Milde Winter: Bauhof benötigt weniger Salz
Weder Glatteis noch Schnee

Altenberge -

Der Winter hat sich in den vergangenen Jahren von seiner milden Seite gezeigt. Und das ist in der Saison 2020/2021 bislang nicht anders. Bislang mussten die Mitarbeiter des Bauhofes noch kein einziges Mal Salz streuen. Auf dem Gelände des Bauhofes an der Lindenstraße steht ein Silo, in dem Platz für 35 Tonnen Salz ist. Letztmalig orderte die Gemeinde Anfang 2019 Nachschub.

Donnerstag, 07.01.2021, 18:24 Uhr aktualisiert: 07.01.2021, 18:31 Uhr
35 Tonnen Salz können in diesem Silo auf dem Bauhof gelagert werden. Am 1. Februar 2019 wurde er das letzte Mal aufgefüllt.
35 Tonnen Salz können in diesem Silo auf dem Bauhof gelagert werden. Am 1. Februar 2019 wurde er das letzte Mal aufgefüllt. Foto: mas

Frederic Spitthoff sitzt an seinem Schreibtisch, zückt den passenden Ordner und hat die Zahlen ruckzuck parat: 23 Tonnen Salz in 2018, 15 Tonnen in 2019 und fünf Tonnen in 2020. Diese Zahlen belegen es: Von einem Winter mit viel Schnee und Eis war Altenberge in den vergangenen Jahren weit entfernt. Spitthoff, seit eineinhalb Jahren Leiter des Bauhofs der Gemeinde, muss sich nur den Salzverbrauch anschauen – und schon weiß er, wie das Wetter in den zurückliegenden Jahren war. „Insbesondere 2018 und 2019 waren sehr mild“, so Spitthoff.

Wetterbericht

Auch derzeit macht der Winter noch einen großen Bogen um Altenberge. Routinemäßig fuhr am Donnerstagmorgen gegen 4 Uhr ein Bauhofmitarbeiter eine Runde durch Altenberge. „Kein Glatteis, kein Schnee“, so der Wetterbericht von Spitthoff. „Da gab es nichts zu tun.“

Der Winter kann kommen

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  • Altenberge Frederic Spitthof, Leiter des Bauhofes

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  • Auf dem Bauhof wird auch eine Salzsole gemischt

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  • In diesen Salzsilo auf dem Bauhof können maximal 35 Tonnen Salz gelagert werden.

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  • Altenberge Frederic Spitthoff, Leiter des Bauhofes

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  • Die Fahrzeuge im Bauhof der Gemeinde.

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  • Auch mit diesem Schlepper kann gestreut werden.

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Im Winter 2020/2021 „mussten wir bislang noch kein einziges Mal Salz streuen“, sagt Frederic Spitthoff. Kontrollfahrten wurden allerdings in den vergangenen Wochen schon mehrmals durchgeführt. Wenn der Wetterbericht Frost vorhersagt, fährt einer der zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwischen 4 und 4.30 Uhr durch Altenberge und kontrolliert die Straßen. Doch bislang war alles ruhig, wie auch am Donnerstagmorgen. Weitere Bauhofkollegen mussten somit in den frühen Morgenstunden nicht ausrücken, um Straßen, Wege, Plätze oder Bushaltestellen von Schnee oder Eis zu befreien.

4 Uhr

Zurück zum Salz. Das letzte Mal hat der Bauhof am 1. Februar 2019 Salz bestellt. Frederic Spitthoff: „Damit streuen wir immer noch.“ In dem großen Salz-Silo auf dem Bauhof an der Lindenstraße können 35 Tonnen Salz gelagert werden. Es wird mit einem Antibackmittel behandelt, sodass nur eine Restfeuchte von 0,1 Prozent verbleibt, erläutert Spitthoff. Doch mittlerweile fängt das „Salz an zu stocken“, sagt der 29-jährige Bauhofleiter.

Wir mussten bislang noch kein einziges Mal Salz streuen.

Frederic Spitthoff

Mit einem Unimog und einem Schlepper sind die Mitarbeiter im Falle des Falles unterwegs – dann geht es zunächst an die neuralgischen Punkten des Hügeldorfes: Bahnhofstraße, Südumgehung, Siemensstraße sowie die Zufahrt zur Feuerwehr und Schulwege. „Wir können nicht überall gleichzeitig sein“, sagt Spitthoff und appelliert damit an die Bürgerinnen und Bürger, bei Glatteis die Fahrweise den Witterungsverhältnissen anzupassen.

Frederic Spitthoff greift wieder zum Ordner: Die Besatzung des Unimogs fährt im Wintereinsatz 75 Straßen ab. Auf der Liste des Traktorfahrers stehen 30 Straßen. Zudem kommt ein weiteres Fahrzeug zum Einsatz, die sogenannte Fußtruppe hat 24 Orte anzusteuern – von Treppenanlagen über Bushaltestellen bis hin zu Fußgängerüberwegen.

Um Salz zu sparen, setzt der Altenberger Bauhof bei Bedarf auch ein Salz-Wasser-Gemisch ein. Ein großer Vorteil: Durch den Einsatz dieser Sole wird der Salzverbrauch um etwa ein Drittel reduziert, sagt Frederic Spitthoff.

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