Astbruchgefahr am Wäldchen zum Landwehrbach
Da hilft auch der Helm nur wenig

altenberge -

Karl-Heinz Lammers macht sich Sorgen. Der 79-jährige pensionierte Berufsschullehrer ist Radfahrer aus Leidenschaft und hat auf einer seiner Routen rund um Altenberge eine missliche Lage festgestellt, die – im schlimmsten Falle – Leben kosten könnte. „Astbruch kann sehr gefährlich werden.

Sonntag, 21.06.2020, 15:44 Uhr
Auf diesem circa 400 Meter langen Teilstück weist die Gemeinde auf die Gefahr des Astbruchs hin. Ob das ausreicht, bezweifelt Karl-Heinz Lammers sehr.
Auf diesem circa 400 Meter langen Teilstück weist die Gemeinde auf die Gefahr des Astbruchs hin. Ob das ausreicht, bezweifelt Karl-Heinz Lammers sehr. Foto: gs

Die Äste sind zum Teil dick wie ein Unterarm“, erklärt der Altenberger. Wenn die runterkommen und einen Menschen treffen, dann ist der – im schlimmsten Falle – tot.

Auf der Strecke der ehemaligen 100-Schlösserroute, die Siemensstraße in Richtung Schmitz Cargobull und Kümper entlang, beim Hof Kumpmann und an der Villa des Bauern Hersping vorbei, folgt ein Abschnitt durch ein Wäldchen, nach Lammers ‘ Erinnerungen früher Niehoffs Busch genannt, in dem einige Äste an den Bäumen rechts und links des Weges gefährlich alt und brüchig aussehen.

Die Gemeinde Altenberge hat mittlerweile Schilder an drei Stellen angebracht, die auf den Astbruch hinweisen sollen. Bloß, wer beachtet die schon? Und welcher Radler kehrt hier schon um, nur weil ein Schild auf eine Gefahrenlage hinweist? „Gerade an den Wochenenden herrscht auf dieser Strecke Hochbetrieb“, sagt der 79-Jährige, der schon im Frühjahr dafür Sorge getragen hat, dass der Untergrund dieses Weges ein wenig komfortabler wird.

Der circa 400 Meter lange Abschnitt bis zum Landwehrbach, die Grenze zwischen den Kreisen Steinfurt und Coesfeld, war nur mit sehr groben Schottersteinen ausgelegt. Ein Horror für Rad und Radler. Ende April ist die Gemeinde tätig geworden und hat einen Streifen feinen Kies aufbringen lassen, der den Pedaleuren sehr entgegenkommt.

„Eltern mit ihren Kindern, zum Teil in Fahrradanhängern – hier ist richtig was los am Wochenende“, beschreibt Lammers seine Verkehrserfahrungen bei gutem Wetter, vor allem an Sonn- und Feiertagen. Kein Wunder, die Route ist wunderschön, führt entlang zahlreicher Kornfelder und weist nicht einen einzigen Hügel auf.

Am Ende des Abschnitts, dort wo der Rastplatz zu einer Pause einlädt, hängt an einer Pappel das zweite Schild, das auf die Gefahr des Astbruchs hinweist. Direkt darüber fristen eine ziemlich tot aussehende Esche und eine weitere Pappel mit abbruchgefährdeten Ästen ihr Dasein. Wenn Wind geht oder bei Sturm, so Lammers‘ Befürchtung, können die jederzeit herunterkommen. Und wenn‘s ganz dumm läuft, jemanden treffen. Manchmal reicht auch ein ordentlicher Regenguss, und die Äste folgen dem Gesetz der Erdanziehung. Der passionierte Radler wünscht sich, dass die Gemeinde erneut tätig wird und diese Gefahrenstellen beseitigt. Schilder helfen seiner Meinung nach nur wenig.

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