Heimatverein kann Projekt realisieren
Grünes Licht für die Werkstatt

Altenberge -

Das heißt konkret: Sobald die Finanzierung des Projektes gesichert ist, stellt die Gemeinde dem Heimatverein die notwendige Grundstücksfläche zur Verfügung. 

Mittwoch, 08.07.2020, 17:04 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 17:41 Uhr
Die Boulebahn soll um einige Meter verschoben werden, sodass am jetzigen Standort ein Fachwerkgebäude errichtet werden kann. Darin soll die ehemalige Holzschuhwerkstatt der Familie Gausling untergebracht werden.
Die Boulebahn soll um einige Meter verschoben werden, sodass am jetzigen Standort ein Fachwerkgebäude errichtet werden kann. Darin soll die ehemalige Holzschuhwerkstatt der Familie Gausling untergebracht werden. Foto: mas

Dafür kommt das Grundstück infrage, auf dem sich derzeit noch die Boulebahn befindet. Das dort zu errichtende Fachwerk-Gebäude soll etwa 80 Quadratmeter groß sein und die historische Holzschuhmacherwerkstatt der Familie Gausling beherbergen.

Die Entscheidung fiel mit 20 Ja- und fünf Neinstimmen sowie zwei Enthaltungen zwar nicht einstimmig aus. Die Befürworter sind aber demnach klar in der Mehrheit. Das Gelände rund um Stenings Scheune und das Heimathaus sei „ein tolles Ensemble“, schwärmte Matthias Große Wiedemann (CDU). Dieses Schritt für Schritt weiterzuentwickeln, sei der richtige Weg. Altenberge könne sich glücklich schätzen, dass es Bürger gebe, die mit diesem neuen Projekt dazu beitragen würden, „Altenberge weiter zu bereichern“. Schließlich sei das Heimathaus-Ensemble ein „touristisches Aushängeschild“ von Altenberge, sagte Matthias Große Wiedemann.

„Heimat-Zeugnis“

Ulrike Reifig (SPD) unterstützt das Vorhaben, da sowohl die Boulebahn als auch der Generationenpark erhalten bleiben. Die Boulebahn soll an anderer Stelle auf dem Gelände wieder aufgebaut werden.

Überhaupt nicht einverstanden mit dem Erweiterungsvorhaben des Heimatvereins sind die Grünen. Fraktionsmitglied Wilhelm Conrads „bedauert die Entwicklung sehr“. Der Park sei ohnehin schon „sehr klein“, so Conrads. „Irgendwann haben wir dort nur noch einen Garten.“ Die Holzschuhmacherwerkstatt sei zwar erhaltenswert, sollte aber nicht auf dem Gelände des Friedhofsareals angesiedelt werden, sagte der Grünen-Politiker.

Fördermittel

Wie geht es weiter? Das Projekt soll überwiegend mit Fördermitteln des Landes NRW finanziert werden. Dafür könnte der Fördertopf „Heimat-Zeugnis“ angezapft werden, der eine Förderung in Höhe von 90 Prozent vorsieht. Zehn Prozent der Kosten muss der Heimatverein selbst aufbringen durch Vereinsmittel, Eigenleistung oder Spenden. Als nächstes sollen nun Gespräche mit der Bezirksregierung Münster geführt werden, um Details zu besprechen.

Für die Finanzierung des Projektes sind keine gemeindeeigenen Gelder vorgesehen. Für die zu bebauende Fläche müsse allerdings Planungsrecht geschaffen werden. Dafür fallen voraussichtlich Kosten in Höhe von 6000 Euro an.

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