Offene Weihnacht in Stenings Scheune
Etwas zurückgeben

Altenberge -

Premiere gelungen: Erstmals hatte der Heimatverein zur offenen Weihnacht in Stenings Scheune eingeladen.

Donnerstag, 26.12.2019, 16:00 Uhr
Auch Bürgermeister Jochen Paus (r.) und Pfarrer Rogers nahmen an der offenen Weihnacht teil. Eine Gesangsgruppe des Heimatvereins sorgt für weihnachtliche Klänge.
Auch Bürgermeister Jochen Paus (r.) und Pfarrer Rogers nahmen an der offenen Weihnacht teil. Eine Gesangsgruppe des Heimatvereins sorgt für weihnachtliche Klänge. Foto: dk

Es bedürfte schon einer ganzen Reihe schmückender Attribute, den „Weihnachtstag“ des Altenberger Heimatvereins auch nur annähernd gebührend würdigen zu wollen. Doch um der gewünschten Anonymität vieler Besucher gerecht zu bleiben, nur soviel: Die offene Weihnacht war wunderbar. Oder, um Pfarrer Rogers´ Worte aufzugreifen: „Dem Orga-Team des Heimatvereins um Franz Müllenbeck und Werner Witte gebührt großer Dank. Ihr habt eine Idee verfolgt. Seid ein Risiko eingegangen. Und habt, wie bei allen Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres, heute ein weiteres Glanzlicht gesetzt. Danke für alles!“.

Sängergruppe

„Als Dank war dieser Heiligabend in Stenings Scheune auch gedacht“, griff Vorsitzender Franz Müllenbeck als Sprecher der vielen freiwilligen Helfer aus der Altenberger Bevölkerung das priesterliche Lob auf. „Dem Heimatverein ist in diesem Jahr von allen Seiten soviel Erfolg zugeflogen, dass wir hier und heute etwas davon zurückgeben wollen.“

Glanzlicht

Damit eröffneten sich den Gästen, umgeben von dezent angepasstem Glitzerglanz, ein Heiligabend mit angenehmer Sinnlichkeit und gastronomischen Gaumenfreuden. Eine Sängergruppe mit Klaus Borgmann, Heinz Lepping, Friedhelm Greiwe und Mechthild Schöpker intonierte altbekannte Weisen zu gemeinsamem Singen. Was sich bei „Leise rieselt der Schnee“ auf Platt dann so anhörte: „Buten föllt sachte de Schnee. Tofruor‘n is auck dän See. Nu mak dien Hiärte ganz fie: „Christus kümp baol auk to di!“

Galamenü

Pfarrer Rogers glänzte mit einer köstlich erfrischenden Weihnachtsgeschichte aus der ungewöhnlichen Sicht eines notorischen Langfingers. Der dann, vor der Krippe, zum reuigen Sünder resozialisierte. Wobei der Begriff „köstlich“ später ohne Einschränkung dem Galamenü aus dem Hause Bornemann zugeordnet werden musste. Denn mit Zwiebelfleisch, dem westfälischen Nationalgericht halt, hätte sich die Küche der Ratsstube am Heiligen Abend glatt einen Stern verdient gehabt. Ein weiterer Stern gebührte Francois Szivos. Der Altenberger Weinhändler und vielfach prämiierte Sommelier hatte seinen Heimatfreunden aus Anlass der offenen Weihnacht 40 Flaschen edelster „Kellergewächse“ geschenkt.

Tolles Ambiente

Überwältigt vom großartigen Ambiente und gefangen von der festlichen Stimmung in Altenberges „Guter Stube“ dankte Bürgermeister Jochen Paus seinem Heimatverein: „In dieser Zeit, wo alle nur noch haben wollen, seid ihr hingegangen und habt uns eine Idee zu einer glänzenden Premiere geliefert. Statt Nehmen, auch mal Geben und Teilen. Dafür gebührt euch ein ganz dickes Kompliment!“ Und dann verkündete er: „Die Gemeinde hat das einstige Wohnhaus von Ulla und Karl-Heinz Sterning gekauft, damit es erhalten bleibt.“ Dazu passte dann das Lied der Gesangsgruppe des Heimatvereins: „Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud. . .!“

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