Tolle Landjugend-Premiere von „Nix äs Ärger vör de Wahl“
Der Bürgermeister hat es nicht leicht

Altenberge -

Die Zuschauer müsierten sich köstlich über das plattdeutsche Stück „Nix äs Ärger vör de Wahl“ im Saal Bornemann. Dort feierte der turbulente Drei-Akter Premiere.

Montag, 02.12.2019, 14:52 Uhr aktualisiert: 02.12.2019, 15:14 Uhr
Turbulent geht es im Zimmer des Bürgermeisters Wilhelm Haberkorn zu. Bei der Premiere im Saal Bornemann sparten die Zuschauer nicht mit Applaus.
Turbulent geht es im Zimmer des Bürgermeisters Wilhelm Haberkorn zu. Bei der Premiere im Saal Bornemann sparten die Zuschauer nicht mit Applaus. Foto: Nix

„Vull Plaseer bie de Kummelje“, viel Vergnügen bei der Komödie, wünschte die Laienspielschar der KLJB Altenberge seinem Publikum am Samstagnachmittag. Das ließen sich die Senioren nicht zweimal sagen und amüsierten sich köstlich über das plattdeutsche Stück „Nix äs Ärger vör de Wahl“ im Saal Bornemann. Die Premiere fand in einer Vorstellung für die älteren Mitbürger statt, das Jugendrotkreuz sorgte für Kaffee und Kuchen.

Turbulente Szenen

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Die Zuschauer erlebten eine Geschichte nach der Vorlage von Wilfried Reinehr und Heino Buerhoop, wie sie das Leben hätte schreiben können. Regie führte Friedhelm Greiwe, der mit den Darstellern aus den Reihen der Landjugend eine turbulente Komödie inszenierte. Die Handlung des mundartlichen Lustspiels in drei Akten wurde in das Hügeldorf verlegt.

Eine erfundene Geschichte, die sich überall abgespielt haben könnte. Das Wappen Altenberges hing über der Eingangstür zum Büro des Bürgermeisters Wilhelm Haberkorn . Bernhard Westarp verkörperte ihn und bewältigte mit Bravour eine Doppelrolle. Die des aufrechten ersten Mannes der Gemeinde und die seines Doppelgängers Wilhelm Lampe . Nette kleine Anspielung auf die Amtsstube des ehemaligen Laerer Bürgermeisters: Eine Modelleisenbahn kreist auf dem Schreibtisch. Ein wenig Lokalkolorit ist nie verkehrt.

Haberkorn ist seiner Position müde und möchte eigentlich nicht wieder kandidieren. Seine Frau Elise, resolut dargestellt von Louise Stiegekötter, ist da aber ganz anderer Ansicht. Sie möchte auf ihre Stellung als „Frau Bürgermeister“ auf keinen Fall verzichten. Und dann ist da noch die liebe Tochter Karin, von Wiebke Eierhoff auf die Bühne gebracht, die Thomas Tölpel liebt. Dieser wird gemimt von Robin Veelker, der glaubhaft den freundlichen und immer fairen Sohn von Haberkorns politischem Widersacher Johannes Tölpel, darstellt, von Tobias Löhring, gespielt.

Das wahre Problem ist allerdings ein Komplott, in den Gegenkandidat Tölpel und Möhlmann, ein skrupelloser Bauunternehmer, der Haberkorns Wiederwahl verhindern möchte, verstrickt sind. Möhlmann wird als undurchsichtiger Fädenzieher akzentuiert von Daniel Kumpmann dargestellt. Auch Klara Tölpel, alias Lisanne Wiesker, steht auf der Seite ihres Vaters Johannes. Spannend wird es, als die Widersacher die Entführung Haberkorns inszenieren und den Obdachlosen Lampe an seine Stelle setzen. Mit diesem gewieften Schachzug wollen sie den Ruf des echten Bürgermeisters ruinieren. Wie soll das bloß ausgehen?

In weiteren Rollen glänzen Martin Veelker als Ratsdiener Emil Flachmann, Katharina Hovestadt als schwerhörige Sekretärin Amanda Nagel und Renate Herding-Tetzner als nörgelnde und neugierige Bürgerin Martha Mager im Heidi-Kabel-Format. Auch die Mitglieder der Masken-, Kulissen-, Aufbau- und Technikteams leisteten ganze Arbeit.

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Weitere Aufführungen gibt es am Sonntag (8. Dezember) um 16 Uhr, am 14. Dezember (Samstag) um 19.30 Uhr, am 15. Dezember (Sonntag) um 16 Uhr, am 21. Dezember (Samstag) um 19.30 Uhr sowie am 22. Dezember (Sonntag) um 16 Uhr. Karten sind im Vorverkauf bei „Martins Schreib & Spiel“ an der Kirchstraße sowie an der Tageskasse erhältlich. Der Eintritt kostet sechs Euro.

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