Buchvorstellung „Das Spaziercoaching-Prinzip“ im historischen Kachelzimmer
Geistesblitze im Münsterland

Altenberge -

Im Kachelzimmer des Paulusdoms in Münster stellte Ralf Heinisch das nicht alltägliche Buch „Das Spaziercoaching-Prinzip“ vor.

Freitag, 06.03.2020, 15:50 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 13:18 Uhr
Ralf Heinisch (kl. Foto) erläuterte im historischen Kachelzimmer des St.-Paulus-Doms in Münster das Spaziercoaching-Prinzip in all seinen Facetten.
Ralf Heinisch (kl. Foto) erläuterte im historischen Kachelzimmer des St.-Paulus-Doms in Münster das Spaziercoaching-Prinzip in all seinen Facetten. Foto: Rainer Nix

Ein erfülltes Leben führen – das ist allerorts ein großes Thema. Wie finde ich mich? Wie entdecke ich mein Potenzial? Wie lebe ich zufriedener als zuvor? „Werden Sie mit dem Spaziercoaching-Prinzip zum Entwickler Ihrer selbst“, ermutigen die Autoren Ralf Heinisch aus Altenberge und Dr. phil. Andreas Klute, der in Greven lebt. Dabei kommen sie ganz ohne Esoterik aus.

Am Donnerstagabend eröffnete Heinisch die Vorstellung ihres gemeinsamen Buches „Das Spaziercoaching-Prinzip – Persönlichkeitsentwicklungen an inspirierenden Orten des Münsterlandes“ mit einer weniger schönen Ankündigung. Mitautor Klute sollte eigentlich an seiner Seite stehen, fiel jedoch wegen Krankheit aus. So managte Trainer und Coach Heinisch die Präsentation allein, bedauerte jedoch ausdrücklich, dass Politikwissenschaftler, Münsterland-Coach, Reiseführer und Dozent Klute seinen Part nicht persönlich erläutern konnte.

Generalvikar

„Glücksformeln vermitteln wir keine“, betonte Heinisch. Das Spaziercoaching-Prinzip ist eine Kombination von Impulsen aus Selbstentwicklung, den Wirkungen anregender Orte der Region und der inneren Bewegung, die Spazierengehen in den Menschen erzeugt. Nicht zufällig war das historische Kachelzimmer des Paulusdomes zu Münster für die Buchvorstellung ausgewählt worden. Dieses findet der Coach besonders inspirierend – durch seine Geschichte und die Symbolik, die in den Wandfliesen-Darstellungen zum Ausdruck kommen. Dr. Klaus Winterkamp, Generalvikar des Bistums Münster und Geleitwort-Autor, stellte diesen geschichtsträchtigen Ort vor und erläuterte seine Funktionen seit 1748. Ursprünglich war es der Gartensaal des Bischöflichen Hauses am Domplatz, später fand hier unter anderem der berühmte Kardinal von Galen Ruhe und Selbstbesinnung. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde das Zimmer 40 Jahre später aufwendig rekonstruiert.

Haus Rüschhaus

„Haben Sie schon mal das Rüschhaus bei Nienberge erkundet und sich von den tollen Ideen des Barock-Architekten Johann Conrad Schlaun inspirieren lassen?, fragte Heinisch. Dort lebte ab 1826 die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff mit Mutter und Schwester. In jenem Haus entstanden bekannte Werke der Literatin, deren populärste Ballade wohl „Der Knabe im Moor“ sein dürfte. „Hier können Sie ganz viel über Ihre eigene Kreativität erfahren, wenn Sie gut in Resonanz mit diesem Ort gehen.“ Expertin und Mutter des Mitautors Barbara Klute, ging näher auf das Rüschhaus ein. Welche Orte die eigene Schöpfungskraft wecken, ist individuell verschieden. Für den einen ist es ein ausgedehnter Waldspaziergang, für den anderen vielleicht der Sonnenaufgang über einer Wiese mit grasenden Kühen.

Reiseführer

Als Hardcover-, Paperback- oder auch als E-book-Version ist das Buch handlich genug, um es überall mit hinzunehmen. Es gibt freie Seiten für eigene Impulse, Fotos oder Zeichnungen. „Somit wird es zum ganz persönlichen ‚Workbook to go‘, zum Reiseführer für den eigenen Entwicklungsweg“, sagt Heinisch. Dr. Volker Leiß, Arzt, Musiker und Komponist der wunderschönen „Symphonie des Münsterlandes“ aus Nordwalde, schrieb das Vorwort. Das Buch ist im Verlag „Tredition“ erschienen und ab sofort im Buchhandel erhältlich.

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