Sixdays in Altenberge statt Riesenbeck
Sechs Tage, sechs Läufer und Corona

Altenberge -

Auf den Start bei den Riesenbecker Sixdays mussten Stefan Lammers und Gregor Schilling verzichten. Denn das Lauf-Event wurde auf 2021. Die Lauffreunde waren erst enttäuscht, witzelten dann, dass sie ihre eigenen Sixdays veranstalteten – und haben das schließlich gemacht.

Mittwoch, 03.06.2020, 17:04 Uhr aktualisiert: 04.06.2020, 19:00 Uhr
Sechs Läufer, sechs Tage: Weil die Riesenbecker Sixdays Corona zum Opfer fielen, gab es in Altenberge einen Nachbarschaftslauf. Daran nahmen Gregor Schilling (v.l.), Axel Toebe, Michael Geske, Stefan Lammers, Hermann Fliß und Carsten Hörmeyer teil.
Sechs Läufer, sechs Tage: Weil die Riesenbecker Sixdays Corona zum Opfer fielen, gab es in Altenberge einen Nachbarschaftslauf. Daran nahmen Gregor Schilling (v.l.), Axel Toebe, Michael Geske, Stefan Lammers, Hermann Fliß und Carsten Hörmeyer teil. Foto: Rayen

Eigentlich wären die Lauffreunde Stefan Lammers und Gregor Schilling im Mai bei den Riesenbecker Sixdays gestartet. 120 Kilometer sollten an sechs Tagen zurückgelegt werden. Corona machte auch diesem Event einen Strich durch die Rechnung. Die Sixdays sind verschoben – auf den Mai 2021.

Die Laufpartner, die zur Nachbarschaftsgruppe „Bergziegen Altenberge“ gehören, waren enttäuscht und witzelten: „Dann machen wir unsere eigenen Sixdays.“ Je länger das Duo darüber nachdachte, desto mehr fand es Gefallen an dieser Idee. Sechs Strecken rund um Altenberge und seine Bauerschaften wurden ausgearbeitet, weitere Mitläufer motiviert. So machten sich am Ende sechs Stammläufer und der eine oder andere Gast mit auf den Weg. Natürlich stets mit Abstand und unter Beachtung der aktuellen Hygieneregeln in Coronazeiten.

Ans kleinste Detail gedacht

122,3 Kilometer zeigte die Laufuhr am Ende der sechs Tage an. Für die Distanz benötigte die Truppe elf Stunden, 27 Minuten und 24 Sekunden. „Wir waren in einem moderaten Tempo unterwegs – war ja schließlich ein Gruppenlauf und kein Wettkampf“, sagt Gregor Schilling.

Stefan Lammers schnürt seine Laufschuhe mit großer Leidenschaft – und das seit über 20 Jahren. Er startet bei Marathons und vielen außergewöhnlichen Läufen. Obendrein hat sich der 50-Jährige auch an der Organisation diverser Lauf-Events beteiligt. Kurzum: Er war bestens vorbereitet, um einen Privat-Lauf über sechs Tage auf die Beine zu stellen. Selbst ans kleinste Detail hatte der Altenberger gedacht.

Für die Teilnehmer gab es Startnummern, und Hermann Hesses Zitat „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen“ als Motivation. Pausensnacks waren organisiert. Dazu tägliche E-Mail-Informationen zum Streckenverlauf des folgenden Tages, eine Zusammenfassung mit Fotos – und am Ende natürlich auch Urkunden und Medaillen. Spaß muss sein – erst recht in Zeiten von Corona. Gefinisht haben übrigens alle Starter der „Altenberger Sixdays“.

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