„JASS Concert Band“ der Musikschule Altenberge
Erwachsene ausdrücklich erwünscht

Altenberge -

Die „JASS Concert Band“ der Musikschule Altenberge ist einst aus dem Jugendorchester erwachsen. Das bedeutet aber nicht, dass Erwachsene dort nicht mitspielen dürfen. Im Gegenteil: Die Orchesterleiter Christoph Harpers und Jörg Falke wünschen sich eine gemischte Altersstruktur.

Sonntag, 22.03.2020, 18:32 Uhr aktualisiert: 22.03.2020, 19:54 Uhr
Katja Teubner und Winfried Pabst (r.) spielen mit Begeisterung in der „JASS Concert Band“ der Musikschule Altenberge.
Katja Teubner und Winfried Pabst (r.) spielen mit Begeisterung in der „JASS Concert Band“ der Musikschule Altenberge.

Einst aus dem Jugendorchester erwachsen, ist die „JASS Concert Band“ der Musikschule Altenberge schon lange nicht mehr nur für jugendliche Musiker offen. Ganz im Gegenteil: Erwachsene Mitspieler sind gerne gesehen, und eine möglichst gemischte Altersstruktur ist von den Orchesterleitern Christoph Harpers und Jörg Falke gewünscht, schreibt die Musikschule in ihrem Pressetext.

„Der Austausch, die verschiedenen Herangehensweisen und das Miteinander der unterschiedlichen Altersgruppen ist ein Riesengewinn“, betont Harpers.

Zwei der erwachsenen aktiven Instrumentalisten sind Katja Teubner und Winfried Pabst . Die beiden sind mit viel Elan und Herzblut dabei und arbeiten mittlerweile sogar im Vorstand der Musikschule mit.

Katja Teubner ist Mutter von drei Kindern. Sie hat als Kind Klavier-Unterricht bekommen und mit Freude musiziert. Während des Studiums hat sie in einer Band gespielt. Dann kam irgendwann die Zeit, in der die Musik in den Hintergrund rücken musste, aus zeitlichen Gründen, wegen Beruf und Familie. Für sie war es aber klar, dass sie ihre Kinder für Musik begeistern möchte, und so kam es, dass die Zwillinge Lotti und Paul Unterricht auf dem Marimbaphon bekamen.

Als nach einiger Zeit ein eigenes Instrument angeschafft wurde, reizte es die Mutter auch selber Unterricht zu nehmen. Als sie dann von der Musikschule gefragt wurde, ob sie nicht Interesse hätte, im Orchester mitzuspielen, hat sie ohne zu zögern zugestimmt. Hier ist sie seitdem sowohl am Marimbaphon, Glockenspiel und Schlagwerk als auch am Keyboard zu hören, schreibt die Musikschule im Pressetext weiter. „Wenn die Kinder größer und selbstständiger werden, werden auch die Eltern wieder selbstständiger. Mit der Musik habe ich ein tolles eigenes Hobby, was mir einfach viel Freude und Entspannung bringt“, sagt Teubner.

So sieht es auch Winfried Pabst, der als Drummer in mehreren Jazz-Kombos spielt. Auch ihn reizte es, ein neues Instrument zu erlernen. Seine Wahl fiel auf Bass, und er nahm Unterricht an der Musikschule, wo schon seine Söhne Hannes und Leo Posaune und Trompete lernten. Schon nach einiger Zeit durfte der Vater in das Orchester, in dem schon Sohn Leo spielt. „Es ist toll, mit dem eigenen Kind Musik zu machen und plötzlich in einer neuen Rolle zu sein. Leo meinte am Anfang zu mir: Papa, du musst aber noch viel üben“, erzählt Pabst. „Damit hatte er natürlich recht. Aber sonst war ich immer der, der ihn ans Üben erinnern musste.“

Winfried Pabst beschreibt sein erstes Adventskonzert als Mitspieler so: „Es war, als würde man auf Wolken getragen. Mit so vielen zusammen zu musizieren, ist einfach ein unglaublich tolles Gefühl.“ Aber auch die Proben machen ihm viel Spaß, heißt es im Pressetext. Neben dem musikalischen Weiterkommen genießt er auch die Zeit und den Austausch mit den anderen Musikern.

Was die Voraussetzungen sind, um im Orchester mitzuspielen, darüber sind sich Katja Teubner und Winfried Pabst einig: Man muss natürlich ein passendes Instrument spielen können, aber das Wichtigste ist, bereit zu sein, zu üben, dann hat man schnell Erfolg. Wer mitspielen möchte, müsse sich nur einmal trauen und es ausprobieren, um für sich zu entscheiden, ob es das richtige ist. Für Teubner und Pabst war es die richtige Entscheidung.

Es sei ein guter Ausgleich zum Berufsalltag und befriedigender als ein Fernsehabend auf dem Sofa. Die beiden wünschen sich, dass noch mehr Erwachsene sich der „JASS Concert Band“ anschließen.

Da die Proben zurzeit ausgesetzt sind, müssen sich Interessierte noch etwas gedulden, bis sie zum Zuhören oder Mitspielen kommen können. Bis dahin könne man die Zeit nutzen und das Instrument wieder aus der Ecke holen, rät die Musikschule.

  • Wer Orchester-Noten geschickt bekommen möchte oder Fragen hat, kann sich per E-Mail an Christoph Harpers wenden: info@musikschulealtenberge.de.
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