Rathaus-Planungen
Neubau mit Tiefgarage ist der Favorit

Altenberge -

Alles spricht bei der Diskussion um die Pläne für ein neues Rathaus für „Variante 2a“: Das heißt: Neubau auf dem Parkplatz vor dem Bürgerhaus und ein weiterer Gebäudeteil auf dem Gelände des heutigen Rathauses.

Dienstag, 26.05.2020, 18:09 Uhr aktualisiert: 27.05.2020, 16:50 Uhr
Das Altenberger Rathaus soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Im September soll zu diesem Thema eine Bürgerversammlung stattfinden.
Das Altenberger Rathaus soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Im September soll zu diesem Thema eine Bürgerversammlung stattfinden. Foto: mas

Die Weichen sind gestellt: „Der Standort ist optimal geeignet“, sagte der Diplom-Ingenieur Stefan Hartlock vom Planungsbüro „Scheuvens + Wachten plus“. Er stellte am Montagabend in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses eine Bewertung der drei Rathaus-Neubauvarianten vor. Fazit: Der jetzige Standort unter Einbeziehung des Parkplatzes vor dem Bürgerhaus eignet sich am besten.

Begegnungszentrum

Der als Variante 2a vorliegende Vorschlag sieht vor, zunächst auf dem heutigen Parkplatz einen reinen Verwaltungstrakt mit Tiefgarage zu bauen. Nach Fertigstellung könnte die Verwaltung in das neue Gebäude einziehen, das alte Rathaus abgerissen und der zweite Bauabschnitt beginnen. In diesem Gebäudeteil sollen dann unter anderem ein Begegnungszentrum und der Sitzungssaal untergebracht werden. Der Haupteingang soll wie bisher an der Kirchstraße liegen. Variante 2 sieht vor, den Neubau ausschließlich am heutigen Standort zu realisieren.

Frequenzbringer

Anhand zahlreicher Kriterien hatte Stefan Hartlock die Standorte untersucht und mit einem Ampelsystem bewertet. Dabei lag der Standort an der Kirchstraße/Gartenstiege klar vorn. Das neue Rathaus würde ein „harmonisches Ensemble“ bilden und die „repräsentative Mitte“ des Ortskerns hervorheben. Das sei im Falle eines Neubaus am jetzigen Standort der Johannes-Grundschule nicht der Fall. Zudem sei das Rathaus bei der Variante 2a „Frequenzbringer für die im Ortskern ansässigen Einzelhändler und Dienstleister“, betonte Hartlock. Ein Neubau an dieser Stelle trage zur „Stärkung der Ortsmitte“ und zur Aufwertung der Bereiche Kirchplatz, Rathausplatz und Marktplatz bei.

ÖPNV

Auch der Anschluss an den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) ist bei Variante 2a besser als an der Johannes-Grundschule. „Der Standort ist gut bis sehr gut mit dem ÖPNV erreichbar.“ Zudem werde derzeit geprüft, ob im Bereich Boakenstiege/Rathaus eine weitere Bushaltestelle eingerichtet werden kann.

Die derzeit 50 vorhandenen Parkplätze auf dem Parkplatz an der Gartenstiege werden künftig nicht ausreichen. Nach derzeitigem Stand sind etwa 91 Kfz-Stellplätze erforderlich (68 für das Rathaus/Begegnungsstätte sowie 23 für das Bürger- und Heimathaus). Hinzu kommen noch 25 Fahrradstellplätze. „Die erforderliche Anzahl an Stellplätzen ließe sich nur durch die Errichtung einer Tiefgarage realisieren“, so Hartlock.

1,7 Millionen Euro

Die Kosten dafür werden auf etwa 1,7 Millionen Euro geschätzt. Das entspricht ungefähr der Summe, die erforderlich wäre, falls sich die Gemeinde ausschließlich für einen Neubau am jetzigen Standort entscheiden würde. In diesem Fall müsste die Verwaltung vorübergehend in ein anderes Gebäude oder in Container umziehen.

Wie geht es weiter? Voraussichtlich im September soll eine Bürgerversammlung zu den möglichen Varianten eines Rathaus-Neubaus stattfinden. Anschließend könnten dann die Kommunalpolitiker entscheiden, an welchem Standort künftig das neue Rathaus gebaut werden soll.

Ab 2021 könnte dann ein Architekten-Wettbewerb durchgeführt werden.

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