LOV-Vorsitzender Daniel Kumpmann zieht Bilanz
Ernte fällt bescheiden aus

Altenberge -

Durchwachsen fällt die Erntebilanz des LOV-Vorsitzenden Daniel Kumpmann aus.

Montag, 12.10.2020, 18:12 Uhr aktualisiert: 13.10.2020, 15:33 Uhr
Daniel Kumpmann, seit 2018 Vorsitzender des LOV Altenberge, bezeichnet die Erntebilanz als leicht unterdurchschnittlich.
Daniel Kumpmann, seit 2018 Vorsitzender des LOV Altenberge, bezeichnet die Erntebilanz als leicht unterdurchschnittlich.

Rund um das Hügeldorf befinden sich die Bauerschaften Entrup, Hansell, Hohenhorst, Kümper, Waltrup und Westenfeld. Charakteristisch sind für diese Regionen sogenannte schwere Böden, die sich zu sandig-lehmigen bis lehmig-tonigen und zu nährstoffarmen bis nährstoffreichen Braunerden mit sehr unterschiedlicher Ertragsfähigkeit entwickelt haben. Deswegen werden auf den Feldern zum überwiegenden Teil die Getreidearten Mais, Weizen und Gerste angebaut. Letztgenanntes Getreide hat nach dem dritten heißen Sommer hintereinander sehr gelitten.

Gerste

„Die Ernteerträge bei der Gerste sind nicht zufriedenstellend“, sagt Daniel Kumpmann . Der 31 Jahre alte Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsvereins (LOV) Altenberge zieht eine vorläufige Erntebilanz, nachdem er einige der rund 150 Mitglieder des LOV gesprochen hat. Bei der Gerste habe der Niederschlag im Frühjahr gefehlt. Beim Weizen und beim Mais sei gerade noch rechtzeitig der bitter nötige Regen gefallen. Allerdings habe es nur zu einer durchwachsenen Ernte gereicht.

„Insgesamt müssen wir uns mit einer leicht unterdurchschnittlichen Ernte zufrieden geben“, so Daniel Kumpmann.

Borkenkäfer

In der Waldwirtschaft richtet der Borkenkäfer große Schäden an. Vor allem die Nadelgehölze seien sehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Bei den wichtigen Wallhecken rund um die Felder und Äcker gebe es hingegen kaum etwas zu beanstanden.

Daniel Kumpmann bewirtschaftet 87 Hektar mit seiner Familie. Außerdem setzt der 2018 zum LOV-Vorsitzenden gewählte Landwirt auf Viehzucht (rund 90 Bullen und etwa 1400 Mastschweine). Besorgt ist der Landwirt über die Afrikanische Schweinepest (ASP): „Als der erste Fall in Brandenburg bekannt wurde, fiel der Preis pro Kilo Schweinefleisch gleich um 20 Cent oder je Ferkel um zwölf Euro, obwohl bisher kein einziges Hausschwein davon befallen worden ist.“ Außerdem sorge die Corona-Pandemie für einen stagnierenden oder geringeren Absatz, weil Schlachtkapazitäten durch Virus-betroffene Schlachthöfe fehlen. Da Kumpmann seine Schweine über einen ortsansässigen Händler an die Schlachthöfe verkauft, gebe es bei ihm keinen Stau. Kumpmann: „Ich habe aber von einigen Nachbarn erfahren, dass sie große Schwierigkeiten haben, ihr Vieh loszuwerden.“

Schweine

Ein Ausbruch der Krankheit bringt nicht nur den Ausbruchsbetrieb, sondern auch ganze Regionen in existenzielle Probleme. Deshalb empfiehlt der Kreis Steinfurt jedem Landwirt und Schweinehalter unbedingt, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Insbesondere die ASP-Risikoampel bietet mit einem Online-Tool jedem Landwirt die kostenfreie Möglichkeit, die eigene betriebliche Biosicherheitslage anonym bewerten zu lassen und damit noch bessere Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um den eigenen Betrieb zu schützen. Gegebenenfalls können die Landwirte auf Hilfe von einem Tierarzt oder Berater zurückgreifen.

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