Geschäftsjahresabschluss 2019/20 von Schmitz Cargobull
Corona bremst leichte Erholung aus

Altenberge -

Eine geringere Nachfrage bestimmte das Geschäftsjahr 2019/2020 bei Schmitz Cargobull. Der Hersteller von Sattelaufliegern, Aufbauten und Anhängern stellte Anfang des Jahres eine leichte Markterholung fest, die jedoch von der Corona-Pandemie je ausgebremst wurde.

Montag, 05.10.2020, 17:08 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 12:18 Uhr
Die leichte Markterholung Anfang 2020 wurde bei Schmitz Cargobull durch die Corona-Pandemie gestoppt.
Die leichte Markterholung Anfang 2020 wurde bei Schmitz Cargobull durch die Corona-Pandemie gestoppt.

Schmitz Cargobull hat im Geschäftsjahr 2019/2020 46 124 Fahrzeuge produziert. Außerdem hat der Hersteller von Sattelaufliegern, Aufbauten und Anhängern in der Zeit vom 1. April 2019 bis 31. März 2020 mit 5700 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,87 Milliarden Euro erwirtschaftet, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens mit Sitz in Altenberge und Horstmar.

„Die bereits seit Mitte 2018 nachlassende Nachfrage hat sich im Geschäftsjahr leider fortgesetzt“, berichtete Vorstandsvorsitzender Andreas Schmitz. „Und die leichte Markterholung Anfang 2020 wurde dann durch die Corona-Pandemie gestoppt. Immerhin konnten wir die erforderlichen Einsparungen ohne Einschnitte in der Kernmannschaft umsetzen“, bilanzierte Andreas Schmitz.

Mit einem Marktanteil von durchschnittlich rund 25 Prozent hat sich Schmitz Cargobull als führender Trailerhersteller in Europa behauptet. „Trotz der um 27,4 Prozent gesunkenen Anzahl produzierter Einheiten war der Umsatzrückgang um 18,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr weniger stark“, berichtete Schmitz.

Die Nachfrage bei den höherwertigen Koffer- und Kipperfahrzeugen gab weniger stark nach als im umkämpften Curtainsider-Segment (Sattelauflieger oder Anhänger mit einer seitlichen Plane).

„Das gesamte Schmitz Cargobull Team konnte durch Einsparungen im Rahmen von Lean to Compete (kontinuierliche Prozessoptimierung) das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen im letzten Geschäftsjahr auf einem akzeptablen Niveau halten. Außerdem haben wir Preisanpassungen vorgenommen, die sich jetzt auswirken“, schreibt Schmitz Cargobull in seiner Pressemitteilung weiter.

Angesichts der unsicheren Rahmenbedingungen durch Corona falle der Ausblick schwer. „Nach einem starken Einbruch im März hat sich die Nachfrage schneller erholt als zunächst gedacht“, so der Vorstandsvorsitzende Andreas Schmitz.

Die zwischenzeitlich genutzte Kurzarbeit konnte im September in vielen Bereichen reduziert werden. Je nach Entwicklung der Pandemiesituation und deren Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen liegt die Prognose bei den produzierten Einheiten zwischen 30 000 und 50 000 Fahrzeugen sowie bei einem Umsatz zwischen 1,2 und zwei Milliarden Euro.

Zuverlässige Fahrzeuge und flächendeckender Service haben sich gerade in der Corona-Krise als Vorteil im Wettbewerb bewährt, schreibt Schmitz Cargobull weiter.

Die gesamte Logistikbranche und speziell die Fahrer hätten in dieser Zeit einen elementaren Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung geleistet. Schmitz Cargobull habe in allen Produktionswerken umfassende Schutzmaßnahmen getroffen und unter Einhaltung der behördlichen Auflagen die Fahrzeugübergabe an allen Standorten störungsfrei aufrechterhalten.

„Unsere 1700 Sevicepartner haben zudem mit hoher Einsatzbereitschaft dafür gesorgt, dass die Kunden ihren Transportalltag hinsichtlich Wartung und Reparatur möglichst störungsfrei durchführen konnten“, berichtete Andreas Schmitz.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7618459?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Nachrichten-Ticker