Jahreshauptversammlung der Grünen / Bürgermeisterwahl
Karl Reinke steht bereit

Altenberge -

Die Altenberger Grünen schicken Karl Reinke ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters. Während der Mitgliederversammlung, die in der Kulturwerkstatt stattfand, wurde der 62-Jährige einstimmig gewählt.

Sonntag, 01.03.2020, 18:33 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 15:30 Uhr
Karl Reinke (l.) wurde zum Bürgermeisterkandidat der Altenberger Grünen gewählt. Zu den ersten Gratulanten zählte der Landtagsabgeordnete Norwich Rüße.
Karl Reinke (l.) wurde zum Bürgermeisterkandidat der Altenberger Grünen gewählt. Zu den ersten Gratulanten zählte der Landtagsabgeordnete Norwich Rüße. Foto: mas

Erstmals in ihrer Geschichte stellten die Altenberger Grünen für die Kommunalwahl am 13. September einen eigenen Bürgermeisterkandidaten auf: Karl Reinke wurde während der Jahreshauptversammlung , die am Freitagabend in der Kulturwerkstatt stattfand, einstimmig gewählt. Wahlleiter Heinz Beckmann hatte zuvor das eindeutige Votum bekanntgegeben.

Ökologische Aspekte

Vor allem „ökologische und soziale Aspekte“ möchte Reinke in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes rücken. Zudem fordert er ein „klimaneutrales Altenberge“. Auftrieb habe für Reinke der Erfolg seiner Partei bei den Europawahlen im vergangenen Jahr gegeben, als die Grünen in Altenberge 30,29 Prozent der Stimmen holten. Zwar sei das Ergebnis nicht „unbedingt repräsentativ“, dennoch sei es „ein großer Erfolg vor Ort“ gewesen. Zudem hofft Karl Reinke auf zahlreiche Jungwähler – schließlich dürfen bei der Kommunalwahl alle Altenberger ab 16 Jahre wählen.

Straßenwahlkampf

Im Mai wird Karl Reinke seinen Straßenwahlkampf starten. Dazu wird er regelmäßig mit einem Lastenfahrrad auf dem Wochenmarkt sein und mit den Bürgern das Gespräch suchen. „Ich bin gespannt auf die politische Konstellation nach der Wahl“, sagte Reinke. „Vielleicht kommt keiner an den Grünen vorbei, vielleicht ist nur mit uns eine Mehrheit möglich.“

Die Mitgliederversammlung der Grünen fand in der Kulturwerkstatt statt.

Die Mitgliederversammlung der Grünen fand in der Kulturwerkstatt statt. Foto: mas

Genauso sieht das auch Werner Schneider , Fraktionsvorsitzender der Grünen: „Wir wollen die absolute Mehrheit der CDU knacken. Das ist realistisch, nie waren die Chancen dazu besser.“ Während der Mitgliederversammlung, an der auch der Landtagsgeordnete Norwich Rüße und das Bundestagsmitglied Friedrich Ostendorff teilnahmen, blickte Schneider insbesondere auf die Schwerpunkte der Ratsarbeit in den zurückliegenden Monaten. Dazu gehört unter anderem die Bebauung des Bahnhofshügels. Den Schwerpunkt auf Einfamilienhaus-Bebauung zu setzen, bezeichnete Schneider als „langweilig“. Seine Partei fordere einen hohen Anteil von Mehrfamilienhäusern und Grünstrukturen, kleine Grundstücke und ein klimaneutrales Baugebiet. Aber: „Die CDU war nicht bereit, Kompromisse einzugehen“, so Schneider

Ebenso kritisierte er, dass die CDU eine Bürgerbefragung zum künftigen Standort des Rathauses, wie von den Grünen gefordert, ablehnt. Schneider: „Ich befürchte eine Hinterzimmer-Entscheidung der CDU.“

Bei aller Kritik: Den überparteilichen Einsatz für geflüchtete Menschen in Altenberge lobte Werner Schneider ausdrücklich: „Flüchtlinge werden respektvoll aufgenommen und behandelt.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7303575?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Nachrichten-Ticker