In Zeichen der Coronavirus-Krise sind ein gutes Buch und ein toller Wein Gold wert
Das Beste aus der Krise machen

Altenberge -

In Zeiten von Corona sollen die Menschen am besten zu Hause bleiben, um sich nicht anzustecken. Ein spannendes Buch und ein guter Wein können die Abende in den eigenen vier Wänden erträglicher machen.

Dienstag, 17.03.2020, 18:24 Uhr aktualisiert: 18.03.2020, 17:40 Uhr
Noch gibt es in Deutschland keine Ausgangssperre.
Noch gibt es in Deutschland keine Ausgangssperre. Foto: pixabay

Im europäischen Ausland sind aufgrund der Coronavirus-Krise bereits Ausgangssperren verhängt worden. In Deutschland noch nicht. Trotzdem bevorzugen viele Menschen vernünftigerweise ihre eigenen vier Wände und gehen nicht vor die Tür.

Langeweile

Damit nicht Langweile aufkommt, nimmt der ein oder andere ein gutes Buch in die Hand und trinkt dazu gemütlich ein Gläschen Wein. Das glauben jedenfalls Beate Janning vom Buchladen an der Kirchstraße und François Szivos vom Weinhandel am Marktplatz.

„Von der Coronavirus-Krise merke ich aktuell nichts“, hat François Szivos bisher festgestellt. Allerdings habe es auch keine Hamsterkäufe wie in vielen Verbrauchermärkten gegeben. Sein Umsatz sei zwar nicht gestiegen, aber auch nicht weniger geworden. „Was sich bemerkbar macht, ist, dass aufgrund des bevorstehenden Frühjahrs mehr Weiß- und Roséwein gekauft wird.“

Außerdem sei er von seinen Spediteuren darauf aufmerksam gemacht worden, dass wegen der Grenzschließungen und den gleichzeitig angeordneten Kontrollen sich die Lieferzeiten ausländischer Weine verlängern könnten. Die Bundesregierung hat am Montag den Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus‘ die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vorgeschlagen. Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen allerdings offen bleiben.

„In meinem Geschäft ist das Infektionsrisiko sehr gering, weil es nicht so einen Kundenandrang gibt, wie beispielsweise in den Supermärkten“, meint François Szivos.

Geringes Infektionsrisiko

Sollten eventuell Weinbestellungen beispielsweise aus Frankreich oder Spanien ausbleiben, hat der Weinfachmann vorgesorgt: „Ich habe rund 40 000 Flaschen auf Lager. Die reichen für viele Monate.“

Auch in den Buchläden von Beate Janning in Altenberge und Havixbeck hat das Coronavirus bisher nicht für Umsatzeinbußen gesorgt. „Jetzt, wo viele zu Hause bleiben, hat ein gutes Buch Hochkonjunktur“, so Beate Janning. Die Buchhändlerin überlegt, wenn es hart auf hart kommt, für ihre Kunden einen Lieferservice einzurichten. „Wenn, dann soll das zentral, voraussichtlich von Havixbeck aus, laufen“, hat sich Beate Janning vorgestellt. Sie wolle ihre Stammkunden und die, die es noch werden wollen, nicht im Regen stehen lassen. Einen richtigen Ansturm haben die angekündigten Schließungen der Schulen seit Samstag bewirkt. „Die Oberstufenschüler beispielsweise kommen zu uns und bestellen einzeln Arbeitsmaterial wie Lektüren, die sie sich durchlesen sollen, weil die Lehrer keine Sammelbestellungen mehr durchführen können.“

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