Grundsteinlegung für neue Rettungswache
„Optimaler Standort“

Altenberge -

Eine weitere Rettungswache im Kreis Steinfurt entsteht in Altenberge unweit der B 54. Kreisdirektor Dr. Martin Sommer (l.) nahm am Mittwoch an der Grundsteinlegung teil. Anfang 2021 soll die Rettungswache, die täglich zwölf Stunden besetzt sein wird, ihren Betrieb aufnehmen

Mittwoch, 20.05.2020, 18:54 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 16:00 Uhr
Grundsteinlegung für die neue Rettungswache: Daran nahmen (v.r.) Bürgermeister Jochen Paus, Bauamtsleiter Christoph Rövekamp, Kreisdirektor Dr. Martin Sommer, Kreisbaudirektor Carsten Rehers und Sachgebietsleiter Christoph Borgschulte teil.
Grundsteinlegung für die neue Rettungswache: Daran nahmen (v.r.) Bürgermeister Jochen Paus, Bauamtsleiter Christoph Rövekamp, Kreisdirektor Dr. Martin Sommer, Kreisbaudirektor Carsten Rehers und Sachgebietsleiter Christoph Borgschulte teil. Foto: mas

Läuft alles nach Plan, soll voraussichtlich Anfang 2021 die neue Rettungswache am Kreisverkehr Laerstraße/Florianstraße/Siemensstraße fertiggestellt sein. Dies sagte gestern Morgen Christoph Borgschulte , Sachgebietsleiter in der Abteilung „Technische Gebäudewirtschaft“ beim Kreis Steinfurt. Er gehörte aufgrund der Corona-Krise zur kleinen Mannschaft, die aus dem Kreishaus in Steinfurt zur Grundsteinlegung der neuen Rettungswache nach Altenberge gekommen war. „Das ist ein großer Schritt, um die Qualität im Rettungsdienst zu verbessern“, freute sich Kreisdirektor Dr. Martin Sommer , der neben Borgschulte und Kreisbaudirektor Carsten Rehers sowie Bürgermeister Jochen Paus und Bauamtsleiter Christoph Rövekamp an der abgespeckten Form der Grundsteinlegung teilnahm. Der Architekt Borgschulte hat federführend die Planung und die Ausschreibung für das etwa 1,6 Millionen Euro teure Bauvorhaben (inklusive Außenanlagen) durchgeführt.

Rettungsdienst

„Der Standort ist optimal“, freute sich Martin Sommer. Altenberge, Laer und Nordwalde werden von der Rettungswache mit versorgt. Die Nähe zur B 54 war ein weiteres Kriterium für die Standortwahl, blickte der Kreisdirektor zurück. Die Entscheidung für den Neubau war, dass die Bürger bislang zu lange auf einen Rettungswagen warten. Künftig sollen die Hilfsfristen (zwölf Minuten bis zum Einsatzort) eingehalten werden können, so Sommer.

1,6 Millionen Euro

Die rund 555 Quadratmeter große Rettungswache wird auf einem 2430 Quadratmeter großen Grundstück gebaut. Dabei wird ein Mindestabstand von 20 Metern zu den Bäumen eingehalten, erläuterte Christoph Borgschulte. Im Rahmen einer bundesweiten Ausschreibung machte die Firma Middendorf aus Neuenkirchen bei Bramsche das Rennen.

Fitnessraum

In der neuen Rettungswache ist Platz für einen Rettungswagen und einen Krankentransportwagen. Der Rettungswagen ist an sieben Tagen die Woche für jeweils zwölf Stunden besetzt, kündigte Martin Sommer an. Außerhalb dieser Zeiten übernimmt die Rettungswache in Borghorst die Einsätze. Sollte sich im Laufe der Jahre herausstellen, dass der Bedarf zunehme, könne auch auf einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb umgestellt werden, so Kreisdirektor Martin Sommer. Die Voraussetzungen dafür würden bereits jetzt beim Bau berücksichtigt.

Sanitäter vor Ort

In der Rettungswache werden Räume mit unterschiedlichsten Nutzungsmöglichen untergebracht – von Ruhebereichen bis zum Medizinlager. Außerdem werden eine Küche und ein Aufenthaltsraum eingerichtet. Zum Standard gehört zudem ein kleiner Fitnessraum. „Die Nachfrage ist da“, sagt Christoph Borgschulte. Zwei bis drei Geräte genügen, damit sich die Sanitäter fit halten können.

Auch in Zukunft, betonte am Mittwochvormittag Martin Sommer, seien die „Sanitäter vor Ort“, die ehrenamtlich im Einsatz sind, „unerlässlich“. Denn außerhalb der Zwölf-Stunden-Schichten seien die Sanitäter des DRK schneller vor Ort als der Rettungswagen aus Borghorst. „Somit ergänzen die Profis hervorragend“, lobte Martin Sommer.

Gute Zusammenarbeit

Lob hatten Christoph Borgschulte und Martin Sommer zudem für die Altenberger Verwaltung im Gepäck. „Das klappte alles vorzüglich“, sagt Borgschulte und blickte dabei unter anderem die vielen behördlichen Regularien, die zuvor erledigt werden mussten. Dazu gehörte unter anderem die Änderung des Bebauungsplans.

Bürgermeister Jochen Paus freute sich, dass nun ein weiterer Kreisverkehr gebaut worden ist. Der jetzt fertiggestellte ermögliche künftig eine sehr gute Anbindung sowohl an die neue Rettungswache als auch an das Feuerwehrgerätehaus.

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