Drei Modelle präsentiert
Bahnhofshügel: Wer macht das Rennen?

Altenberge -

Am 4. Mai fällt die Entscheidung darüber, nach welchem Entwurf der Bahnhofshügel bebaut werden soll. Im Rahmen einer Bürgerversammlung, an der rund 200 Interessierte teilnahmen, stellten am Montagabend drei Büros ihre Pläne für das rund elf Hektar große Areal vor. Neben bekannten Wohnformen ist in einem Entwurf auch ein Mehrgenerationenhaus vorgesehen.

Dienstag, 14.01.2020, 19:00 Uhr
Drei Modelle präsentiert: Bahnhofshügel: Wer macht das Rennen?
Foto: mas

„Wir können derzeit 320 Wünsche nicht bedienen“, blickte Bürgermeister Jochen Paus am Montagabend auf die Grundstücks-Bewerberliste der Gemeinde. Paus: „Der Druck ist groß.“ Und genau deshalb wird die Bebauung des Bahnhofshügels in Angriff genommen. Während einer Bürgerversammlung, an der rund 200 Interessierte teilnahmen, wurden drei städtebauliche Vorentwürfe präsentiert. Läuft alles nach Plan, fällt am 4. Mai der Beschluss über die Auswahl eines der drei Entwürfe.

Das „Quartier Weitblick“ präsentierte Alexander Guttek vom Büro „Farwick + Grote“ aus Ahaus. Der in der Mitte durch das neue Wohngebiet verlaufenen Grünzug sei „tragend“ für das Projekt, so Guttek. Seine Vorstellung: Die Menschen sollen ihr Leben lang im Quartier wohnen können. Dafür seien verschiedene Wohnformen erforderlich – sie reichen von Einfamilien- über Gartenhof- bis hin zu Mehrfamilienhäusern. Bei Gartenhofhäusern handelt es um eingeschossige Häuser auf einem kleinen Grundstück mit einem kleinen Garten.

Die Idee von Alexander Guttek: Wer sich im Alter von einem großen Haus verabschieden und in eine kleine Wohnung ziehen möchte, findet im Quartier eine Alternative.

Um das neue Wohngebiet nachhaltig zu gestalten, schlägt Guttek vor, eine Fläche für Carsharing auszuweisen. Die Anzahl der Wohngebäude soll sich wie folgt aufteilen: Einfamilienhäuser: 61, Gartenhofhäuser: 12, Doppelhaushälften: 32, Reihenhäuser: 46, Mehrfamilienhäuser: 19.

Zwei Erschließungsstraßen sieht der gemeinsame Entwurf vor, den Norbert Reimann vom Osnabrücker Planungsbüro Hahm (pbh) sowie Matthias Franke und Nicolas Holt von der SWUP GmbH (Berlin) präsentierten. Der „Masterplan“ sehe vor, „den Grünzug von jeglichem Verkehr freizuhalten“, betonte Norbert Reimann. Deshalb seien beispielsweise keine Durchstiche zu den einzelnen Grünflächen möglich. In den jeweiligen Wohnquartieren gebe es deshalb Wendemöglichkeiten.

Um möglichst viele Flächen für Gebäude und Grün zu erhalten, schlägt das Trio für die Mehrfamilienhäuser entlang der Bahnhofstraße Tiefparkebenen vor, die vergleichbar mit Tiefgaragen sind. Die Parkebenen seien über kleine Rampen zu erreichen und werden mit Lichtbändern versehen. „Auch die Investoren sind mittlerweile bereit, die Mehrkosten in Kauf zu nehmen“, sagt Reimann. Deshalb sei „Altenberge nun an der Reihe, hier anzufangen“.

Die Anbindung an den ÖPNV sei ebenfalls in den Blick zu nehmen. Bei der Planung sei zweigleisig zu fahren, so Reimann. Auf der einen Seite müsse der Pkw-Verkehr berücksichtigt werden, zum anderen sei die optimale Anbindung an Bus und Bahn zu berücksichtigen.

Die Flächenanteile sehen wie folgt aus: Bauflächen: 75 Prozent; Verkehrsflächen: 13 Prozent; öffentliche Grünflächen: 12 Prozent.

Zudem stellte das Büro „Bühning-Brandt Architekten Stadtplaner“ aus Nordwalde seine Ideen zur Gestaltung des Bahnhofhügels vor. „Der Blick wird nicht verbaut sein“, meinte Heike Bühning, die zusammen mit Dieter Brandt die Pläne vorstellte. Das gesamte Wohngebiet soll mit Grünflächen durchzogen werden und die Wegebeziehungen in Richtung Eschhuesbach führen. Bühning schlägt unter anderem einen „Bewegungspark“ mit entsprechenden Geräten vor.

Zudem sei geplant, neben den klassischen Wohnformen auch ein Mehrgenerationenhaus zu bauen. „Wir möchten das soziale Leben innerhalb des Quartiers fördern“, so Heike Bühning weiter.

Folgende Haustypen schlägt die Arbeitsgemeinschaft Bühning-Brandt vor: Mehrgenerationenwohnen: 1; alternatives Wohnprojekt: 4; sozialer Wohnungsbau: 4; Mehrfamilienhäuser (mehr als sechs Wohneinheiten): 19; Doppelhäuser: 39; Reihenhäuser: 4; Einfamilienhäuser: 53.

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Am Ende der Versammlung hatten alle Bürger die Möglichkeit, ihren Favoriten zu wählen: Mit 90 Stimmen erhielt der Entwurf von pbh und SWUP deutlich die größte Zustimmung vor den anderen beiden Präsentationen..

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