Benefizturnier des TuS zugunsten der Aktion „Hoffnungsschimmer“
Hilfe zur Selbsthilfe

Altenberge -

In der Soccerhalle fand ein Benefizturnier für die Aktion „Hoffnungsschimmer“ statt. Zahlreiche Kicker beteiligten sich daran.

Montag, 03.02.2020, 15:07 Uhr
Mannschaften und Ehrengäste wollen den Menschen im Kriegsgebiet helfen, sich ein neues Leben aufzubauen.
Mannschaften und Ehrengäste wollen den Menschen im Kriegsgebiet helfen, sich ein neues Leben aufzubauen. Foto: nix

Spannende Begegnungen gab es bei einem internationalen Benefiz-Fußballturnier in der Soccerhalle. „ TuS Altenberge 09 für Rojava“ lautete das Motto, unter dem die Spielerinnen und Spieler auf Initiative der Migrationsmannschaft antraten. Die Einnahmen durch Sponsorenwerbung auf dem Ankündigungsplakat, durch den Verzehr syrischer Landesspeisen während des Turniers und durch weitere Spenden kommen der „Aktion Hoffnungsschimmer“ zugute. Diese leistet ihren Beitrag dazu, die Not von Frauen, Kindern und Männern in der Kriegsregion Nordsyrien und dem Shingal-Gebirge im Norden des Iraks zu lindern.

Der TuS-Vorsitzende Dr. Thomas Keßler, der Abteilungsleiter Erwin Hammer und Mitorganisator Ezdanser Sahin eröffneten das Turnier. Zu den Gästen zählten unter anderem Kreisdirektor Dr. Martin Sommer, Bürgermeister Jochen Paus und sein Stellvertreter Manfred Leuker. Der besondere Ehrengast, Dr. Jochen Reidegeld, neuer Kreisdechant in Steinfurt, warf sich gleich ins Trikot und spielte für das Trainer- und Betreuerteam. Reidegeld ist gemeinsam mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling Schirmherr der „Aktion Hoffnungsschimmer“.

Gespielt wurde jeweils elf Minuten, die Damenmannschaft eröffnete das Turnier. Weitere Begegnungen des Migrationsteams, der dritten und vierten Mannschaft, der Altherren, des Trainerteams und der Gastmannschaft schlossen sich an. Alle legten sich mächtig ins Zeug und zeigten guten Fußball.

„Inklusive aller Einnahmequellen rechnen wir mit einem Spendenaufkommen im dreistelligen Bereich“, so Erwin Hammer. „Wir versuchen auf allen Kanälen die Botschaft der ,Aktion Hoffnungsschimmer` zu vermitteln“, betonte Reidegeld. Dazu gehörte auch das Benefizspiel. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen in den betroffenen Krisenregionen, die normalerweise aus politischen Gründen von humanitärer Hilfe abgeschnitten sind, medizinisch und auf anderen Gebieten Hilfe zu leisten“, so der Kreisdechant. Es gehe darum, den Menschen eine Möglichkeit zu geben, ihr Leben neu zu ordnen. „Wer einmal in Nordsyrien und dem Shingal-Gebirge war, vergisst die Trümmerwüsten nicht, die zerstörte Infrastruktur und die vom Islamischen Staat (IS) vergifteten Brunnen“, erzählte Reidegeld. Das häufigste dort anzutreffende Gefühl, beschreibt der Pfarrer so: „Wir sind vom Rest der Welt vergessen worden und haben hier keine Zukunft.“

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