Familienbündnis: Fragenkatalog an die Bürgermeister-Kandidaten
Bezahlbarer Wohnraum ist ein Thema

Altenberge -

Was wollen Sie konkret gegen die Klimakrise machen? Wie kann Altenberge attraktiver werden für Jugendliche? Mit Fragen wie diesen werden die drei Altenberger Bürgermeisterkandidaten konfrontiert. Das Familienbündnis hatte die Aktion „Familien haben die Wahl“ ins Leben gerufen und Fragen von Familien an die Kandidaten gesammelt.

Donnerstag, 30.07.2020, 17:02 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 16:47 Uhr
Drei Kandidaten treten an, um im Altenberger Rathaus die Nachfolge von Bürgermeister Jochen Paus anzutreten.
Drei Kandidaten treten an, um im Altenberger Rathaus die Nachfolge von Bürgermeister Jochen Paus anzutreten. Foto: Vera Szybalski

Nun sind die drei Bürgermeisterkandidaten Sebastian Nebel (CDU), Karl Reinke (Grüne) und Guido Roters (parteilos) an der Reihe: Das Familienbündnis Altenberge hat die Aktion „Familien haben die Wahl“ im Vorfeld der Kommunalwahl, die am 13. September (Sonntag) stattfindet, ins Leben gerufen. Familien waren aufgefordert worden, dem Familienbündnis Fragen zu schicken – davon richten sich auch zahlreiche direkt an die drei Bürgermeisterkandidaten. „Über das große Interesse haben wir uns sehr gefreut“, heißt es in einer Pressemitteilung der Organisatoren.

Die Fragen wurden an die Bürgermeisterkandidaten weitergeleitet und sollen nun von Sebastian Nebel, Karl Reinke und Guido Roters beantwortet werden. „Diese werden wir dann auf unseren Plattformen veröffentlichen, damit sich die Wählerinnen und Wähler ein Bild davon machen können, wie sie sich die Entwicklung Altenberges vorstellen“, heißt es in der Mitteilung des Familienbündnisses weiter.

Fragen zu Wohnen, Klimakrise und demografischem Wandel

Die Bandbreite der Fragen ist groß. Zum Thema Wohnen lautete sie: „In Altenberge fehlt es an bezahlbaren Wohnungen für Familien mit Kindern, für junge Menschen, die zu Hause ausziehen wollen und eine erste eigene Wohnung suchen oder für ältere Menschen, die eine bezahlbare ortskernnahe, barrierefreie Wohnung suchen. Immer wieder suchen Menschen bei uns, dem Familienbündnis, Hilfe und Unterstützung für dieses Anliegen. Was wollen Sie tun, damit diese Personengruppen Wohnraum finden können?“

Eine weitere Frage lautet: „Was wollen Sie konkret gegen den Klimawandel tun?“ Oder: „Was möchten Sie für Altenberge machen, damit es für Kinder und Jugendliche noch attraktiver wird und man Lust hat, hier seine Freizeit zu verbringen?“ Zudem sollen die drei Altenberger Bürgermeistkandidaten die Frage „Planen und entwickeln Sie Konzepte zur Optimierung und Reduzierung von Individualverkehr?“

Ebenso erreichte das Familienbündnis eine Frage zum demografischen Wandel: „Bereits heute ist es höchste Zeit, Vorbereitungen auf das Jahr 2030 zu treffen, um dann für die höhere Anzahl älterer Menschen in Altenberge gerüstet zu sein und Rahmenbedingungen zu schaffen. Welche Schritte werden Sie tun, um der alternden Gesellschaft gerecht zu werden?“

Familienbündnis hat selbst Fragen

Die Bürgermeisterkandidaten sollen jedoch nicht nur Frage von Familien beantworten, auch das Familienbündnis selbst hat sich Gedanken gemacht: Dabei geht es um die Weiterentwicklung des Bündnisses. „Nun möchten wir ein vom Bund gefördertes Mehrgenerationenhaus werden“, heißt es in dem Fragebogen. Dabei solle ein offenes Haus für Familien, für alle Generationen, für ehrenamtlich Engagierte und Vereine entstehen. Es solle ein Ort der Integration werden, der gemeinsam mit vielen Akteuren entwickelt wird. Diesen neuen Ort könne sich das Familienbündnis auf dem Areal der jetzigen Johannes-Grundschule vorstellen. Die Frage lautet dazu: „Unterstützen Sie unsere Idee?“

Des Weiteren beschäftigt sich das Familienbündnis mit den verschiedenen Ferienprogrammen, die seit elf Jahren angeboten werden. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, schreibt das Familienbündnis. Dazu die Frage: „Ist Ihre Partei oder sind Sie als Bürgermeisterkandidat bereit, diese Ferienprogramme auch in Zukunft finanziell zu unterstützen?“

Sobald die Antworten vorliegen, werden sie auf der Homepage des Familienbündnisses veröffentlicht.

 

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