Grundschule
„Entscheidungen müssen neu getroffen werden“

Altenberge -

Die Schulpflegschaften der Borndal- und Johannes-Grundschule sind mit den bislang vorgestellten Plänen zur Neugestaltung der Schullandschaft nicht zufrieden. Sie bewerten die bislang präsentierten Ergebnisse „äußerst kritisch“ und fordern ein Schulzentrum mit zwei Schulen.

Montag, 18.11.2019, 15:22 Uhr
 In die Ludgeri-Hauptschule soll die künftige gemeinsame Grundschule einziehen.
 In die Ludgeri-Hauptschule soll die künftige gemeinsame Grundschule einziehen. Foto: mas

Die Schulpflegeschaften der Borndal- und Johannes-Grundschule melden sich zur aktuellen Schulplanung zu Wort. Tenor: Mit der geführten Diskussion sind sie in weiten Teilen nicht zufrieden.

Der Schulentwicklungsprozess zur Zusammenlegung der Johannesschule und der Borndalschule wurde im März mit dem Start-Workshop zur Neugestaltung der Schullandschaft begonnen. Im Oktober folgte dann ein Workshop. Daran nahmen Lehrer, Schulleitungen, Elternvertreter, OGS-Mitarbeiter und Vertreter der Gemeindeverwaltung unter der Leitung des Architekturbüros Farwick & Grote teil. Im Vorfeld hatten die Lehrer beider Schulen in gemeinsamen Arbeitsgruppen verschiedene Grundlagen erarbeitet. Eine Projektwoche zur „Traumschule“ wurde an beiden Schulen durchgeführt. „So wurden auch unsere Kinder in diesen Prozess integriert“, heißt es in der Pressemitteilung der Schulpflegschaften. Der große Workshop konnte an diesen Ergebnissen weiterarbeiten.

Luftschlösser

Am 28. Oktober wurde das Gesamtergebnis der Lenkungsgruppe vorgestellt. „Kritisch anzumerken ist, dass die Lenkungsgruppe keine Lenkungsfunktion innehat, sondern lediglich eine Beratungsgruppe ist“, heißt es in der Pressenotiz weiter. Die eigentliche Steuerung des Prozesses und somit die Lenkung werde von der Verwaltung vorgegeben.

Begleitet wird der Prozess der Phase 0 durch das Architekturbüro Farwick & Grote und durch Schulentwickler vom Kompetenzteam des Landes NRW. Die hohe Qualität der Arbeit des Architekturbüros wird derweil gelobt. Die Phase 0 ist eine „Vorphase“ des eigentlichen Planungsprozesses. „Hier werden Luftschlösser gebaut“, so die Pressemitteilung weiter. Aber auf dieser Grundlage planen die Architekten dann die Umsetzung in der vorhandenen Gebäudestruktur. Hier werde es viele Kompromisse geben müssen. Bislang sehen die Planungen für das neue Schulkonstrukt so aus: Es sollen jahrgangsbezogene Schülerhäuser mit sechs Klassenzimmern, Differenzierungsräume, Lehrerarbeitsbereich, Kunst- und Bastelraum pro Jahrgang entstehen. Somit soll es für jeden Jahrgang ein Schülerhaus geben.

Zwei Schulen

Zentral gelegen gibt es dann den Verwaltungstrakt mit Lehrerzimmer und weiteren Büroräumen, Forum mit Bühne und Musikräumen. Die offene Ganztagsschule bekommt eigene Räume mit viel Platz.

„Wir betrachten die Ergebnisse äußerst kritisch“, so die Schulpflegeschaften weiter. „Letztlich werden jetzt vier Schulen unter einem Dach geplant“, so die Pressemitteilung. „Wäre nicht ein Schulzentrum mit zwei Schulen, einer gemeinsamen OGS und gemeinsamen Fachräumen die bessere Lösung für Altenberge?“

Ein Großteil der erarbeiteten Forderungen könnte dabei erfüllt werden. „Die bisherigen Arbeitsergebnisse können beide Schulen voranbringen und sind in jedem Falle sinnvoll nutzbar“, heißt es in dem Schreiben der Schulpflegeschaften. Diese Diskussion müsse zusammen mit der Politik geführt werden. „Die Entscheidungen müssen unter Einbezug der pädagogischen Gesichtspunkte neu getroffen werden“, meinen die beiden Altenberger Schulpflegeschaften.

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