Der neue Klimaschutzmanager Stefano Rossi hat die Arbeit aufgenommen
Mobilitätsverhalten ändern

Altenberge -

Derzeit verschafft sich Stefano Rossi noch einen Überblick: Schließlich ist der neue Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde erst ist seit wenigen Wochen im Amt. Dabei kann Rossi auf das seit 2105 bestehende Klimaschutzkonzept der Gemeinde zurückgreifen und schauen, was nun umgesetzt werden kann.

Dienstag, 31.12.2019, 06:00 Uhr
Stefano Rossi, der neue Klimaschutzmanager der Gemeinde, forstet besonders intensiv das bereits bestehende Klimaschutzkonzept durch. Derzeit bereitet er für Anfang des nächsten Jahres eine Thermografieaktion vor.
Stefano Rossi, der neue Klimaschutzmanager der Gemeinde, forstet besonders intensiv das bereits bestehende Klimaschutzkonzept durch. Derzeit bereitet er für Anfang des nächsten Jahres eine Thermografieaktion vor. Foto: mas

Er ist in der Nähe von Mailand aufgewachsen und zur Schule gegangen. Anschließend ging er mit 19 Jahren nach Deutschland, um an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Human-Geografie zu studieren. Von dort zog es ihn wieder Richtung Süden, zwar nicht bis nach Italien, sondern nach Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg. Doch nun ist er, Stefano Rossi , wieder ins Münsterland angekommen: Seit dem 1. Dezember hat der 32-Jährige den Posten des Klimaschutzmanagers der Gemeinde Altenberge übernommen. „Ich freue mich auf die Aufgabe“, sagt Rossi.

Mailand

Mehrere Jahre hatten die politischen Gremien darüber diskutiert, ob Altenberge einen Klimaschutzmanager benötigt – und nachdem auch die CDU grünes Licht gab, konnte das Bewerbungsprozedere in Gang gesetzt werden. Nun sitzt Stefano Rossi gemeinsam in einem Büro mit der Umweltbeauftragten der Gemeinde, Anke Meier, und wälzt seit knapp vier Wochen die Akten. Schwerpunkt ist dabei das von der Gemeinde bereits im Jahr 2015 erarbeitete Klimaschutzkonzept mit 44 Maßnahmen. „Mittlerweile liegen fünf Jahre dazwischen“, sagt Rossi. Deshalb wolle er sich zunächst einen Überblick verschaffen und dann die Umsetzung einiger Aktionen koordinieren.

Dass Stefano Rossi auf diesem Feld bereits Erfahrung verfügt, kann nur hilfreich sein. Seit Januar 2015 hat er in Schwäbisch Hall das Klimaschutz-Management der Stadt mit aufgebaut.

Positiv überrascht hat Rossi das „bereits sehr gut aufgebaute Netzwerk“ in Altenberge. Dies sei unter anderem darin begründet, dass es schon viele Klimaschutzmanager im Kreis Steinfurt gibt, die sich regelmäßig treffen. Rossi: „Klimaschutz ist keine Einzelmaßnahme.“ Es gebe viele Projekte, die nicht an einen Ort gebunden seien. Dazu gehöre auch das weite Feld der Öffentlichkeitsarbeit. Auf der Homepage der Gemeinde müssten viele Informationen bereitgestellt werden, sodass sich die Bürger rund um das Thema Klimaschutz informieren können.

Thermografie-Aktion

Das erste Projekt, das Stefano Rossi Anfang des Jahres in Angriff nimmt, ist eine Thermografie-Aktion. Die Gebäudesanierung ist ein Feld, das der neue Klimaschutzmanager vorantreiben möchte. Hier gebe es viele kleinere Förderprogramme, über die Rossi informieren und Bauherren bei der Umsetzung unterstützen möchte.

Bus und Bahn

Des Weiteren steht das Mobilitätsverhalten von Menschen, die in einem ländlich geprägten Raum leben, auf der Agenda von Rossi: „Wir müssen uns noch mehr auf den Weg zur nachhaltigen Mobilität machen.“ Der Umstieg auf Bus und Bahn sowie auf das Fahrrad müsse so attraktiv wie möglich gestaltet werden. „Die fahrradstarke Region“, wünscht sich der 32-Jährige, „muss noch mehr nach vorne gebracht werden.“

Apropos Fahrrad: Noch fährt Stefano Rossi täglich mit dem Auto von seinem Wohnort Telgte nach Altenberge. Die Verbindungen mit Bus und Bahn seien nicht gerade ideal, um schnell ins Hügeldorf zu gelangen, so Rossi weiter. Sein Ziel sei es langfristig, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen. Denn schließlich gehöre das Radeln neben der Gartenarbeit („Ich baue mein eigenes Gemüse an“) zu seinen Hobbys.

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