Breitbandausbau im Außenbereich: Interesse ist groß
Infopoint platzt aus allen Nähten

Altenberge -

In Sachen Breitbandausbau gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute ist: Altenberge befindet sich nicht in der Haushaltssicherung. Die schlechte Nachricht: Aufgrund dessen muss sich die Gemeinde mit zehn Prozent an den Kosten für den Ausbau im Außenbereich beteiligen. Das sind 600 000 Euro. „Aber das sind uns unsere Bürger dort wert“, bekräftigte Sebastian Nebel, zuständig für den Bereich Wirtschaftsförderung, Ortsmarketing und Gemeindepartnerschaft beim Pressetermin.

Sonntag, 15.03.2020, 14:14 Uhr aktualisiert: 16.03.2020, 19:08 Uhr
Noch warten die Altenberger auf den Breitbandausbau. Das Interesse im Vorfeld ist groß.
Noch warten die Altenberger auf den Breitbandausbau. Das Interesse im Vorfeld ist groß. Foto: dpa

In Sachen Breitbandausbau gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute ist: Altenberge befindet sich nicht in der Haushaltssicherung. Die schlechte Nachricht: Aufgrund dessen muss sich die Gemeinde mit zehn Prozent an den Kosten für den Ausbau im Außenbereich beteiligen. Das sind 600 000 Euro. „Aber das sind uns unsere Bürger dort wert“, bekräftigte Sebastian Nebel , zuständig für den Bereich Wirtschaftsförderung, Ortsmarketing und Gemeindepartnerschaft beim Pressetermin.

Der Infopoint im Ladengeschäft an der Kirchstraße 20 platzte beim jüngsten Termin fast aus allen Nähten. Die Interessenten für ein schnelles Glasfaserinternet gaben sich die Klinke in die Hand. „Das hatten wir bei den bisherigen Terminen auch schon“, beschrieb Nebel. Schließlich ist es auch kein Vergnügen, wenn Internetseiten nur im Schneckentempo auf dem Bildschirm erscheinen. „Sonntags kommt es im Außenbereich auch schon mal vor, dass man überhaupt keinen Zugang findet“, ergänzte Nebel. Das erinnert irgendwie an die alten Modem-Zeiten, wo man minutenlang auf den sich drehenden Balken schaute.

Die Gemeinde hat den Außenbereich abgefragt und 424 förderfähige Haushalte oder Firmen gefunden. „Dazu wurden 41 noch nachgemeldet“, erläuterte Nebel. Als unterversorgt gelte, wer mit einer Geschwindigkeit von weniger als 30 Mbit surfe. Bund und Land fördern den Ausbau des Glasfasernetzes im Außenbereich.

Als Internetversorger haben sich die beiden Anbieter epcan GmbH und Muenet GmbH für den Ausbau in Altenberge zu einer Bietergemeinschaft zusammengeschlossen. Die Unternehmen aus Vreden und Coesfeld sind bereits im ganzen Westmünsterland tätig gewesen. „Wir haben uns bei anderen Gemeinden erkundigt, wie die Zusammenarbeit gelaufen ist und nur Positives gehört“, bestätigte Nebel.

Das Interesse für schnelles Glasfaserinternet ist jedenfalls groß. Nebels Telefon habe nicht mehr stillgestanden, erzählt er. So wollten zahlreiche mögliche Teilnehmer wissen, wie viele Anschlüsse pro Adresse gefördert würden, wenn etwa auf Bauernhöfen das Haupthaus und ein Altenteil vorhanden sind. „Da wird nur ein Anschluss pro Adresse unterstützt“, so Nebel. Die Hauptberatung finde allerdings am Infopoint statt. Dort wird auch über die monatlichen Kosten informiert, welche Serviceleistungen dazu gehören und was das Breitband alles bietet im Bereich Telefon, Internet und TV.

Der nächste Beratungstermin ist am Mittwoch (18. März) von 14 bis 18.30 Uhr. Wer bis zum 20. März den Vertrag unterschreibt, der bekommt den Anschluss für null Euro Bereitstellungskosten. Spätere Teilnehmer zahlen 2500 Euro, heißt es in der Broschüre von epcan.

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