Bahnhofshügel: SPD ist mit den Plänen unzufrieden
„Erhalt der Fläche ist Klimaschutz“

Altenberge -

Mit den nun vorgestellten Entwürfen zur Bebauung des „Grünen Fingers“ kann sich die SPD nicht anfreunden. Die Altenberger SPD will einen „anderen Weg gehen“, so die SPD.

Donnerstag, 05.12.2019, 18:00 Uhr
Ginge es nach den Vorstellungen der SPD, sollten 60 Prozent des Areals am Bahnhofshügels als Grünfläche erhalten bleiben. Damit können sich die Sozialdemokraten allerdings nicht durchsetzen.
Ginge es nach den Vorstellungen der SPD, sollten 60 Prozent des Areals am Bahnhofshügels als Grünfläche erhalten bleiben. Damit können sich die Sozialdemokraten allerdings nicht durchsetzen. Foto: mas

Mit den nun vorgestellten Entwürfen zur Bebauung des „Grünen Fingers“ kann sich die SPD nicht anfreunden. „Die Altenberger SPD will einen vollkommen anderen Weg gehen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten.

„Wir wollen 60 Prozent der Gesamtfläche des Grünen Fingers als Grünfläche erhalten. Damit stärken wir die Lebensqualität und sichern ein wohnortnahes Naherholungsgebiet für Freizeit, Spiel und Sport für Familien, Kinder und ältere Menschen“, so der SPD-Vorsitzende Ronald Baumann . „Wir erhalten wohnortnahe Grünstrukturen und wirken damit unserem sehr hohen Flächenverbrauch entgegen. Der Erhalt dieser Fläche ist Klimaschutz pur und setzt den klimatischen Veränderungen etwas entgegen. Unsere Kinder werden es uns eines Tages danken.“

Geschosswohnungsbau

30 Prozent der Fläche möchte die SPD für den Geschosswohnungsbau nutzen. „Das sind wir den Menschen schuldig, die in den letzten Baugebieten gar nicht berücksichtigt wurden und leer ausgingen, weil sie sich ein Einfamilien- oder Reihenhaus nicht leisten können“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrike Reifig. Dieser ausschließlich bezahlbare und soziale Wohnungsbau soll parallel der Bahnhofstraße für Familien, ältere Menschen oder Alleinerziehende entstehen. „Denn dass der Altenberger Wohnungsmarkt vor allem in dem Segment ,bezahlbar´ leer gefegt ist, wissen wir doch alle“, meint Reifig. „Die Folge ist, dass Menschen, die nur kleine Mieten zahlen können, aus Altenberge vertrieben werden und in Nachbarorte ausweichen müssen, weil sie sich Altenberge nicht mehr leisten können.“

Alternativen

Die SPD verfolge den Vorschlag, alternative Wohnformen zu fördern. Nach dem Motto „Zusammen ist man weniger allein“ können Initiativen, Interessierte oder Baugemeinschaften gemeinsam Wohnformen entwickeln. Diese können generationenübergreifend, für ältere Menschen, Familien mit Kindern, Singles oder Alleinerziehende sein, die gemeinsam Wohnprojekte realisieren wollen. Diese Projekte können als Mietmodell, Eigentumsmodell oder als genossenschaftliches Modell realisiert werden, so die Vorstellung der SPD.

Neue Wohnprojekte

„Ausdrücklich freuen wir uns darüber, dass der Caritasverband eine neue, zusätzliche Pflegeeinrichtung und gemischte Wohnformen bauen will“, schreiben die SPD-Politiker. „Dies wird auf den Flächen unterhalb der Trauerhalle realisiert und ist bitter nötig. Wichtig ist uns dabei, dass der Ausblick in den Teutoburger Wald, vor allem aus der Trauerhalle heraus erhalten bleibt.“

Mehr Einfluss nehmen möchte die SPD auf die innerörtliche Entwicklung. Es sollten neue ortsnahe Wohnquartiere entwickelt werden, die auch ein nachbarschaftliches und soziales Leben besser ermöglichen.

Kritisiert wird unter anderem, dass jede freiwerdende innerörtliche Fläche oder jedes zum Verkauf stehende Haus im Moment von Investoren aufgekauft werde. „Geht diese Entwicklung so weiter, werden wir Altenberge in einigen Jahren nicht wiedererkennen“, ist die Fraktionsvorsitzende Reifig überzeugt.

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