Bild der siebenjährigen Lena bei internationaler Kinderkunstausstellung zu sehen
Aus Altenberge in die Welt

Altenberge -

Das Bild mit dem Titel „Abstand halten“ hatte die siebenjährige Lena beim „Kreativ Contest“ der Jugendkreativwerkstatt eingereicht. Zu sehen ist es aber auch in einer virtuellen Ausstellung des Internationalen Kinderkunstmuseums in Oslo. Wie das passiert ist? Die Geschichte hat mit Zufällen, aufmerksamem Zeitungslesen und Susanne Opp Scholzen zu tun.

Mittwoch, 22.07.2020, 19:16 Uhr aktualisiert: 22.07.2020, 19:25 Uhr
Das Bild mit dem Titel „Abstand halten“ der siebenjährigen Lena (l.u.) ist in der virtuellen Ausstellung des Barnekunst-Museums zu sehen. Beim „Kreativ-Contest“ der Jugendkreativwerkstatt hatten Altenberger Kinder und Jugendliche nicht nur gemalte Bilder eingesendet, sondern auch Fotos von einer nachgebauten Fachwerkscheune (l.o.), einer Paddeltour im Wohnzimmer (r.o.) und bemalten Sneakern.
Das Bild mit dem Titel „Abstand halten“ der siebenjährigen Lena (l.u.) ist in der virtuellen Ausstellung des Barnekunst-Museums zu sehen. Beim „Kreativ-Contest“ der Jugendkreativwerkstatt hatten Altenberger Kinder und Jugendliche nicht nur gemalte Bilder eingesendet, sondern auch Fotos von einer nachgebauten Fachwerkscheune (l.o.), einer Paddeltour im Wohnzimmer (r.o.) und bemalten Sneakern.

Für Susanne Opp Scholzen ist es „eine witzige Geschichte“: Da reicht eine siebenjährige Altenbergerin beim „Kreativ-Contest“ in ihrem Wohnort ein selbst gemaltes Bild ein – und landet damit in einer virtuellen Ausstellung des Internationalen Kinderkunstmuseums im norwegischen Oslo. Wer sich auf der Homepage des Barnekunst-Museums die „Top 100“ des weltweiten Kinderkunstprojekts ansieht, entdeckt zwischen Bildern von Kindern aus Hongkong, Indien, den USA und Österreich ein Bild von Lena (7) aus Altenberge.

Die Geschichte, wie Lenas Bild mit dem Titel „Abstand halten“ in der Ausstellung gelandet ist, hat mit Zufällen, aufmerksamem Zeitungslesen und ganz entscheidend mit Susanne Opp Scholzen zu tun. Denn die Leiterin der Jugendkreativwerkstatt in der Kulturwerkstatt hatte gemeinsam mit Carina Primus nicht nur den „Kreativ-Contest“ für Kinder und Jugendliche in Altenberge ins Leben gerufen. Opp Scholzen war beim Lesen der Wochenzeitung „Die Zeit“ auch auf das weltweite Kinderkunstprojekt unter dem Motto „kids paint corona“ gestoßen.

Im Bewusstsein bleiben

„Die Zeit“ hatte gemeinsam mit dem Internationalen Kinderkunstmuseum und weiteren Redaktionen wie der „Washington Post“ Kinder dazu aufgerufen, ihre Erlebnisse während der Pandemie in Bildern festzuhalten. Mehr als 5500 Kunstwerke von Kindern aus 64 Ländern wurden eingereicht. Eine Auswahl davon ist auf der Homepage des Barnekunst-Museums zu sehen. Dazu zählt auch das Bild der siebenjährigen Lena aus Altenberge.

Susanne Opp Scholzen hat natürlich Lenas Familie benachrichtigt: „Sie hat sich gefreut, sie fand das auch witzig“, sagt Opp Scholzen, die nicht damit gerechnet hatte, dass eines der Bilder in der Ausstellung präsentiert wird: „Wir haben den ‚Kreativ-Contest‘ ja auch nicht gemacht, um da zu landen.“ Bereits im März, unmittelbar nach dem Shutdown, haben Opp Scholzen und Carina Primus begonnen, ihre Idee in die Tat umzusetzen. Denn für die Jugendkreativwerkstatt ging es auch darum, in dieser auch für sie schwierigen Zeit sichtbar zu bleiben: „Für so eine kleine Kultureinrichtung ist das ein wichtiger Baustein, um im Bewusstsein zu bleiben“, sagt Opp Scholzen.

Das Bild einer nachgebauten Fachwerkscheune hat ein Junge beim "Kreativ Contest" eingereicht.
Foto: Jugendkreativwerkstatt

Eines deutete sich für sie bereits früh an: „Dass wir die Kinder und Jugendlichen wahrscheinlich für eine lange Zeit nicht bei uns haben würden.“ Deshalb riefen Opp Scholzen und Primus die jüngeren Altenberger dazu auf, diese besondere Situation „irgendwie kreativ auszudrücken“. Fotos von etwa 25 bis 30 Kunstwerken hat die Jugendkreativwerkstatt zugeschickt bekommen. „Es hätten durchaus mehr sein können“, sagt Opp Scholzen, die sich dennoch über jede einzelne Einsendung freut.

Diese sind ganz unterschiedlich, nicht alle haben ein Bild gemalt wie Lena. Es ist ein Comic-Video entstanden. Ein Junge hat einen Bauernhof nachgebaut, eine Jugendliche hat Sneaker bemalt. Die Jugendkreativwerkstatt hat die Aktion zwar „Contest“ genannt, ein richtiger Wettbewerb sollte es aber nicht sein. „Es zählt die Idee“, sagt Susanne Opp Scholzen. „Wir wollen fördern, nicht bewerten und beurteilen.“

Kunstwerke werden noch präsentiert

Nach einem ähnlichen Prinzip ist auch das Barnekunst-Museum bei seinen „Top 100“ vorgegangen. Opp Scholzen hatte die Kunstwerke vom „Kreativ Contest“ bei dem Projekt „kids paint corona“ eingereicht. Nicht nur dort werden die Ergebnisse des „Kreativ Contests“ präsentiert, sondern auch in einer virtuellen Ausstellung auf der Homepage der Kulturwerkstatt. Die Bilder, Videos und Co. sollen zudem noch auf eine andere Art gezeigt werden. „Wir werden auf alle Fälle eine Art Poster machen“, kündigt Opp Scholzen an, die gemeinsam mit Primus überlegt, ob auch eine reale Ausstellung unter Corona-Bedingungen vorbereitet werden kann.

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