Sommerradtour mit dem kommissarischen Landrat Dr. Martin Sommer
Heimspiel mit neuen Einsichten

Altenberge -

[Dr. Martin Sommer, kommissarischer Landrat, besuchte zusammen mit Vertretern der Verwaltungsspitzen im Rahmen der kreisweiten „Sommerradtour“ das Hügeldorf. Für den Kreisdirektor Sommer war es ein Heimspiel – seit vielen Jahren lebt er mit seiner Familie Altenberge. Trotz Heimvorteil gab es für Martin Sommer auch viele neue Erkenntnisse – dazu trug auch eine Führung durch die Firma Wecon bei.

Freitag, 31.07.2020, 18:32 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 16:21 Uhr
Zwischenstation Paschhügel: Rund um Altenberge führte die Sommerradtour mit dem kommissarischen Landrat Dr. Martin Sommer.
Zwischenstation Paschhügel: Rund um Altenberge führte die Sommerradtour mit dem kommissarischen Landrat Dr. Martin Sommer.

Altenberge war endlich mal wieder an der Reihe: Fünf Jahre lang ließ sich die Spitze der Kreisverwaltung im Rahmen der vom ehemaligen Landrat Thomas Kubendorff eingeführten „Sommerradtouren“ durch den Kreis Steinfurt nicht mehr im Hügeldorf blicken. Doch in dieser Woche war es wieder soweit: Der kommissarische Landrat und Kreisdirektor Dr. Martin Sommer und Vertreter der Verwaltungsspitze aus dem Steinfurter Kreishaus radelten durch das Hügeldorf mit Altenberger Verwaltungsmitarbeitern und Politikern – an der Spitze Bürgermeister Jochen Paus , der „seine“ Gemeinde schließlich aus dem Effeff kennt. Er hatte sich einige wichtige Projekte herausgesucht, die seit dem letzten Besuch im Jahr 2015 realisiert wurden oder noch in Angriff genommen werden. Martin Sommer dürfte manches bekannt vorgekommen sein, schließlich war es für ihn ein Heimspiel. Er wohnt mit seiner Familie seit vielen Jahren im Hügeldorf.

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Rettungswache

Trotz Heimspiel: Martin Sommer zeigte sich über die rasante Entwicklung, die Altenberge genommen hat, positiv überrascht: „Vor fünf Jahren war hier noch eine Wiese“, meinte er an der Krüsellinde angekommen mit Blick auf die angrenzenden beiden neuen Wohngebiete Krüselblick I und II. „Das ist nicht immer so“, spielte Sommer auf die rasche Entwicklung eines Baugebietes von der ersten Planung bis zur Umsetzung an. Voraussichtlich im Frühjahr 2021 soll der Endausbau der Straßen in Krüselblick II abgeschlossen sein, kündigte Jochen Paus an.

Borndalschule

Doch bevor die Tourteilnehmer an der Krüsellinde angekommen waren, hatten sie ein strammes Programm hinter sich: Borndalschule, ein Mehrfamilienhaus am Paschhügel (sozialer Wohnungsbau) und die Baustelle der neuen Rettungswache. Dort wartete bereits Kreis-Mitarbeiter Christoph Borgschulte und führte die Gruppe durch den gerade fertiggestellten Rohbau.

Martin Sommer lobte das „reibungslose Zusammenspiel“ zwischen Kommune und Kreis. In kurzer Zeit seien an der Ecke Laerstraße/Siemensstraße die Voraussetzungen geschaffen worden, um „die rettungsdienstliche Versorgung für Altenberge und Laer zu verbessern“, freute sich Sommer. Voraussichtlich im April 2021 soll die Rettungswache zunächst im Tagesbetrieb ihre Arbeit aufnehmen. Falls die Einsatzzahlen künftig nachts steigen würden, sei auch ein 24-Stundenbetrieb am neuen Standort möglich. Wer die neue Rettungswache betreibt, steht noch nicht fest, sagte Sommer. Die Ausschreibung werde in Kürze erfolgen – „Kandidaten“ seien beispielsweise das DRK, die Awo und die Johanniter.

Wecon

Martin Sommer lebt zwar in Altenberge und kennt so manche Ecke seiner Heimatgemeinde, doch die Firma Wecon an der L 874 in Kümper hatte der Kreisdirektor noch nicht besucht: Der neue Produktionsstandort existiert allerdings auch erst seit 2018. Dort steht das Lasern, Kanten und Schweißen sowie die Montage insbesondere von Koffern und Wechselbehältern im Vordergrund. Während einer Führung mit Franz-Josef und Hendrik Hemker staunten die Radler ein ums andere Mal, wie groß das Leistungsspektrum der Firma Wecon ist, die sich selbst als Spezialist für Nutzfahrzeuge und Containertechnik beschreibt. „Die Vielfalt“, sagt Franz-Josef Hemker, „ist eine große Stärke von uns.“ Das zeigt auch die große Produktpalette. Sie reicht von Wechselsystemen für Motorwagen, über Container-Fahrgestelle, Sattelauflieger bis zu mehrfach stapelbaren Behältern für die Straße, die Schiene und den Wasserweg.

Insgesamt beschäftigt die Firma an ihren Standorten in Altenberge, Ascheberg und Strumień (Polen) rund 250 Mitarbeiter. Wecon ist international aufgestellt. Hauptabsatzmarkt ist ganz Europa, Aufträge kommen aber auch aus Australien, Chile oder Russland, so Franz-Josef Hemker.

Nach der Firmenführung führte die Radtour über das Regionalgut, zur Krüsellinde sowie zum neu gestalteten Marktplatz und zum Kirchplatz von St. Johannes Baptist, ehe die Räder abgestellt wurden. Das Ensemble am Heimathaus bildete den passenden Rahmen für einen Abschluss bei Kaffee und Kuchen. Sommers Fazit: „Es ist wichtig, dass sich die Spitze der Kreisverwaltung bei den Kommunen zeigt und sich ein Bild von den Entwicklungen vor Ort macht.“ Für den Kreisdirektor aus Altenberge ein Heimspiel – aber durchaus mit neuen Erkenntnissen.

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