Fieberpraxis in Altenberge
Patientenzahlen nehmen wieder zu

Altenberge -

Derzeit ist kein Altenberger mit dem Coronavirus infiziert. Die Pandemie ist aber noch nicht ausgestanden. Deshalb wird an der Fieberpraxis in Altenberge festgehalten. Sprechstundenzeiten werden mittlerweile nur noch vormittags angeboten. Mit reduziertem Patientenaufkommen hat das aber nichts zu tun. Im Gegenteil.

Mittwoch, 29.07.2020, 17:24 Uhr aktualisiert: 29.07.2020, 18:15 Uhr
In der ehemaligen Ludgeri-Hauptschule ist die Altenberger Fieberpraxis untergebracht.
In der ehemaligen Ludgeri-Hauptschule ist die Altenberger Fieberpraxis untergebracht. Foto: Marc Brenzel

In Ochtrup hat die Ärzteschaft Ende Juni beschlossen, die dortige Fieberpraxis zu schließen, da es seit Wochen keine neuen Corona-Infektionen gegeben hat. Für die Gemeinde Altenberge kommt ein solcher Schritt nicht infrage, wie Ärztin Dr. Lisa Degener jetzt erklärte.

„Wir wollen an dem Konzept festhalten, die Herbst- und Wintermonate kommen ja noch“, betonte Degener im Hinblick auf die Jahreszeiten, in denen die Bevölkerung traditionell mehr mit Atemwegserkrankungen zu kämpfen hat. „Unser Hauptziel ist es, die hausärztlichen Praxen zu entlasten“, stellte die Medizinerin klar.

Nur noch vormittags Sprechstunde

Untergebracht ist die Altenberger Fieberpraxis in der ehemaligen Ludgeri-Hauptschule. Die Gemeinde als Hausherr hat eine weitere Verfügbarkeit der Räumlichkeiten zugesichert. Von dieser Seite läuft alles glatt. Degener führte jedoch an, dass auch personell alles zu schaffen sein müsse. Denn für die Sprechstunden in der Fieberpraxis seien immer einer der Hausärzte plus jeweils eine Sprechstundenhilfe abzustellen.

Die Sprechstundenzeiten sind mittlerweile heruntergefahren worden. Sie werden aktuell nur vormittags von 8 bis 11 Uhr angeboten, nachmittags ist nicht mehr geöffnet. Das hängt nicht mit einem reduzierten Patientenaufkommen zusammen. „Ich bin immer montags da und kann sagen, dass es dann immer voll ist. Vielleicht 15 Personen, die jedoch nicht alle einen Abstrich haben wollen. Monatliche Statistiken haben wir da keine geführt“, sagt Degener. Sie hat aber festgestellt: „Die Patientenzahlen nehmen wieder zu.“

Eine Anlaufstelle für Menschen mit Atemwegserkrankungen

Das führt sie unter anderem auf die Rückkehrer aus den Urlaubsländern zurück. Bei vielen herrsche aufgrund der augenblicklichen Lage einfach eine gewisse Unsicherheit. Ansonsten wären sie voraussichtlich nicht in die Fieberpraxis gekommen, so Degener. In diesem Zusammenhang betonte sie: „Die Fieberpraxis ist keine Abstrichstelle, sondern eine Anlaufstelle für Menschen mit Atemwegserkrankungen und Fieber.“

  • Alle Patienten mit Erkältungssymptomen, wie zum Beispiel Husten, Fieber und Geschmacksverlust, werden gebeten, nicht die Altenberger Praxen aufzusuchen, sondern einen Termin in der Fieberpraxis (Telefon: 0 25 05 / 23 55) auszumachen. Mit dieser Maßnahme wird eine optimale Versorgung aller Patientengruppen ermöglicht und die Gefahr einer Infektion des Personals und der Patienten durch Covid-19 reduziert. Während in den Praxen der Normalbetrieb weitergeht, können potenziell ansteckende Patienten mit entsprechender Schutzausrüstung in der Fieberpraxis eingehend untersucht werden. Bei Bedarf wird hier auch der Corona-Abstrich durchgeführt.
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