Themenabend in der Borndalschule
Brotdose aus Edelstahl reicht

Altenberge -

Zahlreiche Eltern kamen in die Borndalschule, um sich über das Thema „Nachhaltigkeit in der Familie“ zu informieren.

Dienstag, 04.02.2020, 16:16 Uhr
Ann-Christin Brünemeyer und Anne Borink verrieten zahlreiche Tipps und Tricks zur Vermeidung unnützen Abfalls.
Ann-Christin Brünemeyer und Anne Borink verrieten zahlreiche Tipps und Tricks zur Vermeidung unnützen Abfalls. Foto: nix

Der Umweltschutz-Gedanke hat in der Borndal-Grundschule einen ganz besonderen Stellenwert. Passend zum Projekt „Nachhaltigkeit“ luden die kommissarische Schulleiterin Ulrike Zeljko und Nina Eilert, Vorsitzende des Fördervereins, der die Veranstaltung initiierte und sponserte, am Montagabend zum Themenabend „Nachhaltigkeit in der Familie“ ein. Mehr als 60 interessierte Mütter und Väter waren der Einladung gefolgt.

Mit einer Menge Wissen zum Thema im Gepäck hielten Anne Borink und Ann-Christin Brünemeyer ihren detaillierten Vortrag, in dem sie neben theoretischen Aspekten eine Menge praktischer Tipps vermittelten. Die beiden ausgebildeten Drogistinnen und Handelsfachwirtinnen befassen sich bereits seit Jahren mit dem Thema. Zu ihren Aktivitäten gehören (Online-)Stoffwindelberatung, Vorträge, Workshops zu Themen wie Bienenwachstücher, selbstgemachte Kosmetik und anderes sowie die Internet-Plattform „Zero Waste Kinder Deutschland“.

Oft werden sie gefragt, ob mit Kindern das Thema Nachhaltigkeit überhaupt gelebt werden könne. „Ja, das ist möglich und wir wollen es beweisen“, versprach Anne Borink. Die Mütter von insgesamt vier Kindern wissen, wovon sie reden. „Minimalismus“ ist die Basis ihres Systems, die Punkte „Achtsamkeit“, „Gesundheit“ und Zero Waste, schließen sich an.

„Jeder fängt dort an, wo er steht“, betonten die Referentinnen, denn niemand soll sich in ein System gezwungen fühlen, das ihm nicht entspricht. Gleichwohl wird angeraten, nicht nach Lust und Laune zu konsumieren, sondern nur das in den Einkaufskorb zu legen, was wirklich gebraucht wird. Damit fängt es an. „Wir brauchen Zuhause nicht 30 verschiedene Kunststoff-Aufbewahrungsdosen“, so Ann-Christin Brünemeyer. Die Edelstahl-Brotdose tut es auch, denn die gesundheitsgefährdenden Risiken des allgegenwärtigen Mikroplastiks im Wasser und in der Luft sind heute noch gar nicht abzuschätzen.

Gibt’s mal einen Riss in der Bettwäsche, so ist die Reparatur mit der Nähmaschine besser, als neue zu kaufen. Kosmetikartikel lassen sich selbst herstellen, Zahnbürsten gibt es auch in Holzversionen und sprudelnde „Badepralinen“ lassen sich ebenfalls erzeugen. Die kommen bei Kindern besonders gut an.

Auch in der Küche sind die Möglichkeiten, alternativ unterwegs zu sein, nahezu grenzenlos. Eine Paste aus Wasser und Natron taugt sogar zur Reinigung des Backofens. Edelstahlflaschen sind Kunststoffflaschen vorzuziehen. „Besonders der Küchenbereich lässt sich gut optimieren“, betonte Anne.

Der Pool guter Ideen ist unerschöpflich, was allen an diesem Abend klar wurde. Zusätzlich bietet das Internet Hilfe beim Ausloten der Möglichkeiten. Ganz wichtig ist die Bewusstwerdung, welche Maßnahmen in Haushalt und Familie dem Zero-Waste-Ziel helfen könnten.

 

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