Fahrraddemo: ADFC-Ortsgruppe Altenberge plädiert für mehr Sicherheit
Für Radler allzeit gute Fahrt

Altenberge -

Die

Donnerstag, 10.09.2020, 17:23 Uhr aktualisiert: 11.09.2020, 18:05 Uhr
Viele engagierten sich für Belange der Fahrradfahrer. Mindestens 1,5 Meter Abstand zu den Fahrrädern fordern die Pedalritter von den Autofahrern. Ihre Wünsche formulierten die Demo-Teilnehmer auch auf kleinen Plakaten, die an den Rädern befestigt waren.  F
Viele engagierten sich für Belange der Fahrradfahrer. Mindestens 1,5 Meter Abstand zu den Fahrrädern fordern die Pedalritter von den Autofahrern. Ihre Wünsche formulierten die Demo-Teilnehmer auch auf kleinen Plakaten, die an den Rädern befestigt waren.  F Foto: Rainer Nix

Das Hügeldorf soll für Fahrradfahrer sicherer werden. Unter Federführung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ( ADFC ), Ortsgruppe Altenberge, beteiligten sich am Mittwochnachmittag rund 70 Radler an der ersten Fahrrad-Demo.

In einer langen Reihe, teilweise mit Abstandhaltern ausgestattet, fuhren sie vom Appellhofplatz über die Borghorster Straße, den Prozessionsweg, die Laerstraße, den Kreisverkehr, über die Boakenstiege zum Marktplatz und weiter, insgesamt waren es drei Runden.

„Wir hatten das schon länger vor“, erläuterte Sprecherin Birgit Koch-Heite , „jetzt vor den Kommunalwahlen ist der richtige Zeitpunkt.“ Dem Radverkehr in Altenberge muss höhere Priorität eingeräumt werden, sind sich die Beteiligten einig.

Mehrzweck­streifen an den Rändern einiger Straßen sollten Fahrrad-Schutzstreifen weichen, auf denen die Radler sicher fahren können. „Wir setzen uns für bessere Bedingungen im Dorf ein“, sagte Demo-Teilnehmerin Ria van der Loos. „Die Borghorster Straße und die Laerstraße sind unheimlich gefährlich, weil die Ränder immer als Parkplätze genutzt werden.“ Die Fahrradfahrer müssen auf die Straße ausweichen, wo Autos sie mit teilweise unzureichendem Abstand überholen. Mit einem auffälligen Plakat plädierten die ADFCler für die Einhaltung der vorgeschriebenen 1,5 Meter, die es zwischen Fahrzeugen und Rädern mindestens geben sollte.

An ihre Drahtesel montierten sie Tafeln mit Forderungen wie „Radverkehr fördern“, „Radverkehr braucht Platz“ und „Mehr Abstellplätze im Ortskern“. „Wir finden unter anderem, dass es zu wenig Fahrradstellplätze auf dem neuen Marktplatz gibt“, hob Koch-Heite hervor.

Auch Querungshilfen seien ein Thema, die zum Beispiel auf der Borghorster Straße im Ortseingangsbereich vermisst werden. Teilweise rücken radverkehrsfördernde Maßnahmen bereits in greifbare Nähe, die Demonstration sollte die Notwendigkeit noch einmal deutlich unterstreichen. Vor allem wurde für Fahrradschutzstreifen auf den Straßen plädiert, die vorrangig dem Radverkehr zur Verfügung stehen sollten. „Als positiv empfinden wir, dass die Demo auf generationsübergreifende Resonanz stieß“, sagte Koch-Heite.

Eltern mit Kindern beteiligten sich ebenso wie politische Parten, das Familienbündnis und der Eine-Welt-Arbeitskreis. Auf dem Marktplatz nutzten viele die Gelegenheit, mit Politikern zu diskutieren, die sich dort vor dem Hintergrund des Kommunalwahlkampfes darstellten.

„Wir haben die Priorität deutlich gemacht, Radfahren hat ja nicht zuletzt auch etwas mit Klimaschutz zu tun“, betont Koch-Heite. „Ich habe ausschließlich positive Resonanz auf unsere Aktion bekommen.“

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