Imker-Infotag im Heimathaus
Wertvolle Tipps für guten Honig

Altenberge -

Zahlreiche Informationen hatten Denise Brasch und Klaus Lülff parat, um Altenbergen das Hobby eines Imkers schmackhaft zu machen.

Dienstag, 11.02.2020, 16:21 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 15:33 Uhr
Im Heimathaus gab Klaus Lülff (kl. Foto) potenziellen Imkern zahlreiche Tipps mit auf den Weg.
Im Heimathaus gab Klaus Lülff (kl. Foto) potenziellen Imkern zahlreiche Tipps mit auf den Weg. Foto: Sigrid Terstegge

Da stelle ich mir einen Bienenkasten in den Garten und schon habe ich eigenen Honig. Ganz so einfach ist es nicht mit der Selbstversorgung. Damit Menschen und auch die Bienen voneinander profitieren können, braucht es schon einiges an Wissen. Der Imkerverein Havixbeck und Umgebung hatte zu einem ganztägigen Seminar in das Heimathaus eingeladen. Die beiden erfahrenen Imker Denise Brasch und Klaus Lülff hatten viele erstaunliche Informationen über die fleißigen Honigsammlerinnen mitgebracht und reichlich gute Tipps auf Lager.

Königin

So ist alles eine Frage des Futters, ob sich eine Arbeiterin oder eine Königin aus einem Bienenei entwickelt. „Die Königin bekommt das Gelee royale pur als Futtersaft“, erzählte Lülff. So entstünde ein langlebiges und hochpotentes Insekt. Für die Arbeiterbienen, die nur wenige Wochen alt werden, gibt es nur minderwertigen Futtersaft in der Aufzucht. In 16 Tagen ist eine Königin fertig, in 21 Tagen eine Arbeiterin und 24 Tage braucht es, um aus unbefruchteten Eiern die männlichen Drohnen heranzuziehen.

Erstaunt waren die potenziellen Nachwuchsimker auch über den „Schwestermord“ im Bienenstock. So wachsen mehrere neue Königinnen in einem Stock heran. Diejenige, die als erste schlüpft, gibt Geräusche von sich, die sich wie ein Tüten anhören. Ihre jüngeren unfertigen Schwestern in den Brutzellen antworten mit einem Quäken und fällen damit ihr eigenes Todesurteil. Die frisch geschlüpfte neue Königin sticht alle quäkenden Bienen ab.

Monokulturen

Was kann man tun, wenn ein Bienenvolk sich entschieden hat, aus dem Stock auszuziehen und sich teilt? „Meistens sammelt sich der Schwarm irgendwo um die Königin in einer Traube und dann wird entschieden, wohin es geht“, schildert Brasch. Diesen Schwarm könne man ganz gut einfangen und so selber behalten oder weitergeben. Ohne menschliche Betreuung allerdings habe der Schwarm keine große Überlebenschance.

Die Teilnehmer stellten zahlreiche Fragen und es dürften sich etliche gefunden haben, die mit einem erfahrenen Imker an ihrer Seite demnächst eigenen Honig genießen werden. „In Dörfern und Städten finden Bienen meistens reichlich Nahrung, während es in der bewirtschafteten Monokulturlandschaft oft schwierig wird“, erläuterte Lülff.

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