Bahnhofshügel
Mit „Weitblick“ entworfen

Altenberge -

Drei Planungsbüros aus Ahaus, Osnabrück und Steinfurt stellten im gemeinsam tagenden Bau- und Planungsausschuss sowie Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss (UEVA) ihre städtebaulichen Vorentwürfe für das Areal „Bahnhofshügel“ vor.

Dienstag, 26.11.2019, 17:34 Uhr
Der Bahnhofshügel soll das neue Wohnquartier in Altenberge werden. Im gemeinsam tagenden Bau- und Planungsausschuss sowie Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss wurden drei Vorentwürfe von drei Planungsbüros vorgestellt.
Der Bahnhofshügel soll das neue Wohnquartier in Altenberge werden. Im gemeinsam tagenden Bau- und Planungsausschuss sowie Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss wurden drei Vorentwürfe von drei Planungsbüros vorgestellt.

Die Gemeinde im Speckgürtel der Domstadt Münster wächst und wächst. Wohnraum ist knapp und neue Wohngebiete in der Peripherie sind aufgrund des demografischen Wandels nicht mehr so beliebt. Wie gut, dass es in Altenberge noch eine rund 13,2 Hektar (132 000 Quadratmeter) große nahezu unbebaute Fläche in einer 1a-Lage gibt: den Bahnhofshügel.

Am Montagabend stellten drei Planungsbüros im gemeinsam tagenden Bau- und Planungsausschuss sowie Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss (UEVA) ihre städtebaulichen Vorentwürfe vor. Jedes Planungsbüro hatte eine halbe Stunde Zeit, seine Konzepte genauer zu erläutern.

Die Planergemeinschaft Bühning und Brandt aus Steinfurt stellte als erstes ihre Ideen vor. „Wir empfehlen eine Realisierung in sieben Bauabschnitten“, erklärte Architektin Heike Bühning. Das Gelände mit einem Höhenunterschied von 35 Metern soll nach ihren Vorstellungen mit Einfamilien-, Doppel-, Reihen- und Mehrgenerationenhäusern bebaut werden. Entlang der Bahnhofstraße stellte sich die Planergemeinschaft Sozialwohnungen vor. Ein Platz der Begegnung und ein Kinderspielplatz sollten im Zentrum des Quartiers entstehen. Auf 128 Bauplätzen könnten dann insgesamt 403 Wohneinheiten realisiert werden.

Anschließend war das Büro Farwick und Grote aus Ahaus an der Reihe. Das nannte das Areal aufgrund der Aussicht „Quartier Weitblick“. Dort soll der schon bestehende Grünzug mitten durch das Gebiet verlaufen.

„Wir haben die Erschließungsstraßen den Höhenlinien angepasst“, schilderte Heiner Farwick. 70 Prozent werden als Wohnbauflächen entwickelt. Neben Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern stellt sich der Stadtplaner Gartenwohnhäuser in Form von Bungalows im Südosten des Bahnhofhügels vor. Entlang der Bahnhofstraße sollen mehrgeschossige Wohnhöfe entstehen. Großen Wert legte das Büro aufgrund der Biodiversität auf viele Grünflächen und extensiv begrünte Flachdächer. Heiner Farwick: „Das Areal soll nach unserer Überzeugung in vier Bauabschnitten umgesetzt werden.“

Ebenfalls vier Bauabschnitte stellte sich zum Abschluss der fast zweistündigen Vorstellung das Planungsbüro Hahm aus Osnabrück vor, dessen Diplom-Ingenieur Norbert Reimann bereits seit 25 Jahren für Altenberge als Planer tätig ist. Unterstützt wurde Reimann durch den Berliner Landschaftsarchitekten Matthias Franke. Beide präsentierten als einziges Büro Tiefgaragen unter den mehrgeschossigen Wohnhäusern als Alternative zu oberirdischen Pkw-Stellplätzen. Auch sie passten die Erschließungsstraßen den Höhenlinien an.

Beide Ausschüsse votierten einstimmig für eine weitere Beratung in den Fraktio-nen und für eine öffentliche Bürgerversammlung, die am 13. Januar 2020 (Montag) durchgeführt wird.

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