Erste Boogie-Session des Jahres im Saal Bornemann
Mit Notenständer und Hut

Altenberge -

Gelungener Auftakt der Boogie-Woogie-Sessions 2020: Über 100 Musikfans kamen in den Saal Bornemann.

Donnerstag, 16.01.2020, 16:34 Uhr aktualisiert: 17.01.2020, 15:24 Uhr
Erstmals fand die Session im Saal Bornemann an einem Mittwochabend statt. Zu den Gästen gehörte unter anderem der Gitarrist Holger Werber.
Erstmals fand die Session im Saal Bornemann an einem Mittwochabend statt. Zu den Gästen gehörte unter anderem der Gitarrist Holger Werber. Foto: lem

Der Boogie-Woogie ist ein Solo-Klavierstil, der im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts in den USA entstand. Der Saal Bornemann wurde inklusive Bühne 1911, also kurz danach, errichtet. Am Mittwochabend fühlte sich der eine oder andere der über 100 Gäste während der ersten Veranstaltung der neuen Boogie-Session der beiden Pianisten Fabian Fritz , Daniel Paterok und der Kulturwerkstatt Altenberge angesichts des Ambientes mehr als 100 Jahre zurückversetzt.

Allerdings passte der Laptop von Norbert Fritz nicht ganz in die Zeit. Er sorgte am Eingang dafür, dass die reservierten Plätze den Gästen richtig zugewiesen wurden. Das Gastronomieteam um Gertrude und Wolfgang Niestegge reichte dem Publikum Speisen und Getränke. Hinzu kam eine permanente, aber nicht störende Geräuschkulisse.

Die beiden Pianisten hatten an diesem Abend den Gitarristen Holger Weber aus Dortmund, den Kontrabassisten Andreas Müller und wieder einmal den Schlagzeuger Udo Schräder zu ihrer Session eingeladen.

„Ich weiß nicht, ob es Euch aufgefallen ist, aber zum ersten Mal haben wir Notenständer aufgestellt. Dass heißt aber nicht gleichzeitig, dass wir auch Noten lesen können“, begrüßte Fabian Fritz das Publikum mit einem Augenzwinkern. Daniel Paterok wies aber auf noch zwei weitere Neuerungen hin: „Zum ersten Mal ist die Boogie-Session auf einem Mittwoch und zum ersten Mal hat Fabian einen Hut auf seinem Kopf.“

Rund zwei Stunden mit einer 20-minütigen Pause spielten die fünf Musiker, mal als Quartett, mal als Quintett. Entweder wechselten sich die beiden Pianisten ab oder spielten zusammen an ihren Klavieren. Das Spektrum der Musikwerke war breit gefächert. Neben Eigenkompositionen spielten die Session-Mitglieder Boogie-Woogie-, Blues- oder Jazz-Werke von Eddie Harris, Sonny Rollins, Albert Ammons und Pete Johnson oder auch Duke Ellington.

„Wie immer vor dem zweiten Stück im zweiten Set wird Norbert Fritz mit dem Sektkübel herumgehen und um Spenden bitten. Wir wissen, der Altenberger ist großzügig. Geräuschloses Geld haben wir am liebsten“, bat Daniel Paterok das Publikum erfolgreich um ein finanzielles Opfer.

Die nächste Boogie-Session findet ausnahmsweise an einem Donnerstag statt – und zwar am 13. Februar, da der Mittwochstermin im Saal Bornemann bereits belegt ist. Daniel Paterok freut sich schon darauf: „Dann spiele ich mit Andreas Möller und Udo Schräder im Trio.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7197821?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Mutter verabreichte Kind Methadon: Haftstrafe für Borghorsterin gefordert
Landgericht Münster: Mutter verabreichte Kind Methadon: Haftstrafe für Borghorsterin gefordert
Nachrichten-Ticker