CDU positioniert sich zur Standortfrage
Rathaus soll im Ortskern bleiben

Altenberge -

Das Rathaus soll im Ortskern bleiben. Dafür spricht sich die Altenberger CDU aus. Sie sieht in der „Variante 2a“ – ein Neubau am heutigen Standort mit Verwaltungseinheit und Begegnungsstätte – mehrere Vorteile.

Freitag, 28.08.2020, 18:18 Uhr aktualisiert: 30.08.2020, 16:20 Uhr
Die Altenberger CDU spricht sich für einen Neubau des Rathauses mit Verwaltungseinheit und Begegnungsstätte am heutigen Standort aus. Ein Rathaus gehöre in die Ortsmitte, sagen Sigrid Schulze Lefert und Matthias Große Wiedemann.
Die Altenberger CDU spricht sich für einen Neubau des Rathauses mit Verwaltungseinheit und Begegnungsstätte am heutigen Standort aus. Ein Rathaus gehöre in die Ortsmitte, sagen Sigrid Schulze Lefert und Matthias Große Wiedemann. Foto: Vera Szybalski

Zwei Dinge haben der Altenberger CDU bei der Standortfrage für das neue Rathaus „massive Bauchschmerzen“ bereitet, sagt Fraktionsvorsitzende Sigrid Schulze Lefert: Zum einen ein Umzug der Gemeindeverwaltung in eine Zwischenlösung, wenn das Rathaus am heutigen Standort nur mit einer Verwaltungseinheit neu gebaut wird. Zum anderen ein Neubau auf dem Gelände der Johannesschule .

Das Unwohlsein besserte sich, als Bürgermeister Jochen Paus die „Variante 2a“ ins Spiel brachte: Auf dem Parkplatz vor dem Bürgerhaus soll im ersten Schritt eine Verwaltungseinheit mit Tiefgarage gebaut werden. Wenn diese fertig ist, zieht die Verwaltung in den Neubau. Anschließend wird das alte Rathaus abgerissen und an dem Standort eine Begegnungsstätte errichtet.

Die Verwaltung muss nicht in ein Provisorium ziehen

Die Altenberger CDU spricht sich für diese „Variante 2a“ aus. Sie sieht darin mehrere Vorteile: Es sei nicht nur genügend Fläche für Verwaltung und Begegnungsstätte vorhanden, sondern handele sich auch um eine gemeindeeigene Fläche. „Das ist ein Riesenvorteil“, sagt Matthias Große Wiedemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU. Und wie bei der Kirche gelte auch für das Rathaus: „Das gehört in die Mitte des Ortes“, sagt Sigrid Schulze Lefert. Das wäre bei einem Neubau auf dem Gelände der Johannesschule nicht der Fall.

Die „Variante 2a“ hat gegenüber dem Neubau eines reinen Verwaltungstrakts im Ortskern noch einen großen Vorteil, sagt Große Wiedemann: „Die Verwaltung kann ununterbrochen am heutigen Standort bleiben.“ Der laufende Betrieb könne uneingeschränkt weitergehen. Zudem können Kosten gespart werden, wenn die Verwaltungsmitarbeiter während der Bauphase nicht in ein Provisorium umziehen müssen. „Eine Zwischenlösung für zwei, drei Jahre wäre auch mit erheblichen Kosten verbunden“, sagt Sigrid Schulze Lefert. „Das Geld können wir stattdessen in die Tiefgarage stecken.“

Hohe Akzeptanz für heutigen Standort

Durch einen Architektenwettbewerb soll eine harmonische Einbindung in die umliegende Bebauung gelingen, wünscht sich die CDU. Ein Neubau am heutigen Standort habe auch eine Impulswirkung für den Ortskern. Dieser werde durch Rathausmitarbeiter und Besucher belebt, ist Matthias Große Wiedemann überzeugt. Und: „Die Akzeptanz am heutigen Standort ist schon hoch in der Bürgerschaft“, ist sein Eindruck. Wie andere Altenberger das sehen, wird beim Bürgerforum zum Standort des neuen Rathauses am kommenden Dienstag (1. September) erörtert.

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