Fieberpraxis in der ehemaligen Ludgeri-Hauptschule
Altenberger Ärzte ziehen positive Monatsbilanz

Altenberge -

Seit einem Monat gibt es in Altenberge die Fieberpraxis. Die hat sich bewährt. Nicht zuletzt, da alles so reibungslos funktioniert. Eine weitere gute Nachricht ist, dass Corona-Tests inzwischen großzügiger durchgeführt werden können.

Freitag, 08.05.2020, 15:32 Uhr aktualisiert: 10.05.2020, 13:56 Uhr
Hausärztin Lisa Degener ist zufrieden: Die Fieberpraxis, die in der Hauptschule eingerichtet wurde, wird von den Patienten gut angenommen.
Hausärztin Lisa Degener ist zufrieden: Die Fieberpraxis, die in der Hauptschule eingerichtet wurde, wird von den Patienten gut angenommen. Foto: privat/lem

Vor einem Monat hat die Fieberpraxis in der ehemaligen Ludgeri-Hauptschule ihren Betrieb aufgenommen. Die vier Hausarztpraxen haben damit eine Anlaufstelle für Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Fieber geschaffen, die ansonsten einen Arztbesuch gemieden hätten. „Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie die Fieberpraxis aufgenommen und genutzt worden ist“, bilanziert Ärztin Lisa Degener .

Die sehr weiträumigen und praktikablen Räumlichkeiten garantierten die Möglichkeit, dass Patienten untereinander nicht in Kontakt treten. Auch die IT-Infrastruktur habe gut funktioniert. Erleichternd sei die Tatsache, dass alle vier Praxen dieselbe Software nutzen. Auch von Seiten der Patienten sei das Angebot sehr gut wahrgenommen worden. „Sie haben keine Sorgen, die Fieberpraxis zu betreten“, berichtet Lisa Degener.

Das ist, insgesamt gesehen, nicht immer so. Das Patientenaufkommen in den Hausarztpraxen habe deutlich abgenommen in der Coronazeit. Die Vermeidung nicht notwendiger Arztbesuche sei den Menschen von Seiten der Regierung ans Herz gelegt worden, so Degener. Auch Angst vor Infektionen spielen eine Rolle. Das kann kontraproduktiv sein, denn eine falsche medikamentöse Einstellung über einige Wochen hinweg zum Beispiel führe zu negativen Ergebnissen.

Inzwischen hätten die Hausarztpraxen ihr normales Programm wieder hochgefahren, da sie durch die Fieberpraxis entlastet werden, schildert die Ärztin. So würden etwa die Disease-Management-Programme (DNP) durchgeführt.

Wie lange es die Fieberpraxis geben wird, ist offen. Bezüglich der Räumlichkeiten hat die Gemeinde kein zeitliches Limit gesetzt. Die Ärzte dürften frei planen. „Wir können uns gut vorstellen, die Sprechstundenzeiten herunterzufahren. Am Prinzip, dass Menschen mit akuten Corona-Symptomen in die Fieberpraxis sollen, halten wir weiter fest“, sagt Lisa Degener. Von dieser Möglichkeit werde noch reichlich Gebrauch gemacht, wenngleich das Aufkommen weniger geworden ist.

Eine weitere gute Nachricht ist, dass Corona-Tests inzwischen großzügiger durchgeführt werden können, da das Robert-Koch-Institut diese Vorgabe gelockert habe und die Laborkapazitäten dies hergeben. Degener: „Ein positives Ergebnis bekommen wir noch am späten Abend mitgeteilt, ein negatives am folgenden Tag.“

Die Fieberpraxis ist ausschließlich nach vorhergehender telefonischer Anmeldung unter 0 25 05/23 55 zu betreten.

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