Gerburg Große Lordemann ist neue Verbundleiterin der drei katholischen Kitas
Auf den Wandel reagieren

Altenberge -

27 Jahre leitete Gerburg Große Lordemann die Kita St. Lamberti. Nun hat sie einen neuen Posten in der Pfarrgemeinde übernommen. Die 54-Jährige ist Verbundleiterin der katholischen Kitas St. Martin, St. Nikolaus und St. Lamberti. Sie folgt auf Maria Schneider.

Mittwoch, 25.11.2020, 18:58 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 17:44 Uhr
Gerburg Große Lordemann ist die neue Verbundleiterin und verantwortlich für die drei katholischen Kindergärten St. Martin (oben), St. Lamberti (Mitte) und St. Nikolaus.
Gerburg Große Lordemann ist die neue Verbundleiterin und verantwortlich für die drei katholischen Kindergärten St. Martin (oben), St. Lamberti (Mitte) und St. Nikolaus. Foto: mas

Wer über 27 Jahre ununterbrochen beim selben Arbeitgeber beschäftigt ist, dem muss es dort wohl gut gefallen. Im Fall von Gerburg Große Lordemann stimmt das auch. 27 Jahre leitete sie die Kita St. Lamberti. Diese hat sie jetzt zwar verlassen – aber nicht ihren Arbeitgeber, die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist. Die 54-jährige Erzieherin Große Lordemann hat die Verbundleitung der drei katholischen Kindergärten St. Martin (Goethestraße), St. Nikolaus (Zum Gründchen) und St. Lamerbti (Ludger-Lammers-Platz) übernommen. Sie folgt auf Maria Schneider , die es nach Berlin zog.

Nun muss Gerburg Große Lordemann dafür sorgen, dass es in den drei Kitas rund läuft. Immerhin werden dort derzeit insgesamt 162 Mädchen und Jungen in der Zeit von 7.30 bis 16.30 Uhr betreut. Dafür stehen 30 Frauen und zwei Männer bereit. Nur im Notfall, wenn die Personaldecke ganz dünn ist, springt Große Lordemann in einer Kita mit ein.

Austausch

27 Jahre hat sie Kontakt mit den jüngsten Altenbergern – da hat sich im Laufe der Zeit eine Menge getan. In den vergangenen Jahren war das insbesondere die Veränderung der Altersstruktur der Kita-Kinder. Immer mehr Mädchen und Jungen im Alter von 0 bis drei Jahren besuchen eine Kita. Mindestens die Hälfte bleibt über Mittag, in der Kita St. Martin sind es fast 100 Prozent, sagt Große Lordemann.

Die kleinen Kinder benötigen viel mehr Zuwendung.

Gerburg Große Lordemann

„Wir müssen auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren“, so die Verbundleiterin. Der pflegerische Aufwand habe durch die kleinen Kinder „erheblich zugenommen“. Doch darauf wurde reagiert: In allen drei Einrichtungen gebe es Erzieherinnen, die eine über zwölf Monate dauernde berufsbegleitende Weiterbildung abgeschlossen haben, so Große Lordemann. „Die kleinen Kinder benötigen viel mehr Zuwendung.“

Da die Kinder immer jünger sind und immer länger in einer Kita bleiben, hat das Folgen für die Arbeit: „Der Austausch mit den Eltern ist viel intensiver als früher“, sagt Gerburg Große Lordemann.

Ein weiterer zusätzlicher Zeitfaktor: „Die Dokumentation hat stark zugenommen.“ Doch durch die Einrichtung des Verbundmodells ab 2017 hat der Träger für Entlastung gesorgt. Nun liegt es in den Händen von Gerburg Große Lordemann, sich unter anderem intensiv ums Personal und dessen Weiterbildung zu kümmern sowie Gespräche mit künftigen Kita-Eltern zu führen.

162 Kinder

Um auf die unterschiedliche Altersstruktur der Kinder zu reagieren, haben alle Kitas ein eigenes Konzept. So wurden beispielsweise überall Funktionsräume eingerichtet – vom Atelier bis zum Bewegungsraum. Diese können jederzeit von den Kindern genutzt werden. Zudem gibt es für die „ganz Kleinen einen Extrabereich“, so Große Lordemann.

Aktuell in der Umsetzung ist das Thema Partizipation. Der Nachwuchs erhält Gelegenheit, an Entscheidungen mitzuwirken, sagt die Verbundleiterin. So wurde zum Beispiel auf Wunsch der Kinder jüngst ein Raum umgestaltet.

Dass in katholischen Kindertagesstätten der Glaube eine wichtige Rolle spielt, steht außer Frage. „Viele Eltern entscheiden sich ganz bewusst für eine katholische Einrichtung“, sagt Gerburg Große Lordemann. „Regelmäßiges Beten gehört auch zum Alltag“, nennt die 54-Jährige ein Beispiel. Toleranz zeigen und Respekt aufbringen, auch das werde immer wieder vermittelt. „Wir nehmen jeden an, so wie er ist“, sagt Große Lordemann. „Und da ist Jesus doch ein gutes Vorbild gewesen.“

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