Sternsinger in Hansell unterwegs
Pferdekutsche statt Kamele

Altenberge -

Mit Kamelen konnten sie nicht dienen, dafür waren einige Sternsinger in Hansell mit einer Pferdekutsche unterwegs. Die anderen waren zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs, um die teilweise langen Wege zu bewältigen. Mit den gesammelten Spenden sollen Freizeitaktionen im Libanon unterstützt werden.

Sonntag, 05.01.2020, 17:02 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 17:00 Uhr
Ob zu Fuß, mit dem Auto oder der Kutsche (kl. Bild) – die Sternsinger waren am Samstag in Hansell unterwegs und sammelten Spenden für den Libanon, dem die Aktion in diesem Jahr gewidmet ist..
Ob zu Fuß, mit dem Auto oder der Kutsche (kl. Bild) – die Sternsinger waren am Samstag in Hansell unterwegs und sammelten Spenden für den Libanon, dem die Aktion in diesem Jahr gewidmet ist.. Foto: ter

Waren die Heiligen Drei Könige noch auf Kamelen unterwegs gewesen, so durfte eine Gruppe Sternsinger in Hansell am Samstag mit der Kutsche fahren. Da machte das Geld einsammeln bestimmt doppelt Spaß. Das Pferd bekam ein paar Möhren zur Bestechung für seinen Einsatz.

Mit einer kurzen Aussendungsandacht schickte Pastor Stepan Sharko die 18 Sternsinger auf den Weg durch Hansell. Im Pfarrheim hatten sich die Kinder und Jugendlichen in ihre Königsgewänder gekleidet. Die Kronen hatten sie schon Anfang November dort gebastelt und sich über den Libanon informiert. Dem Land ist die Sternsingeraktion in diesem Jahr gewidmet.

„Es ist ein kleines Land, das in der Nachbarschaft von Israel und Syrien liegt“, erläuterte Sharko. Die Menschen dort sind verschiedener Herkunft und Religion. Das Miteinander sei nicht immer friedlich verlaufen, so Sharko. Der Libanon habe zum Beispiel 25 Jahre Bürgerkrieg hinter sich.

Inzwischen habe der Libanon auch noch zahlreiche Flüchtlinge aufgenommen, die wegen des Krieges aus Syrien geflüchtet sind. „Besonders die Kinder und Jugendlichen brauchen eine besondere Betreuung“, stellte Sharko klar. Mit den Spenden würde die Caritas im Libanon Freizeitaktionen unterstützen, bei denen alle miteinander etwas unternehmen und so friedlich miteinander umgehen würden. „Dann merken alle, dass man sich auch vertragen kann, egal wo man herkommt oder welche Religion man hat“, betonte Sharko.

Ehe sich die Sternsinger auf den Weg machten, gab es noch von den Spendensammlern ein Ständchen für Pfarrer Sharko, der am Samstag Geburtstag feierte. Während die eine Gruppe mit der Kutsche fuhr, waren die anderen zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs, um die teilweise langen Wege in Hansell zu bewältigen. Gegen Mittag hatten die Sternsinger ihre Aufgabe dann erledigt und trafen sich noch im Pfarrheim zu einem gemeinsamen Mittagessen.

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