Dankeschönabend
Köstlichkeiten aus der syrischen Küche

Altenberge -

Zu einem Dankeschönabend hatte das Familienbündnis Ehrenamtliche eingeladen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren.

Freitag, 22.11.2019, 15:48 Uhr
Zu einem Dankeschönabend hatte das Familienbündnis eingeladen. Ehrenamtliche und Geflüchtete aßen gemeinsam. Das Essen wurde von syrischen Familien zubereitet.
Zu einem Dankeschönabend hatte das Familienbündnis eingeladen. Ehrenamtliche und Geflüchtete aßen gemeinsam. Das Essen wurde von syrischen Familien zubereitet. Foto: nix

Mehr als vier Jahre ist es her, seit eine außergewöhnlich große Zahl von Flüchtlingen in Deutschland aufgenommen wurde. Altenberge gehört zu den Städten und Gemeinden, die sich für die Integration von Geflüchteten besonders stark machen. Federführend ist der „Runde Tisch Asyl und Migration“, unter dessen Regie sich viele Helfer engagieren. Am Donnerstagabend erlebten sie zum zweiten Mal in der ehemaligen Ludgeri-Hauptschule einen „Dankeschönabend“ mit vielen leckeren Speisen. Diesmal wurden sie von syrischen Familien angerichtet. Der kleine Ali begrüßte im landestypischen Gewand die Gäste mit einem Tässchen Mokka, denn so ist es in seiner Heimat Brauch.

„Was wir momentan feststellen ist, dass viele der zu uns gekommenen Menschen gern stärkeren Kontakt zu den Einheimischen hätten“, sagt Ulrike Reifig , Vorsitzende des Familienbündnisses und im Orga-Team des Runden Tisches. Sie wünschen sich häufiger Gelegenheiten, bei denen man sich treffen und ins Gespräch kommen kann. „Beim Café International beispielsweise haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich dort vornehmlich Migrantenfamilien zusammenfinden, die Altenberger jedoch eher außen vor bleiben.“ Worin genau die Berührungsängste begründet liegen, kann sich die Familienbündnis-Vorsitzende nicht erklären. „Sprachbarrieren sind schon merklich abgebaut“, betont sie. Zahlreiche Migranten beherrschen das Deutsche bereits recht gut.

Am Donnerstag war von Berührungsängsten nichts zu spüren. Helfer aus der Kleiderkammer, der Fahrradwerkstatt, dem Café International, ehrenamtliche Sprachlehrer, die Netzwerkpartner aus Kulturwerkstatt, KOT-Heim, von „Lernen Fördern“ und der Caritas trafen sich bei tollem Essen zum regen Austausch. „Die Paten, die bei der Vermittlung von Sprachkompetenz, Behördengängen, dem Ausfüllen von Formularen, bei der Berufsfindung und anderen wichtigen Dingen helfen, machen seit Jahren einen sehr guten Job“, sagt Ulrike Reifig im Gespräch mit unserer Zeitung. Wie intensiv sie sich einbringen können und möchten, bleibt ihnen selbst überlassen. Manche haben bei Migrantenfamilien sogar eine Art „Großelternfunktion“ übernommen. „Es gibt allerdings schon noch Familien, vor allem Frauen mit Kindern, bei denen wir gerne weitere Paten andocken würden“, hebt die Vorsitzende des Altenberger Familienbündnisses abschließend hervor. Insgesamt leben heute rund 250 Geflüchtete in Altenberge.

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