DLRG im Heimtraining / Foto-Wettbewerb kommt gut an
Schnorcheln im Wohnzimmer

Altenberge -

Der DLRG-Nachwuchs zeigt trotz der Corona-Pandemie, wie in den heimischen Wänden trainiert werden kann.

Dienstag, 05.01.2021, 19:29 Uhr
Erfinderisch geht es auch bei Johanna Bartel zu. Das Tauchtraining wurde auf diese Art und Weise durchgeführt.
Erfinderisch geht es auch bei Johanna Bartel zu. Das Tauchtraining wurde auf diese Art und Weise durchgeführt. Foto: privat

„Wir versuchen natürlich, auch im Lockdown den Kontakt zu unseren Mitgliedern zu halten“, sagt Jürgen Hülsmann , erster Vorsitzender der DLRG Altenberge. In der Weihnachtszeit erhielten die DLRG-Kids „Überlebenspakete“. Diese waren gefüllt mit einigen Süßigkeiten. Doch mit im Gepäck hatten Hülsmann und seine Mitstreiter auch „Hausaufgaben“ als Ersatz für den Trainingsbetrieb, der seit Corona so gut wie gar nicht mehr stattfinden kann. Alle DLRG-Mitglieder erhielten die Aufgabe, online Fotos vom eigenen Trainingsbetrieb einzureichen. „Diese sollten nach Möglichkeit witzig sein“, sagt Hülsmann. Gesagt, getan: Mit dem Ergebnis ist er vollauf zufrieden. Tauchen und schnorcheln im Wohnzimmer – für den DLRG-Nachwuchs kein Problem.

Seepferdchen

Als Dankeschön erhalten alle Teilnehmer einen Pokal für das Corona-Pandemie-Training, kündigt Hülsmann an. Die vier Siegerfotos zeigen Marlene und Julius Middendorf, Johanna Bartel, Timo und Jonas Rottmann sowie Carlo Bossmann.

Besonders für die Kinder bedeute der abermalige Corona-Lockdown eine schwierige Zeit, so Hülsmann. Etwa 55 Kinder nehmen durchschnittlich zu normalen Zeiten an den samstäglichen Schwimmkursen (vom Erwerb des Seepferdchens bis zu den verschiedenen Deutschen Schwimmabzeichen) teil. Hülsmann: „Da müssen wir in diesem Jahr einiges nachholen.“ Schließlich möchten die Kinder die Kurse erfolgreich abschließen und die Abzeichen auf die Badehose oder den Badeanzug anbringen, sagt Hülsmann.

Lediglich für die Taucher der DLRG lief es im vergangenen Jahr etwas besser. Zu zweit durfte der Individualsport zeitweise in 2020 durchgeführt werden. Im Sommer konnten zudem Tauchgruppen ihr Training fortsetzen. Ein Anfängertauchkursus wurde durchgeführt, der sich etwa über neun Monate erstreckte. Zum Trainieren geht es unter anderem zum Torfmoorsee (Hörstel), Offlumer See (Neuenkirchen) und zum Westorder See (Greven). Ebenso wurde in diesem Jahr die Möhnetalsperre für Tauchgänge angesteuert. Außerdem stand zeitweise das Altenberger Hallenbad für Übungszwecke zur Verfügung.

Möhnetalsperre

4 Grad

Den letzten Prüfungs-Tauchgang absolvierte eine junge Teilnehmerin am 31. Dezember, so Hülsmann. Dafür ging es zu einem Privatseenach Metelen. In dem vier Grad kalten Wasser musste die Altenbergerin unter anderem einen anderen Taucher aus zehn Metern Tiefe an die Wasseroberfläche holen.

Die Erste-Hilfe-Kurse sollen, so Hülsmann, so bald es geht, wieder angeboten werden. Doch vorerst ist die Corona-Pandemie bei der DLRG noch das vorherrschende Thema. Erst am vergangenen Samstag kamen einige Mitglieder zur Durchführung der Coronaschutz-Impfung in Nordwalde zum Einsatz. Und wenn das Impfzentrum am Flughafen Münster-Osnabrück die Arbeit aufnimmt, „sind wir sicher auch dabei“, sagt der DLRG-Vorsitzende Hülsmann. „Erste Anfragen haben uns schon erreicht.“

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