Mit dem Wohnmobil in Altenberge
Urlaub am Fuß des Großen Berges

altenberge -

Die Ostseeküste ist nur knapp 90 Kilometer entfernt; trotzdem verbringen Herold und Gudrun Mayer derzeit ihren Urlaub in Altenberge. Die beiden Rentner aus Mecklenburg-Vorpommern stehen mit ihrem Gefährt seit zwei Wochen auf dem Wohnmobilstellplatz am Gelände des TuS Altenberge und erkunden von dort aus das Münsterland.

Sonntag, 12.07.2020, 12:40 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 17:22 Uhr
Herold und Gudrun Mayer aus Sternberg in Mecklenburg-Vorpommern haben die Ostsee zwar vor der Haustür, fahren mit ihrem Wohnmobil aber auch gerne ins Münsterland und machen Station in Altenberge.
Herold und Gudrun Mayer aus Sternberg in Mecklenburg-Vorpommern haben die Ostsee zwar vor der Haustür, fahren mit ihrem Wohnmobil aber auch gerne ins Münsterland und machen Station in Altenberge. Foto: gs

Die Ostseeküste ist nur knapp 90 Kilometer entfernt; trotzdem verbringen Herold und Gudrun Mayer derzeit ihren Urlaub in Altenberge. Die beiden Rentner aus Mecklenburg-Vorpommern stehen mit ihrem Gefährt seit zwei Wochen auf dem Wohnmobilstellplatz am Gelände des TuS Altenberge und erkunden von dort aus das Münsterland.

„Wir sind schon zum dritten Mal hier“, sagt der 69-jährige ehemalige Rettungssanitäter des DRK. „Unser Sohn wohnte früher in Handorf und jetzt in Laer. Den besuchen wir des Öfteren mit den Fahrrädern. Früher waren wir auch oft in Telgte, wo wir auch wieder hinfahren“, erklärt Mayer.

Wobei die Wahl des Stellplatzes Altenberge ganz bewusst von den beiden Sternbergern – das liegt im Kreis Ludwigslust Parchim, Nähe Schwerin, Kennzeichen STB – ausgewählt wurde. „Wir haben hier alles was wir brauchen: Strom, Wasser, Entsorgung und sämtliche Einkaufsmöglichkeiten. Außerdem sind wir begeisterte Radfahrer, und die Gegend hier ist wunderschön“, genießen Gudrun und Herold Mayer die münsterländische Pättkeslandschaft.

Seit zehn Jahren sind sie mit ihrem Wohnmobil inklusive Anhänger für Fahrräder und Kleinmaterial unterwegs. Überwintert wird entweder in Spanien oder an der Ostseeküste. „Da ist es zwar kalt, aber auch wunderschön im Winter“, sagt Herold Mayer. Dass er dort nicht den Erfrierungstod stirbt, nimmt man ihm unbenommen ab. Selbst bei 18 Grad Außentemperatur sitzt der 69-Jährige im ärmellosen T-shirt vor seinem Wagen und erzählt seine Geschichte.

„Altenberge ist ein traumhafter Ort. Wir haben immer noch nicht all die kleinen Gassen erkundet. Am Heimathaus gibt es sogar eine Ladestation für unsere E-Bikes“, sind die beiden Norddeutschen rundum zufrieden mit dem Service am Sportplatz Großer Berg. Und da aktuell kein Spielbetrieb auf dem TuS-Gelände herrscht, ist es auch einigermaßen ruhig dort. „Es ist zwar ruhig, aber auf dem Platz ist jeden Tag was los“, bestätigt Herold Mayer, dass die Kicker zumindest ihren Trainingsbetrieb wieder aufgenommen haben.

Da die Schlafenszeit der Mayers ganz und gar nicht rentner-like ist, stört der Lärm vom Fußballplatz überhaupt nicht. „Wir sind eher Eulen und gehen spät schlafen. Gestern Nacht haben wir uns bis um zwei Uhr unterhalten“, bestätigt Gudrun Mayer ihren Mann.

Anfang August geht es wieder zurück in die Heimat nach Sternberg. „Dann müssen wir unser Grundstück wieder in Ordnung bringen“, erzählt Herold Mayer, dass er oben, in Mecklenburg-Vorpommern, immerhin 5000 Quadratmeter zu versorgen habe. Füchse, Wildschweine, Igel – alles mögliche Getier lebe auf dem Gelände der Mayers, das bei der Reiselust ihrer Besitzer allerdings nicht völlig verwahrlosen darf.

Über Telgte, die Weser und das Steinhuder Meer geht es in zwei Wochen zurück in den Kreis Ludwigslust-Parchim – bis zur nächsten Reise im Winter.

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