CDU bestimmt Kandidaten für die Bürgermeisterwahl
Sebastian Nebel setzt sich durch

Altenberge -

Sebastian Nebel tritt im kommenden Jahr für die CDU als Bürgermeisterkandidat an. Während der Mitgliederversammlung wurde der 36-Jährige mit großer Mehrheit gewählt. Er setzte sich gegen Guido Roters durch. Nebel arbeitet seit sieben Jahren in der Altenberger Gemeindeverwaltung.

Freitag, 13.12.2019, 16:44 Uhr
Bürgermeister Jochen Paus (l.) tritt im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl an. Die CDU wählte Sebastian Nebel (2.v.l.) als Bürgermeisterkandidaten, der sich gegen Guido Roters (2.v.r.) durchsetzte. Der CDU-Vorsitzende Markus Tönsgerlemann leitete die Versammlung.
Bürgermeister Jochen Paus (l.) tritt im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl an. Die CDU wählte Sebastian Nebel (2.v.l.) als Bürgermeisterkandidaten, der sich gegen Guido Roters (2.v.r.) durchsetzte. Der CDU-Vorsitzende Markus Tönsgerlemann leitete die Versammlung. Foto: mas

„Jetzt gehen wir mit dir in den Wahlkampf. Das ist ein eindeutiges Ergebnis“, stellte Markus Tönsgerlemann, Vorsitzender der Altenberger CDU , am Donnerstagabend fest. Kurz zuvor hatte er das Ergebnis der Bürgermeister-Kandidatenwahl verkündet: Auf Sebastian Nebel fielen 53, auf Guido Roters 29 Stimmen (plus eine Enthaltung). „Ich werde das Beste für Altenberge geben“, versprach Nebel kurz nach seinem Erfolg.

Die Entscheidung

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Der Applaus der 83 CDU-Mitglieder, die den Weg ins Hotel Stüer gefunden hatten, war Nebel sicher. Bevor es zur Abstimmung kam, hatten beide Bewerber Gelegenheit, sich den Parteimitgliedern vorzustellen. Den Auftakt machte Nebel, der im Rathaus die „Abteilung Wirtschaftsförderung und Ortsmarketing“ verantwortet. Für ihn sei es eine „große Ehre als Nicht-Altenberger Poahlbürger hier zu stehen“. Seit sieben Jahren lebt und arbeitet der 36-jährige Nebel im Hügeldorf. „Ein liebens- und lebenswerter Ort“, so der Bürgermeisterkandidat. Altenberge sei nicht nur „schön, sondern auch ein wirtschaftlich starker Standort“. Die Themen, die in Zukunft angepackt werden, seien lang – sie reichen von der Ortskernumgestaltung bis zur Bebauung des Bahnhofhügels. Und spätestens beim zuletzt genannten Thema schaltete der 36-Jährige schon mal in den Wahlkampfmodus: „Wir benötigen bezahlbaren und hochwertigen Wohnraum.“ Ohne die SPD direkt anzusprechen, meinte Nebel: „Ich brauche keine urbane Lunge.“ Rund um Altenberge gebe es eine „Grünzone“ – und die ist in wenigen Minuten erreichbar, betonte Nebel.

Der ÖPNV und die Digitalisierung – das sind für Sebastian Nebel zwei zentrale Bereiche, mit denen sich die Verwaltung künftig intensiv auseinandersetzen müsse.

Guido Roters, seit einem Jahr Fachdienstleiter Grundstücks- und Geodaten-Management der Stadt Greven, hob in seiner Bewerbungsrede unter anderem auf die Partei ab. Altenberge benötige einen „starken Bürgermeister“, getragen von den Christdemokraten. Sein Motto: „Das ,Wir´ gewinnt. Wir sind die CDU in Altenberge.“ Zudem erinnerte er an die „vielen guten Angebote, die es schon gibt“. Von den Kitas über den Sportverein bis zur Kulturwerkstatt.

Des Weiteren ging Roters auf die Verkehrssituation ein. „Der Takt zwischen Bus und Bahn muss noch besser werden“, sagte Guido Roters, der auch Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Altenberge ist. Außerdem befürwortet er einen möglichen vierspurigen Ausbau der B 54.

Roters sprach sich zudem dafür aus, den Offenen Ganztag „noch flexibler“ zu gestalten. Es müsse möglich sein, sein Kind auch nur an zwei Tagen betreuen zu lassen. „Die Vereine werden es uns danken“, so Roters, der zum Abschluss seiner Rede wieder auf die CDU einging. „Wir sind die Mitte der Gesellschaft. Das können wir gar nicht oft genug sagen.“

Seit Donnerstagabend ist der Wahlkampf im Hügeldorf offiziell eröffnet. Schließlich wird es nach langer Zeit im September 2020 nach derzeitigem Stand zwei Kandidaten geben, die für den Chefsessel im Altenberger Rathaus kandidieren. Bei der vergangenen Wahl traf der derzeitige Amtsinhaber Jochen Paus auf keinen Gegenkandidaten. Bei den Kommunalwahlen am 13. September 2020 tritt auch Karl Reinke (Bündnis 90/Die Grünen) an, um Bürgermeister zu werden.

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