Verein „Casa Nova“ hilft Bedürftigen in Brasilien
Decken gegen Kälte

altenberge -

Seit vielen Jahren engagieren sich viele Altenberge weltweit in verschiedenen Hilfsprojekten – und zwar unter anderem in Brasilien, Indien, Uganda und Nicaragua. Auch dort sind die Menschen von der Corona-Pandemie betroffen. In einer Serie blicken die WN auf die aktuelle Situation vor Ort. Zum Auftakt berichtet Birgit Koch-Heite über die Lage im brasilianischen Bela Vista.

Freitag, 29.05.2020, 19:18 Uhr aktualisiert: 01.06.2020, 14:06 Uhr
Sandra de Avila (l.) bereitet mit anderen Frauen das Mittagessen im brasilianischen Bela Vista zu.
Sandra de Avila (l.) bereitet mit anderen Frauen das Mittagessen im brasilianischen Bela Vista zu.

Der Eine-Welt-Kreis „Bewahrung der Schöpfung“ hält auch in Corona-Zeiten den Kontakt zu den Hilfsprojekten, die von Altenberge aus unterstützt werden. Der Verein „Casa Nova“ ist das Bindeglied nach Bela Vista in Brasilien.

„Bereits vor einigen Wochen haben Leser durch ihre Spenden geholfen, Essenspakete für Bedürftige im Projekt selber und auch im ganzen Ortsteil zu verteilen“, berichtet Birgit Koch-Heite , die sich seit vielen Jahren im Verein „Casa Nova“ engagiert.

Bela Vista

Mittlerweile werde der Verein auch von der örtlichen Gemeinde in Brasilien unterstützt, so Koch-Heite. Vom dortigen Rathaus aus werden auch Hilfspakete verteilt. „Der Verein versorgt jetzt nur noch die Menschen, die keine Pakete erhalten, weil sie sich nicht ausweisen können“, erläutert Birgit Koch-Heite das derzeitige Vorgehen.

Kälte

Doch nun komme ein anderes Problem hinzu. Seit Wochen regnet es ungewöhnlich viel, und damit verbunden ist eine für Brasilien nicht gekannte Kälte. In der Nacht gehen die Temperaturen auf bis zu sieben Grad herunter. „Dabei muss berücksichtigt werden, das die einfachen Häuser nicht isoliert sind und keine Heizung haben. Dies führt zu Erkältungswellen“, so Koch-Heite weiter. Viele Bewohner hätten zum Schlafen gar keine oder nur eine sehr dünne Bettdecke, berichtet die Altenbergerin. „Oft schlafen die Menschen in ihrer Kleidung und decken sich mit irgendwelchen Dingen zu.“

Die Menschen vor Ort helfen sich selber durch Kleiderspenden, die von Freiwilligen aus dem Projekt „Casa Nova“ verteilt werden.

Kleiderspenden

Sandra de Avila und Günter Raecke , die Vorsitzenden des Vereins „Casa Nova“, die sich seit Anfang des Jahres in Brasilen aufhalten, haben im Internet eine Firma gefunden, die Bettdecken für etwa fünf Euro pro Stück herstellt. Der Bedarf wird bei 100 Bettdecken liegen, schätzt Birgit Koch-Heite.

De Avila und Raecke sind in Absprache mit den anderen Helfern der Ansicht, dass es sinnvoll und wichtig sei, die Menschen mit Bettdecken zu versorgen. „Die Menschen in Bela Vista bedanken sich für die spontane Hilfe und würden sich eine weitere Unterstützung diese wichtigen Arbeit sehr freuen“, sagt Birgit Koch-Heite, die zudem auf die politische Situation in dem südamerikanischen Land abschließend eingeht: „Wer die Situation in Brasilien in den Medien verfolgt hat, weiß, wie der Präsident Bolsonaro mit den Folgen der Pandemie umgeht und dass die Menschen hier allein gelassen werden.“

Wer die Arbeit von „Casa Nova“ finanziell unterstützen möchte, kann folgende Bankverbindung verwenden: Casa Nova e. V.; Volksbank IBAN: DE83 4006 1238 7859 4187 00.

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