer sieht schon in dem unförmigen braunen Gebilde, das der Erzähler in Kindertagen gezeichnet hat, eine Schlange, die einen Elefanten verschluckt hat? Die Erwachsenen jedenfalls nicht. Die erkennen höchstens einen Hut. „Ständig muss man ihnen alles erklären. Das ist so anstrengend“, meint das Kind und zeichnet die Schlange von innen.

Da man ihm sagt, es solle nicht zeichnen, sondern was Vernünftiges machen, passt das Kind sich an und wird ein Flieger, der Geografie studiert hat. Bei einer Bruchlandung in der Sahara trifft der Erwachsene den kleinen Prinzen, der plötzlich da ist und ihm so viele Fragen stellt, aber nie welche beantwortet.

Christoph Tiemann und Markus von Hagen schaffen es locker, das Publikum mitzunehmen auf die verschiedenen winzigen Planeten und die Erde, die der kleine Prinz besucht. Die beiden Sprecher lassen ihre Zuhörer mit dem Prinzen Glück und Verzweiflung spüren. Musik und Zeichnungen verstärkten das Erlebnis noch. Mit begeistertem Applaus bedankte sich das Publikum für den äußerst gelungenen Abend.

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