Auftakt der Reihe „Dreiklang des Lebens“
Die eigene Rolle hinterfragen

Altenberge -

Gelungener Auftakt: Die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist freute sich über zahlreiche Gäste, die an der Reihe „Dreiklang des Lebens“ teilnahmen.

Montag, 12.10.2020, 16:02 Uhr aktualisiert: 13.10.2020, 15:32 Uhr
Mit dem Auftakt der neuen Reihe „Dreiklang des Lebens“ ist die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist zufrieden. Daran nahmen unter anderem die Diakone Stefan Schlatt (l.) und Manfred Wissing (r.) teil. Nach einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche wurde die Veranstaltung im Karl-Leisner-Haus fortgesetzt.
Mit dem Auftakt der neuen Reihe „Dreiklang des Lebens“ ist die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist zufrieden. Daran nahmen unter anderem die Diakone Stefan Schlatt (l.) und Manfred Wissing (r.) teil. Nach einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche wurde die Veranstaltung im Karl-Leisner-Haus fortgesetzt.

Es war ein ungewöhnlicher Gottesdienst, der am Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist den Auftakt zu einem Projekt bildete, das Musik, Liturgie und Begegnung zu thematischen Schwerpunkten miteinander verbinden soll. Die sonntägliche Lesung des Propheten Jesaja: „Gott gibt ein Festmahl für alle Völker. Ein Gelage mit feinsten Speisen und erlesenen Weinen“ war die Aufforderung zum „Feiern“ als erstem thematischen Schwerpunkt im „Dreiklang des Lebens“ von Feiern, Trauern und Hoffen.

Fette Speisen

„Jesaja ermuntert uns, Freude und Feier als intensives Zeichen unseres Glaubens zu beherzigen“, erläuterte Diakon Stefan Schlatt die alttestamentliche Lesung und lud die Gottesdienstbesucher in der unter Corona-Bedingungen gut gefüllten Pfarrkirche ein: „Umsonst, ohne Rechnung, einfach so. Zu einem üppigen Mahl mit fetten Speisen und erlesenen Weinen. Lassen Sie uns dabei über die heutigen Texte ins Gespräch kommen“, wird Stefan Schlatt in einer Pressemitteilung der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist zitiert.

Leider konnte die Feier witterungsbedingt dann nicht wie geplant auf dem Kirchplatz stattfinden, sondern musste ins Karl-Leisner-Haus verlegt werden. Und hier führte das Sonntagsevangelium bei Klaviermusik, Spanferkelessen und gutem Wein zu kritischen Fragen und einer regen Diskussion.

„Ein König lädt ein zum Hochzeitsmahl. Niemand der Eingeladenen kommt. Am Ende lädt der König alle ein“, ist der Tenor des Evangeliums und Diakon Schlatt stellte die Frage: „Laden wir nicht auch oft gezielt ein. Und grenzen dabei aus?“

Diakon Schlatt

Selbstkritisch wurde dabei auch die Rolle der Pfarrgemeinde hinterfragt und vielschichtige Aspekte, wie die zur Zeit bestehende lästige und wenig flexible Voranmeldung zum Gottesdienst vorgetragen. Ausdrücklich wurde am Sonntagabend wiederholt betont, dass die Veranstaltungen ökumenisch offen sind.

Das Vorbereitungsteam bedauerte zwar, dass die geplante Feier nicht auf dem Kirchplatz stattfinden konnte, war aber von der guten Beteiligung zum Projektstart „Besondere Wortgottesdienste mit Liturgie, Musik und Begegnung“ positiv überrascht.

Weitere besondere Wortgottesdienste zum „Dreiklang des Lebens“ finden begleitet von Musik und Begegnung mit dem thematischen Schwerpunkt „Trauern“ am 15. November (Volkstrauertag) und zum Schwerpunkt „Hoffen“ am 13. Dezember (dritter Advent) statt. Beginn ist jeweils um 17 Uhr.

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