Grundschul-Zusammenlegung Thema im Ausschuss
Kinder sollen sich wohl fühlen

Altenberge -

Die künftige gemeinsame Grundschule nimmt weiter Konturen an. Über den Stand der aktuellen Diskussion informierte Architekt Heiner Farwick. Läuft alles nach Plan, sollen im Frühjahr 2020 erste Vorentwürfe vorgestellt werden. Bis dahin müssen aber noch zahlreiche Details des künftigen Schulkonzeptes erarbeitet werden.

Dienstag, 19.11.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 20.11.2019, 14:06 Uhr
Die Ludgeri-Hauptschule muss umgebaut werden, um dort künftig Grundschüler zu unterrichten. Derzeit stehen noch die Planungen im Mittelpunkt.
Die Ludgeri-Hauptschule muss umgebaut werden, um dort künftig Grundschüler zu unterrichten. Derzeit stehen noch die Planungen im Mittelpunkt. Foto: mas

Es ist ohne Frage eine große Herausforderung, aus zwei gut funktionierenden Grundschulen eine komplett neue, gemeinsame zu kreieren. Doch alle am Prozess Beteiligten sind optimistisch, eine Bildungseinrichtung auf die Beine zu stellen, damit künftige Grundschüler-Generationen auf optimale Bedingungen treffen. „Schülerhäuser sind ein gutes Modell“, sagte beispielsweise Hauke Rosenow , Rektor der Johannes-Grundschule, in der jüngsten Sitzung des Schul-, Sozial-, Sport- und Kulturausschusses. Er beurteilte den Stand der Planungen so: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Bürgermeister

Und welche Punkte auf diesem Weg bereits besprochen wurden, darüber informierte am Montagabend Heiner Farwick vom Architekturbüro Farwick und Grote aus Ahaus. Die Schülerhäuser sollen kleine Einheiten bilden – neben dem Klassenraum gehören dazu weitere Räume, die unter anderem für Differenzierungsangebote, als Rückzugsorte für Lehrer und für Besprechungen genutzt werden können.

Weitere große Einheiten sind beispielsweise der Mehrzweck- (Musik/Kunst/Lager), der Ganztags- und der Verwaltungsbereich.

Offener Ganztag

Ein ganz wichtiger Punkt: Der offene Ganztag und damit verbunden die Frage des Mittagessens. „Es sollte differenzierte Essensbereiche geben“, sagte Farwick und schob damit einer großen Mensa für 400 Schüler einen Riegel vor. Er warb dafür, „in kleinen Gruppen zu essen“. Es gehe nicht „um die schnelle Versorgung“, so Farwick. „Die Kinder sollen sich wohl fühlen.“

Wie genau künftig das Thema Mittagessen geregelt wird, steht noch nicht fest. Zunächst müssen die konkrete Raumplanung und das Konzept des Offenen Ganztags vorliegen.

Für Hauke Rosenow sind die OGS und das Thema Mittagessen zwei zentrale Themen. Immerhin soll die Schule so geplant werden, dass 90 Prozent der Schüler die OGS in Anspruch nehmen können. Bislang nutzen 70 bis 75 Prozent der Altenberger Grundschüler Angebote des Offenen Ganztags.

Mittagessen

Es sei bei der Planung zu bedenken, so Rosenow, dass sich künftig etwa 400 Kinder acht bis neun Stunden in der Schule aufhalten.

Auch Ulrike Zeljko, kommissarische Leiterin der Borndalschule, wünscht sich mehrere kleine Essensräume, sodass die Mittagessenszeiten flexibel gestaltet werden können. Dabei sind noch viele Fragen zu klären – von der Zusammenarbeit zwischen OGS und Schule bis zur Entscheidung, wer das Essen liefert oder ob vielleicht in der Schule selbst gekocht wird, so Hauke Rosenow.

Zu Wort kamen am Montagabend auch Zuhörer der Sitzung. So wollte Christina Matthoff wissen, ob ein „offener Ganztag noch zeitgemäß“ sei. Ausschuss-Vorsitzender Christian Germing stellte klar, „dass kein gebundener Ganztag geplant ist“. „Mit unserem freiwilligen Konzept sind wir gut aufgestellt“, ergänzte Bürgermeister Jochen Paus.

Künftig hat Altenberge eine der größten Grundschulen in NRW – das gefiel einer Zuhörerin überhaupt nicht. „Das ist Teil der Realität“, sagte Paus. Ein Blick in die Grundschule nach Havixbeck reiche, um zu sehen, dass auch eine große Schule (sie hatte bereits einmal sieben Eingangsklassen), gute Arbeit leiste. Paus: „Es ist unter anderem die Kunst, kleine Einheiten zu schaffen.“

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