Verschiedene Strecken-Varianten sind online einsehbar
Bürger sollen bei Velorouten mitentscheiden

Altenberge/Münster -

Für die Velorouten nach Everswinkel, Altenberge, Ascheberg und Senden fragt die Stadt Münster nun nach der Hilfe der Bürger, um die genauen Wege und Routenvarianten festzulegen. Doch allzu lange ist dafür nicht Zeit.

Sonntag, 07.06.2020, 14:36 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 16:50 Uhr
In der Stadtregion Münster soll es künftig 14 Velorouten geben – eine davon führt nach Altenberge.
In der Stadtregion Münster soll es künftig 14 Velorouten geben – eine davon führt nach Altenberge. Foto: WN

In der Stadtregion Münster soll es künftig 14 Velorouten geben, die die Innenstadt Münsters mit den Außenstadtteilen und den angrenzenden Umlandgemeinden verbinden. Sie sollen komfortabel, durchgängig befahrbar und sicher sein, um gerade Alltagspendlern eine echte Alternative zum Auto bieten.

Nachdem auf der Veloroute Münster – Telgte über Handorf bereits die ersten Bauarbeiten begonnen haben, geht es nun auf vier weiteren Velorouten in die entscheidende Planungsphase mit grundlegenden Richtungsentscheidungen.

Für die Routen nach Everswinkel, Altenberge, Ascheberg und Senden liegen detaillierte Variantenuntersuchungen vor, die als  Grundlage für den Trassenverlauf dienen und auf der Homepage des Amtes für Mobilität und Tiefbau zur Verfügung stehen. Die Untersuchungsergebnisse können dort eingesehen und Ideen sowie Anregungen Interessierter in die Planung einfließen. Entsprechende Kontaktmöglichkeiten sind online aufgeführt, teilt die Stadt in einer Mitteilung mit.

„Als Mitglied der Stadtregion Münster sind wir natürlich in diesem Thema unterwegs. Schließlich gibt es einen zunehmenden Pendlerradverkehr nach Münster und zurück“, erklärt Altenberges Bürgermeister Jochen Paus . Die Stadt Münster hat für den Bau der Trasse entlang der L 510 bis zur Gemeindegrenze einen Planungsauftrag vergeben. Mit diesem Planungsbüro habe man Kontakt aufgenommen, um den Verlauf weiterzuführen, so Paus.

Ann-Kathrin Tassemeier, Projektkoordinatorin und zuständige Planerin im Amt für Mobilität und Tiefbau, freut sich auf Hinweise aus der Bevölkerung: „Wir können von den Ortskenntnissen und täglichen Erfahrungen nur profitieren. Wenn wir Velorouten bauen wollen, die später auch tatsächlich von Alltagsradlern genutzt werden, ist eine Beteiligung der potenziellen Nutzer bei der Trassenfindung unerlässlich.“

Um sich einen genauen Eindruck der Örtlichkeiten und der jeweiligen Vor- oder Nachteile der Routenvarianten zu verschaffen, empfiehlt Tassemeier individuelle Befahrungen: „Für Rückfragen zum Routenverlauf, zu ersten Analyseergebnissen und Planungsideen stehen wir gerne zur Verfügung.“ 

Ursprünglich sollten die Entscheidungsträger der politischen Gremien in Form von Befahrungen der Trassenvarianten eingebunden werden. Über Anliegerversammlungen wollte die Stadt Münster sicherstellen, dass die Expertise der Bürger in den Planungsprozessen angemessen berücksichtigt wird. Wegen der Corona-Lage sind diese Formen der Beteiligung aktuell und auf absehbare Zeit nicht möglich.

Für die Routen nach Altenberge werden Eingaben bis zum 21. Juni (Sonntag) berücksichtigt. Alle Informationen zu den Velorouten finden sich auf der Homepage des Amtes für Mobilität und Tiefbau.

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