Nur CDU und UWG stimmen für Bebauungsplan „Altenberge-Süd“
Weitere zehn Hektar

Altenberge -

Das neue Gewerbegebiet „Altenberge-Süd“ nimmt Fahrt. Allerdings votierten nur CDU und UWG für die Festsetzungen. Grüne und SPD stimmten insbesondere aus ökologischen Gesichtspunkten dem Bebauungsplan nicht zu. Das Areal an der L 874 ist etwa zehn Hektar groß.

Donnerstag, 28.05.2020, 18:15 Uhr aktualisiert: 29.05.2020, 15:24 Uhr
Über das künftige Gewerbegebiet Altenberge-Süd wurde in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses kontrovers diskutiert.
Über das künftige Gewerbegebiet Altenberge-Süd wurde in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses kontrovers diskutiert. Foto: mas

Eine weitere Etappe auf dem Weg zum neuen Gewerbegebiet „Altenberge-Süd“ wurde in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses zurückgelegt: Die Mehrheit der Kommunalpolitiker stimmte für die Offenlegung des Bebauungsplans „Altenberge-Süd“. Von Einstimmigkeit konnte allerdings keine Rede sein: Nur CDU und UWG votierten für die Festsetzungen, die nun getroffen worden sind.

Eichen

Grüne und SPD stimmten dagegen. Der Knackpunkt: Sie wollten im Bebauungsplan unter anderem festlegen, dass Unternehmen per Kaufvertrag dazu verpflichtet werden, beispielsweise ihre Dächer zu begrünen. Auch einige Eichen, die sich in Höhe der Firma Wecon befinden, sollten dauerhaft erhalten bleiben, meinte Karl Reinke (Grüne).

Kein Zwang

Die CDU hält jedoch nichts vom Zwang: „Wir setzen unter anderem auf öffentliche Förder-Mechanismen“, sagte Matthias Große Wiedemann. Zunächst sollten Gewerbebetriebe gefunden und dann über Anreiz-Systeme diskutiert werden, wie beispielsweise ökologische Belange in Bauvorhaben integriert werden können. Anreize könnten möglicherweise durch unterschiedliche Grundstückspreise geschaffen werden. Eugen Baackmann (CDU) schloss sich der Meinung seines Parteikollegen Große Wiedemann an: „Wir sollten nicht unnötig Hindernisse aufbauen.“ Dem entgegnete Wilhelm Conrads von den Grünen vehement: „Dann sollen die Unternehmen doch woanders hingehen.“ Ein Grasdach spare Strom und könne Klimaanlagen ersetzen, ergänzte Karl Reinke. Deshalb sollten entsprechende Vorgaben im Bebauungsplan festgeschrieben werden.

Grasdach

Zurück zu den Eichen: Diese stehen bislang auf dem Teil des geplanten Gewerbegebietes, das direkt an der Firma Wecon grenzt, die bereits signalisiert hat, sich zu erweitern. „Das Unternehmen hat zugesichert, dass die Eichen in absehbarer Zeit nicht gefällt werden sollen“, gab Bürgermeister Jochen Paus zu Protokoll.

Erforderlich sind aufgrund der Versiegelung der ehemals landwirtschaftlichen Fläche Ausgleichsmaßnahmen. Dazu wird unter anderem ein Grundstück des Flächenpools „Münstersche Aa“ der Naturschutzstiftung Steinfurt an der Grenze zu Hohenholte in Anspruch genommen. Dort wird unter anderem die Aa umgelegt, um eine „ökologisch optimierte Laufverlängerung zu erzielen“, so Norbert Reimann vom Planungsbüro Hahm. Außerdem soll in diesem Abschnitt der Münsterschen Aa extensives Weideland geschaffen werden.

Des Weiteren wurde festgelegt, dass in dem neuen etwa zehn Hektar großen Gewerbegebiet keine Schottergartenflächen angelegt werden dürfen.

Die Zufahrt zu „Altenberge Süd“ erfolgt mit direktem Anschluss (inklusive Linksabbiegespur) von der L 874 aus (kurz hinter der Firma Post in Richtung Havixbeck). Abstand genommen wurde von der Variante, die Zufahrt an der Kreuzung L 874 / K 50 in Richtung Hohenholte anzulegen. In diesem Fall wären unter anderem erhebliche Straßenumbauarbeiten erforderlich, so Reinmann.

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