Altenberger Hilfe für Nicaragua
Halt und Zuversicht geben

altenberge -

Seit vielen Jahren engagieren sich zahlreiche Altenberger in verschiedenen Hilfsprojekten – und zwar weltweit. Sei es in Brasilien, Indien, Afrika oder Nicaragua. Und auch in diesen Ländern sind die Menschen von der Corona-Pandemie betroffen. In einer Serie wird in den nächsten Wochen über die Situation der jeweiligen Hilfsprojekte berichtet. In diesem Teil der Serie geht es um die Hilfsorganisation „Pan y Arte“ und ihre Arbeit in Nicaragua.

Freitag, 12.06.2020, 15:12 Uhr aktualisiert: 14.06.2020, 16:42 Uhr
Die Mitarbeiter von „Pan y Arte“ vermitteln den Kindern in Nicaragua Kunst und Kultur.
Die Mitarbeiter von „Pan y Arte“ vermitteln den Kindern in Nicaragua Kunst und Kultur. Foto: privat

Im Januar 2017 kam der ehemalige Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, Dr. Henning Scherf , nach Altenberge und referierte im voll besetzten Saal Bornemann über alternative Wohnformen im Alter. An diesem Abend informierte er auch über die Arbeit der international tätigen Hilfsorganisation „ Pan y Arte “ (Brot und Kunst), deren Vorstandsvorsitzender er war. Einer seiner Inhalte waren die Projekte, die „Pan y Arte“ seit nunmehr 25 Jahren in Nicaragua unterstützt.

Im Mittelpunkt stehen Kinder und Jugendliche, die durch Musizieren und Malen, Schreiben, Lesen, Tanzen und Theaterspielen gefördert und gestärkt werden: „Kunst und Kultur sind kein Luxus, sondern ein ebenso menschliches Bedürfnis wie das tägliche Brot“, betont Christa Ludwig , Mitglied des Arbeitskreises „Eine Welt – Bewahrung der Schöpfung“ der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist.

Dieser Arbeitskreis steht über Ursula Nimpsch-Wiesker, tätig in der Geschäftsstelle von „Pan y Arte“, mit den Projektleitern und Mitarbeitern in Nicaragua in Verbindung. Von der sehr erfolgreichen Arbeit konnte sich Christa Ludwig vor Ort im Jahr 2014 selbst überzeugen.

Nicaragua ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas. Hier leidet die Bevölkerung besonders unter dem coronabedingten weltwirtschaftlichen Abschwung, denn dort gibt es kein Sozialsystem, das eine Grund­sicherung bietet, und keine staatlichen Hilfspakete.

Vor Kurzem schrieb der Verein: „Gerade in dieser Situation kann unser größtes Projekt, das Kulturhaus Casa de los Tres Mundos, als anerkannte und seit vielen Jahren zuverlässig arbeitende Institution eine wichtige Rolle spielen. Denn es geht jetzt darum, den Menschen in Nicaragua Halt und Zuversicht zu geben: Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen brauchen die Casa nun mehr denn je als Orientierungspunkt und Ort der Kommunikation. Selbst, wenn sie überwiegend virtuell erfolgen muss.“

Die Coronakrise bedeutet für die 60 Mitarbeiter die zweite große Krise nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen im Sommer 2018, die hohe Arbeitslosigkeit und Armut nach sich gezogen haben. Die Mitarbeiter in den Projekten sind die Garanten dafür, dass die in 25 Jahren mühsam aufgebauten Strukturen weiter tragen.

„Unser Arbeitskreis versucht daher, in der schwierigen aktuellen Situation zu helfen“, so Christa Ludwig.

Wer Genaues über die Projekte von „Pan y Arte“, unter anderem in der Hauptstadt des Landes, Managua, und über die Arbeit in der Casa de los Tres Mundos (Haus der drei Welten) in Granada, erfahren möchte, findet viele Informationen auf der Homepage des Vereins: https://panyarte.de .

 

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