Komet am Altenberger Himmel zu sehen
Auf den Spuren des Universums

Altenberge -

Das Kulturforum Arte plant unter der Regie des Hobbyastronomen Witold Wylezol ab Herbst die Wiederaufnahme der Vortragsreihe „Auf den Spuren des Universums“, in der Kometen auch eine Rolle spielen werden.

Sonntag, 19.07.2020, 16:18 Uhr aktualisiert: 21.07.2020, 15:52 Uhr
Auf dem Foto sind deutlich Kopf und Schweif des Kometen
Auf dem Foto sind deutlich Kopf und Schweif des Kometen Foto: Witold Wylezol

Er hat einen etwas sperrigen Namen, ist dafür aber mittlerweile problemlos die ganze Nacht über mit dem bloßen Auge zu beobachten: der Komet C/2020 F3 (Neowise). „Zu finden ist er aktuell gegen Mitternacht tief im Norden an der Grenze zwischen den Sternbildern Fuhrmann und der Große Bär“, schreibt Witold Wylezol in einem Pressetext.

Er fotografierte den Kometen in der Nacht vom 12. auf den 13. Juli aus der vom Kulturforum Arte errichteten semiprofessionellen Sternwarte „Horus-Auge“ bei Altenberge. Diese wird nach langer Bauphase schon bald der Öffentlichkeit mit einem regelmäßigen Programm zugänglich sein, kündigt Wylezol an. Die Aufnahme vom Kometen sei mit einer handelsüblichen Spiegelreflexkamera und einem mittelstarken Teleobjektiv entstanden. Belichtet wurde sie 25 Sekunden lang mit einer speziellen Nachführungsvorrichtung, die die Bewegung der Erde um ihre Achse ausgleicht.

Nach den neusten Berechnung war der sehr helle Komet zum letzten Mal um das Jahr 2500 vor Christus zu sehen. „Noch zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts wusste man sehr wenig von dem astronomischen Phänomen eines Kometen“, schreibt Wylezol weiter. Laut einer volksmündlichen Interpretation des Phänomens „helle sichtbare Kometen“ handelte es sich immer wieder um einen Vorboten oder ein Vorzeichen, das mit dem Beginn beziehungsweise mit dem Ende einer Ära zusammenhing.

Das Kulturforum Arte plant unter der Regie des Hobbyastronomen Witold Wylezol ab Herbst die Wiederaufnahme der Vortragsreihe „Auf den Spuren des Universums“, in der Kometen auch eine Rolle spielen werden. Geplant sind Fotoausstellungen mit spektakulären Aufnahmen von Mond, Kometen, Planeten, Sternhaufen, Gasnebeln und Galaxien, die von Hobbyastronomen mit internationalem Renommee in den vergangenen zwei, drei Jahren gewonnen werden konnten.

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